30.10.2015 

Wichtige Daten zur Geschichte der Handball-Bundesliga

Von der Gründung der Bundesliga über die Einführung eines nationalen Pokalwettbewerbs, von der Lockerung der Werberichtlinien über die Verteilung der TV-Gelder, von der Wiedervereinigung ins neue Jahrtausend: Hier finden Sie die wichtigsten Daten zur Geschichte der Handball-Bundesliga.

4. September 1965
Der DHB-Bundestag beschließt in Dortmund die Einführung einer zweigleisigen Bundesliga. Die Debatte darüber hatte Jahre angedauert. Insbesondere die Einführung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963 hatte die Diskussion erneut befeuert.
 
15. Oktober 1966
Die zweigleisige Bundesliga startet mit je acht Mannschaften im Norden und im Süden. Das aller erste Tor wirft Herbert Lübking (im Spiel Polizei Hannover – Grün-Weiß Dankersen).
 
24. August 1968
Erste Tagung der Bundesligavereine in Frankfurt, um die Interessen gegenüber dem DHB zu formulieren. Ein wichtiges Thema ist die Verteilung der TV-Gelder, an der die Clubs beteiligt werden wollen. Als Vertreter gegenüber dem DHB wählen die Clubs:
Nord: Buhrmester (Minden), Menzel (Hildesheim)
Süd: Kenner jun. (Esslingen), Vogel (Großwallstadt)
 
Saison 1969/70
Erstmals wird der Deutsche Meister in Halbfinals und Finale ermittelt, um die Attraktivität der Liga zu erhöhen. Für die Finalspiele werden ab 1970/71 nur Hallen mit einer Kapazität von mindestens 3.000 Zuschauern zugelassen.
 
Saison 1973/74
Vor der Saison 1973/74 werden die beiden Staffeln auf je neun Mannschaften aufgestockt (nur ein Absteiger bei je zwei Aufsteigern).
 
Saison 1974/75
Ab der Saison 1974/75 (bis 1976/77) wird in zwei Zehner-Staffeln gespielt.
 
Oktober 1974
Der DHB beschließt die Einführung eines nationalen Pokalwettbewerbs, nachdem die IHF ab 1975/76 einen Europapokal der Pokalsieger ausspielen lässt. Erster Pokalsieger ist GW Dankersen (im Endspiel gegen den TSV Rintheim am 9.5.1975: 15:14). Der Teilnehmer des neuen europäischen Wettbewerbs wird zunächst aus den drei unterlegenen Halbfinalisten der Meisterschaft ermittelt. Erst ab der Saison 
1976/77 wird ein DHB-Pokal nach heutigem Muster ausgespielt (also auch unter Beteiligung von  Vereinen aus unteren Ligen).
 
Sommer 1976
Der DHB-Bundestag beschließt die Einführung einer eingleisigen Bundesliga. Motoren dieser Idee: Bundestrainer Vlado Stenzel, der sich davon eine Leistungssteigerung der Spitzenspieler verspricht, und Männer-Spielwart Heinz Jacobsen.
 
September 1977
Start der eingleisigen Bundesliga (14er Staffel). Erster Meister wird TV Großwallstadt.
 
Saison 1979/80
Die Werberichtlinien des Deutschen Sportbundes werden gelockert: Im Spätherbst 1979 dürfen die Bundesligisten das Trikot vermarkten. (Hinweis: Schon Mitte der 1970er Jahre hatten Vereine wie Wellinghofen (Frucade) oder der HSV Hamburg (Campari) Trikotwerbung. Diese verschwand aber wieder nach sportjuristischen Auseinandersetzungen).
 
Mai 1984
Frisch Auf Göppingen muss zwangsabsteigen, nachdem der Profivertrag des polnischen Rückraumstars Jerzy Klempel öffentlich wurde. Die rigiden Amateurstatuten des DHB werden erst ab 1986 aufgeweicht und schließlich abgeschafft.
 
Herbst 1986
Die SG Leutershausen gliedert als erster Bundesliga-Klub die erste Mannschaft als wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb aus dem Gesamtverein aus. Weitere Motoren dieser Entwicklung sind nach 1990 der VfL Bad Schwartau und der THW Kiel.
 
Saison 1989/90
Die Meisterschaft wird erstmals in einer Play-Off-Runde ausgespielt (Meister wird TV Großwallstadt).
 
Saison 1991/92
Um nach der Wende die Integration der DDR-Oberligisten zu ermöglichen, beschließt der DHB zwei 14er-Ligen (Nord und Süd); die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich für die eingleisige Bundesliga.
 
Saison 1992/93
Im Januar 1992 wird für die Saison 1992/93 die Einführung einer eingleisigen 18er-Liga beschlossen – mit dem Fernziel, bald auf einer 16er-Liga zu reduzieren, um die sportlichen Kräfte zu bündeln. Das Play-Off-System wird wieder abgeschafft.
 
Januar 1993
Das DHB-Präsidium beschließt die Einführung eines „Liga-Büros“ in der DHB-Geschäftsstelle in Dortmund. Aufgabengebiet: Organisation des Spielbetriebs. „Das Liga-Büro sollte in einem zweiten Schritt auch für die Vermarktungsinteressen der gesamten Bundesliga zuständig sein.“ (Protokoll DHB) Weiterhin soll den Bundesligisten ein Stimmrecht beim DHB-Bundestag eingeräumt werden (=Liga wird Teil des DHB).
 
