27.09.2017  2. Handball-Bundesliga

Eintracht-Trainer Oberbeck: "Tut gut, wieder zurück zu sein"

Interview schätzt Eintracht-Hildesheim-Trainer Gerald Oberbeck die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen VfL Lübeck-Schwartau ein und spricht über die Bedeutung des Profi-Handballs für die Region.

Eintracht Hildesheim ist zurück in der 2. Handball-Bundesliga – und wie. Nach fünf Spielen ist der Traditionsverein mit 5:5 Punkten bester Aufsteiger, hat mit Wilhelmshaven und Emsdetten schon einige hoch eingeschätzte Mannschaften der Liga geärgert.

Am Mittwoch reist der bislang noch ungeschlagene VfL Lübeck-Schwartau nach Niedersachsen. Im Interview schätzt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck die Ausgangslage vor dem nächsten Duell mit einem Schwergewicht der Liga ein und spricht über die Bedeutung des Profi-Handballs für die Region.

Herr Oberbeck, mit dem VfL Lübeck-Schwartau empfangen Sie am Mittwoch eines von drei noch ungeschlagenen Teams in der 2. Handball-Bundesliga. Schlottern schon die Knie?

Oberbeck: „Überhaupt nicht, wir sind sehr selbstbewusst. Wir wussten, dass wir zu Beginn der Saison gegen sehr viele Mannschaften antreten müssen, die ganz oben in der Liga mitspielen wollen. Auch nach Lübeck haben wir weitere schwere Aufgaben vor der Brust. Aber wir empfangen den VfL zu Hause und wir wissen um unsere Heimstärke. Einen Sieg hier, muss man sich verdienen.“

Der gelungene Saisonstart sorgt offensichtlich für eine breite Brust?

Oberbeck: „Wir sind auf jeden Fall zufrieden, ärgern uns sogar, dass wir nicht noch mehr Punkte geholt haben. Gegen Nordhorn wäre die Chance da gewesen, auch gegen den Bergischen HC haben wir gut gespielt. Es gibt sicherlich Mannschaften, die personell besser besetzt sind als wir, aber mit 80 Prozent ihrer Leistung werden sie gerade bei uns in der Volksbank Arena nicht gewinnen. Zu Hause sind wir immer selbstbewusst.“

18.09.2017 - 2. Handball-Bundesliga

Nordhorn auch von Hildesheim nicht zu stoppen

5 Spiele – 5 Siege. Das ist die ansehnliche Bilanz der HSG Nordhorn-Lingen in dieser Saison. Im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim siegte die HSG mit 28:25 und liegt damit auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Gäste aus Hildesheim ärgerten sich hingegen über die vergebene Chance zwei Punkte aus Nordhorn zu entführen.

Bis zum Abstieg in die 3. Liga vor drei Jahren war Ihr Klub eine Institution im Profi-Handball. Wie wichtig war die Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga für den Verein und die Fans?

Oberbeck: „Der Abstieg traf uns schon hart, das muss man sagen. Aber auch in der 3. Liga riss der Zuschauer-Zuspruch nie ab, wir hatten bei unseren Heimspielen immer einen Schnitt von mehr als 1.400. Das heißt, die Leute sind uns treu geblieben. Trotzdem hat die 2. Handball-Bundesliga natürlich ein ganz anderes Flair, sorgt für viel intensivere Spiele. Deswegen tut es uns allen natürlich gut, dass wir wieder dabei sind.“

Hat sich in den zwei Jahren, in denen Sie um den Wiederaufstieg kämpften, etwas in der 2. Handball-Bundesliga verändert?

Oberbeck: „Es ist definitiv so, dass die Leistungsdichte immer mehr zugenommen hat. Man gewinnt jedes Spiel nur, wenn man an seine hundertprozentige Leistung kommt. Das bedeutet, dass jeder jeden schlagen kann und sorgt sicherlich auch in diesem Jahr wieder dafür, dass die Entscheidungen um den Aufstieg und den Abstieg extrem knapp ausfallen.“

Wo verortet sich Eintracht Hildesheim in dieser spannungsgeladenen Liga?

Oberbeck: „Wir stehen eigentlich gerade schon da, wo wir gerne bleiben würden (lacht): Zwischen Aufstiegs- und Abstiegszone, am liebsten mit beidem nichts zu tun. Wenn wir diesen Platz halten könnten, wäre das super. Das große Ziel ist aber natürlich erst einmal der Klassenerhalt in unserem ersten Jahr zurück in der Liga.“

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