12.03.2018  2. Handball-Bundesliga

ASV Hamm-Westfalen unterliegt in letzter Minute

In einem begeisternden Topspiel der 2. Handball-Bundesliga ist am späten Sonntagnachmittag die zwölf Spiele währende Erfolgsserie des ASV Hamm-Westfalen zu Ende gegangen. Im Duell der Tabellennachbarn unterlag die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler nach hochspannendem Verlauf dem nun wieder punktgleichen VfL Lübeck-Schwartau mit 25:27 (13:11).

Am Ende gab die etwas besser besetzte Auswechselbank und eine stärkere Schlussphase den Ausschlag für die Gäste vor 2.027 Zuschauern in der WESTPRESS arena. So hatten beim VfL neben dem starken Torwart Dennis Klockmann vor allem Mittelmann Markus Hansen in den entscheidenden Minuten großen Anteil am Gästesieg. Hansen, der nach seiner Verletzung erstmalig wieder zum Einsatz kam, hatte in seinen 20 Minuten Spielzeit viele gute Aktionen und steuerte drei wichtige Tore bei. Bei den Hausherren funktionierte dagegen im zweiten Abschnitt das Tempospiel nicht mehr wie zu Beginn, darüber hinaus leisteten sich die Gastgeber nach zwischenzeitlicher 19:16-Führung einige Ballverluste im Offensivspiel, die die starken Gäste konsequent bestraften.

„Glückwunsch an Schwartau-Lübeck zum unter dem Strich verdienten Sieg. Schwartau hat eine gute Mannschaft und eine gute Qualität. Die Breite beim VfL ist richtig gut, es gab da kaum einen Abfall auch in den letzten zehn Minuten. Sie waren heute den Tacken besser als wir“, beglückwünschte ASV-Trainer Kay Rothenpieler seinen Kollegen Torge Greve zum Sieg. „Wir haben gut in das Spiel gefunden. Dann hatten wir im Verlauf der ersten Halbzeit Probleme mit dem Tempospiel des ASV. Da waren wir fahrig im Rückzugsverhalten und auch in der Offensive“, analysierte Greve. „In der zweiten Halbzeit hatten wir dann Glück, dass wir schnell den Rückstand egalisieren konnten. Wer weiß, was passiert, wenn uns das nicht so schnell gelingt“, so der VfL-Coach weiter. Auch Kay Rothenpieler sah im Beginn des zweiten Abschnitts eine Schlüsselszene der Partie: „Das war für uns die erste schwierige Situation. Aber wir kommen noch einmal zurück und führen dann etwa eine Viertelstunde vor dem Ende mit 19:16. Da hätten wir auf 20:16 erhöhen können und damit vielleicht den Gegner hier vor eigenem Publikum in die Knie zwingen können. Aber wir haben es nicht geschafft, Schwartau abzuschütteln. Und am Ende hatte der VfL dann ein paar Körner mehr. Aber wir haben gegen einen starken Gegner verloren.“

Bereits am kommenden Samstag steht für den ASV dann das nächste Topspiel an. Dann geht es für die Westfalen zur zweitplatzierten SG BBM Bietigheim. „Wir haben richtig schwere Aufgaben im Moment. Aber wir haben das Zeug, da auch erfolgreich durchzukommen“, blickte Rothenpieler, dem gegen den VfL neben Markus Fuchs kurzfristig auch Vyron Papadopoulos wegen einer im Solingen-Spiel erlittenen Knochenprellung im Knie, nach der Niederlage bereits wieder nach vorn. Allerdings könnte sich die Liste der Ausfälle noch um Jan Brosch verlängern, der während der zweiten Halbzeit wegen eines Zusammenstoßes mit der Abwehr verletzt ausgewechselt werden musste. „Da wissen wir aber noch gar nichts Genaues“, so Rothenpieler.

ASV Hamm-Westfalen – VfL Lübeck-Schwartau 26:28 (13:11)

ASV: Storbeck, Lorger – Blohme (6), Huesmann (7), Brosch (1), Sablijc (1), Fridgeirsson (1), Schwabe, Krieg (2), Gudat, Voss-Fels, Zintel (0/1), Possehl (4), Neuhold (4)

VfL: Klockmann, Mallwitz – Glabisch ( 4, ½), Lauenroth, Genda (4), Podpolinski, Akerman (2), Hansen (3), Waschul, Schult (4), Damm (1, 1/1), Köhler, Claasen, Schlichting (1), Bruhn (3), Metzner (6)

Quelle: ASV Hamm-Westfalen

Foto: Wegener

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