1. Juni 1994
Die Handball-Bundesliga-Vereinigung Männer e.V. wird gegründet (Eintragung am 26.10.1994 beim Vereinsregister Dortmund, Nr. 4533). Vorsitzender: Heinz Jacobsen, Stellv. Rudi Hartz, Kassenwart: Manfred Werner. Zu den ersten Beschlüssen zählt die Einführung eines Final-Four-Turniers im Pokal. Das erste Turnier findet im April 1995 in Frankfurt statt, danach wechselt das Pokalturnier in die Alsterdorfer Sporthalle Hamburg. 
 
1. August 1995
Die Geschäftsstelle der HBL wird nach Kiel verlegt.
 
Dezember 1995
Der Fall „Bosman“ verändert die Landschaft des Profihandballs radikal. Die Ausländerbeschränkung, seit den 1970er Jahren existent, wird durch die Entscheidung des EuGH null und nichtig. Fortan dürfen die Klubs so viele EU-Ausländer einsetzen, wie sie wollen. Dieses Urteil fördert die Entwicklung der Bundesliga zur stärksten Liga der Welt.
 
Sommer 2000
Die „Lex Gummersbach“ (Vergabe der Lizenz für den VfL durch das DHB-Präsidium) sorgt für heiße Diskussionen. Dieser Fall befeuert die Idee der Liga, sich organisatorisch und wirtschaftlich als GmbH aus dem DHB herauszulösen.
 
April 2003
Das Final-Four-Turnier zieht die neue Color Line-Arena im Hamburger Volkspark um (erster Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt). An dem neuen Standort entwickelt sich das Turnier zu einem der spektakulärsten Events des internationalen Handballs.
 
28. Juni 2003
Ligaversammlung in Kassel: Beschluss zur Umstrukturierung der HBVM e.V. zum Ligaverband, Handball-Bundesliga e.V. nach der Unterzeichnung des Grundlagenvertrages (1.6.2003) zwischen dem DHB und dem Ligaverband.
 
1. Oktober 2003
Verlegung des Ligabüros von Kiel nach Dortmund in die Strobelallee 56.
 
21. Juli 2004
Gründung der HBL Handball-Bundesliga GmbH, Dortmund, Strobelallee 56, für die Organisation und Durchführung des Spielbetriebes der Handball-Bundesliga Männer im Auftrag des Handball-Bundesliga e.V. (Ligaverband). Erster HBL-Präsident wird Heinz Jacobsen (Nachfolger: Bernd-Uwe Hildebrandt, Reiner Witte und Uwe Schwenker). Geschäftsführer: Frank Bohmann.
 
Saison 2004/5
Die Handball-Bundesliga und DSF (SPORT1) schließen einen TV-Vertrag ab. SPORT1 (früher DSF) überträgt seither kontinuierlich Live-Spiele der Handball-Bundesliga. Der TV-Vertrag, mehrfach verlängert und ausgebaut, gilt bis Ende der Saison 2016/17. Wichtige TV-Partner sind darüber hinaus ARD und ZDF als Zweitverwerter.    
 
Juli 2007
Eine Zentralvermarktung der Liga, eine alte Idee der Interessenvertreter, wird möglich. Partner wird der Weltkonzern TOYOTA. Die Liga steht bis 2012 als TOYOTA Handball-Bundesliga in der Öffentlichkeit.
 
September 2011
Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 5.2.2009 und als Ergebnis der Qualifikationssaison 2010/2011 startet die eingleisige 2. Handball-Bundesliga der Männer mit insgesamt 20 Vereinen in die Saison 2011/2012.
 
Juli 2012
Mit Vertragsablauf endet die Namenspartnerschaft mit TOYOTA nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit. In die Saison 2012/13 gelingt es der Bundesliga, die Deutsche Kreditbank (DKB) als Nachfolgeunternehmen für das Namenspatronat zu gewinnen (Vertrag bis mindestens 2017)
 
August 2015
Die DKB-Handball-Bundesliga startet am 23. August 2015 mit dem Spiel der beiden Traditionsclubs VfL Gummersbach – THW Kiel in die Jubiläumssaison.
 
15. Oktober 2016
Die DKB-Handball-Bundesliga wird 50 Jahre alt.

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Spielplan

Uhrzeit Heim Erg. Gast
07.06.
20:15
HSG WetzlarWET 30:24 Rhein-Neckar LöwenRNL
10.06.
16:00
SC DHfK LeipzigLEI 28:32 Füchse BerlinFUX
10.06.
16:00
Rhein-Neckar LöwenRNL 33:28 MT MelsungenMEL
10.06.
16:00
Bergischer HCBHC 32:24 TSV Hannover-BurgdorfHAN
10.06.
16:00
HSC 2000 CoburgHSC 29:26 TSV GWD MindenGWD
10.06.
16:00
TBV LemgoLEM 32:31 VfL GummersbachGUM
10.06.
16:00
SG Flensburg-HandewittFLE 34:31 HSG WetzlarWET
10.06.
16:00
HBW Balingen-WeilstettenHBW 22:25 THW KielTHW
10.06.
16:00
HC ErlangenERL 27:33 SC MagdeburgSCM
10.06.
16:00
FRISCH AUF! GöppingenFAG 26:26 TVB 1898 StuttgartTVB
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