03.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Schwartau wirft BHC zurück in die Realität

Am 16. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga erwischte der Bergische HC keinen optimalen Tag und musste mit einer 25:30 (13:18)-Heimniederlage im Topspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau die ersten Punktverluste der Saison hinnehmen. Der direkte Verfolger setzt dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer eine herben Euphoriedämpfer und bricht den Mythos. Der BHC ist schlagbar!

Mit zwei Kreisläufern und dem siebten Feldspieler machten es die Gäste aus der Hansestadt der BHC-Defensive von Beginn an schwer und führten die Partie in den Anfangsminuten teils mit zwei Treffern Vorsprung an. Eine Tatsache, die die Bergischen Löwen zunächst ohne große Aufregung hinnahmen und selbst den klaren Weg zum Tor suchten. Nach dem 4:4-Ausgleich (7.) durch Fabian Gutbrod, setzte sich der VfL wieder auf 5:7 (12.) ab – die erste Auszeit des Spiels nahm allerdings Torge Greve für Lübeck-Schwartau. Danach lief es noch besser für die Hansestädter, die sich in den folgenden fünf Minuten gar auf 5:10 (17.) absetzten, ehe Sebastian Hinze seine Mannschaft zur Auszeit bat und Janis Boieck für Christopher Rudeck ins Tor der Löwen brachte. Der BHC versuchte den VfL in seinem Offensivdrang mit der 5:1-Deckung einzuschränken, doch es lief – auch offensiv - noch nicht viel zusammen bei den Hausherren, die sich erstmals in dieser Spielzeit mit dem 6:14 (21.) einem hohen Rückstand ausgesetzt sahen. Sebastian Hinze legte zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und brachte danach Christopher Rudeck zurück. Mit drei Toren in Serie konnten die Hausherren in der Folgezeit auf 11:16 (26.) verkürzen, doch Lübeck-Schwartau ließ nicht locker und nahm beim Pausenstand von 13:18 den Fünf-Tore-Vorsprung mit in die Kabinen.

Ebenfalls mit dem siebten Feldspieler agierend kamen die Löwen zurück auf die Platte und Leos Petrovsky erzielte gleich das 14:18, doch die Antwort der Gäste folgte postwendend und sie legten mit dem 14:20 (36.) noch einen weiteren Treffer drauf, während die Bergischen immer noch mit einigen Ungenauigkeiten zu kämpfen hatten. Doch nach und nach bissen sich die Löwen wieder heran, Linus Arnesson verkürzte mit dem 18:22 (42.) auf vier Tore. Mit dem 19:23 (44.) per Siebenmeter erzielte die Tormaschine der Liga, Arnor Thor Gunnarsson, erst seinen ersten Treffer des Abends – ein Beleg für die bisherige BHC-Durststrecke im Spiel. Es war noch knapp eine Viertelstunde zu spielen, als die Bergischen auf drei Treffer verkürzen konnten, doch der VfL legte wenige Minuten später wieder auf 20:26 (50.) vor und es brauchte nun endgültig einen Kraftakt, um in den verbleibenden Minuten noch zu verhindern, dass die weiße BHC-Weste erste Flecken bekam. Mit dem 23:29 (55.) merkten die 2.375 Zuschauer in der Solinger Klingenhalle, dass es für den BHC auch ohne einen optimalen Tag, nur mit individueller Qualität im Kader gegen eine taktisch und kämpferisch top eingestellte Mannschaft am Ende Nichts zu holen gab. Das Endergebnis von 25:30 (13:18) brachte so am 16. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga die ersten Punktverluste für den Bergischen HC. 

Quelle: Bergischer HC 

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