Domagoj Duvnjak (HSV Handball, THW Kiel)

Er gilt als Musterschüler des einst überragenden Spielmachers Ivano Balic. Domagoj Duvnjak war höchst gelehrig und gehört heute zu den besten Mittelmännern weltweit. Schon in seiner Heimat Kroatien hatte er mit RK Zagreb die nationalen Titel gleich reihenweise abgeräumt. 2009 konnte ihn Andreas Rudolph vom HSV Hamburg von einem Engagement in der Bundesliga überzeugen. Mit den Elbstädtern gewann Duvnjak 2010 den Pokal, 2011 die Meisterschaft und 2013 sogar die Champions League. In dem Jahr wählten ihn die Fans weltweit auch zum Welthandballer des Jahres.

Mit der kroatischen Auswahl langte es bislang noch nicht zum großen Wurf, aber diverse Silber- und Bronzemedaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie eine olympische Bronzemedaille sind hinreichender Nachweis seiner Ausnahmeklasse. Seit 2014 spielt Duvnjak, der 2012, 2013, 2014 und 2015 gleich viermal in Folge kroatischer Handballer des Jahres wurde, für den THW Kiel.

Nikola Karabatic (THW Kiel)

Er ist der Inbegriff des perfekten Handballers. Bei ihm stimmt alles. Durchsetzungsvermögen im Angriff, Spielkreativität, Abwehrverhalten und Einsatz. Wer Nikola Karabatic in seiner Mannschaft hat, wird zwangsläufig Erfolg haben. Siehe die französische Nationalmannschaft. Mit dem im serbischen Nis geborenen Wunderspieler gewannen die Franzosen seit 2006 fast jede Großveranstaltung. Zweimal hängte sich Karabatic olympisches Gold um, jeweils dreimal wurde er Welt- und Europameister. Er war Deutscher Meister, französischer Meister und spanischer Meister – und das alles gleich mehrfach.

Er gewann bereits dreimal die Champions League und sammelte persönliche Auszeichnungen wie andere Briefmarken. In Frankreich ist Karabatic längst eine Sportlegende. Der zweimalige Welthandballer (2007 und 2014) ist seit 2008 auch Ritter der Ehrenlegion. Beim THW Kiel ist man noch heute stolz darauf, dass der Franzose vier Spielzeiten (2004 bis 2008) das Trikot der Norddeutschen trug.

Stefan Lövgren (TV Niederwürzbach, THW Kiel)

Stefan Lövgren war aus Sicht der Bundesliga ein Spätberufener. Erst im Alter von 27 Jahren wechselte der Rechtshänder von Redbergslids Göteborg zum TV Niederwürzbach. Dann aber wurde ziemlich rasch auch der Branchenführer aus Kiel auf den Mann aufmerksam, verpflichtete ihn nur eine Saison später und erkor ihn aus, die Nachfolge von THW-Ikone Magnus Wislander anzutreten. Das Vorhaben gelang auf ganzer Linie. In zehn Jahren Kiel gewann der Schwede sieben Meisterschaften, vier Pokale und einmal sogar die Champions League.

Jackson Richardson (TV Großwallstadt, Rhein-Neckar Löwen)

Nur drei Spielzeiten lang war die Handball-Bundesliga seine sportliche Heimat. Und dennoch war Jackson Richardson eine der größten Attraktionen in 50 Jahren Bundesliga. Als er 1997 zum TV Großwallstadt kam, hatte er zuvor mit einem Weltmeistertitel für die französische Nationalmannschaft (1995) eine neue Ära für seinen Verband eingeläutet. Er kam außerdem als Welthandballer in die mainfränkische Provinz. Klar, dass die Fans ihn sofort in ihr Herz geschlossen hatten. Im Angriff spielte der Mann, der in Saint Pierre auf der Pazifikinsel La Réunion geboren wurde, zumeist in der Mitte oder auf Halblinks. Dabei faszinierte er vor allem mit seinen klugen Anspielen. Seine Spezialität aber war das Bälleklauen als vorgezogener Abwehrspieler. Nach den drei Jahren war Schluss mit Bundesliga. Es zog ihn nach Spanien, wo er 2001 die Champions League gewinnen konnte. Einmal noch kehrte er zurück. Das war 2009, als er bei den verletzungsbedingt arg gebeutelten Rhein-Neckar Löwen für sieben Bundesligaspiele aushalf. In der Nationalmannschaft absolvierte er die sagenhafte Zahl von 417 Länderspielen, warf dabei 775 Tore und gewann 2001 noch einmal den WM-Titel in seinem Heimatland Frankreich.

Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen)

Dass die Rhein-Neckar Löwen nach zahlreichen vergeblichen Anläufen im Jahr 2016 endlich den heiß ersehnten Meistertitel einfahren konnten, ist ganz sicher auch der Verdienst von Andy Schmid. Der Schweizer Mittelmann ist nicht nur Denker und Lenker im Spiel der Badener, sondern strahlt zudem jede Menge Torgefahr aus. Der Rechtshänder genießt nicht nur in Fachkreisen den allerbesten Ruf. Gleich dreimal in Folge wurde Schmid zum besten Spieler der Saison gewählt.

Dabei wurde die Liga erst spät auf ihn aufmerksam. Schmid war bereits 27 Jahre alt, als er 2010 sein erstes Bundesligaspiel für die Löwen absolvierte, die ihn vom dänischen Erstligisten Bjerringbro-Silkeborg verpflichteten. Zuvor wurde Schmid, der für sein Heimatland mehr als 150 Länderspiele absolvierte, mit ZMC Amicitia Zürich nicht nur zweimal Schweizer Meister, sondern erntete auch in seinem Heimatland die Auszeichnung Wertvollster Spieler der Saison (2008, 2009).

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