25.03.2017  2. HBL

Großer Kampf - Lübbecke setzt sich gegen Hamm durch

Der ASV Hamm-Westfalen liefert gegen den Tabellenführer TuS N-Lübbecke einen großen Kampf, muss sich am Ende aber doch gegen clever agierende Gäste mit 26:28 (10:14) geschlagen geben. Lübbecke baut mit dem Sieg die Tabellenführung aus und kann wohl ernsthaft für die DKB Handball-Bundesliga planen. Bester Werfer der Partie ist Tim Remer mit elf Treffern.

Der Tus N-Lübbecke begann im Spiel gegen den ASV Hamm-Westfalen mit Peter Tatai im Tor, wie gewohnt Jó Gerrit Genz, Ante Kaleb und Lukasz Gierak im Rückraum, am Kreis spielte Nils Torbrügge und auf den Außenpositionen starteten Tim Remer und Ramon Tauabo. In der Abwehr kam Piotr Grabarczyk für Ante Kaleb ins Spiel.

Dass es an diesem Freitagabend gleich zur Sache gehen würde, wurde sogleich deutlich, nachdem Piotr Grabarczyk nach wenigen Sekunden die erste Zeitstrafe von den Unparteiischen erhielt. Peter Tatai glänzte aber sogleich mit einer Parade und Lukasz Gierak sorgte mit dem 1:0 (2.) für die TuS-Führung. Über 3:3 (6.), 4:4 (10.) 5:5 (12.) durch Max Höning spielten beide Teams auf Augenhöhe. Die beiden Abwehrreihen verschoben sehr gut, stellten die Räume zu. Die Rückraumspieler waren demzufolge für die Tore auf beiden Seiten zuständig. Insbesondere Max Höning gelang aus 8 Metern der 6:6-Ausgleich (13.). Für die erste 2-Tore-Führung des TuS N-Lübbecke sorgte in der 16. Minute Ante Kaleb, ebenfalls mit einem schönen Rückraumtreffer. Indes bekam Nils Torbrügge eine Pause und Branimir Koloper spielte nun am Kreis und im 6:0-Innenblock. Beim angedrohten Zeitspiel für Hamm nahm Trainer Stephan Just seine erste Auszeit (20.), Peter Tatai im TuS-Tor verhinderte aber den erneuten Ausgleich. Kenji Hövels kam nun für Lukasz Gierak ins Match, Ante Kaleb wechselte in den linken Rückraum und Kenji machte das prima, fügte sich mit 2 flachen Treffern gegen Felix Storbeck zum 9:8 und 10:8 (25.) super ein. Ante Kaleb erhöhte vor der Pause noch auf 11:8 (26.) und mit der Schlusssirene markierte Nils Torbrügge den 14:10-Halbzeitstand.

In Überzahl begann Lübbecke den 2. Durchgang, Lars Gudat erhielt noch in der 29. Minute eine Zeitstrafe. Lübbecke startete gut, hielt den 4-Tore-Vorsprung bis zum 16:11 (34.), ließ sich dann aber drei Treffer der Westfalen in Folge einschenken, so schmolz der Torepuffer und es stand in der 37. Minute nur noch 16:14. Zwei Tore vor, doch Tim Remer zeigte sich heute wieder einmal überaus treffsicher vom Siebenmeterpunkt und sorgte mit seinen Toren vier und fünf vom Punkt sowie Lukasz Gierak aus dem Rückraum für die komfortable 20:15-Führung (41.). In der 45. Minute kassierte Piotr Grabarczyk seine zweite Zweiminutenstrafe und Fanar Frigseirsson brachte seinen ASV beim 22:19 wieder bis auf 3 Tore heran. Erneut der Isländer im ASV-Trikot verkürzte zum 24:22 (50.) und zwang unseren Trainer zu seiner 2. Auszeit. Im Angriff lief es bei der Nettelstedter Mannschaft jetzt nicht mehr richtig rund, technische Fehler und zu früh abgeschlossene Würfe gegen die überaus agile Hammer-Deckung ließen unseren Angriff verzweifeln. Wie gut, dass Tim Remer bei den Strafwürfen keine Nerven zeigte und den Vorsprung seiner Mannschaft beibehalten konnte. Beim 26:25 durch Christoph Neuhold war der Anschluss hergestellt. Tim Remer verwandelte super freigespielt vom Kreis zum 27:25 (57.), doch Hamms Joscha Ritterbach sorgte mit seinem 7. Treffer für den erneuten 27:26-Anschluss – noch ein Tor vor für den TuS. Jó Gerrit Genz tankte sich aus dem rechten Rückraum voll durch und schloss beherzt zum 26:28 ab. Die letzte Auszeit Stephan Justs und ein aus Hammer Sicht abgepfiffener Treffer brachten Nettelstedt zurück in Ballbesitz. 59:35 auf der Uhr und auch TuS-Coach Ziercke legte seine letzte grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Letzter Versuch für Hamm den Ausgleich zu erzielen: Die Just-Sieben agierte mit offener Deckung, doch Nettelstedt-Lübbecke spielte die Zeit clever herunter.

Stimme zum Spiel

Aaron Ziercke (Trainer, TuS N-Lübbecke):

„Ich bin froh, dass wir heute die zwei Punkte hier mitgenommen haben. Es war klar, dass Hamm nach den letzten Wochen stark aufspielen würde. Hamm hat das über weite Strecken wirklich gut gemacht. In einigen Phasen hätte ich mir gewünscht, dass wir den Vorsprung besser verwaltet und gehalten hätten. Wir haben in der Spielphase falsche Entscheidungen getroffen. Im Verlauf hat Hamm dann richtig gegen unsere Abwehr gedrückt. Am Ende hat es sich dann zu einem richtigen Kampfspiel entwickelt, beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Zum Ende hin hat meine Mannschaft das clever zu Ende gespielt und es hat für uns ein gutes Ende genommen.“

Quelle: Tus N-Lübbecke

Foto: Wegener