09.10.2017  2. Handball-Bundesliga

HBW wird Favoritenrolle gerecht: 32:26 in Hildesheim

Eintracht Hildesheim hat das Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den HBW Balingen-Weilstetten mit 26:32 verloren. Der Erstligaabsteiger war insbesondere im zweiten Durchgang zu stark für das Eintracht-Team, das sich in dieser Phase zu viele Fehler erlaubte.

Zur Pause lagen die Hildesheimer nur mit 12:14 hinten und hatten bis dahin viel gekämpft, um den Anschluss zu halten. Auch wenn Niko Tzoufras am Ende zwar neun Treffer erzielen konnte, gelang es der gesamten Mannschaft nicht, gegen die robust zufassende Balinger Defensive die nötigen Chancen herauszuarbeiten oder aber diese auch zu nutzen. Direkt nach der Pause zogen die Gäste deutlich davon und auch wenn er am Ende nicht zufrieden war, lobte Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck sein Team, "weil es trotz des deutlichen Rückstandes nicht aufgegeben und Moral gezeigt hat." Doch vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei TUSEM Essen am Freitag mahnte der Trainer seine Mannschaft auch deutlich zu mehr Wachsamkeit und Konzentration an.

Mit der offensiven Deckung der Balinger hatte Oberbeck gerechnet. "Wir haben dafür Abläufe trainiert, die auch in der ersten Hälfte mehrfach gut funktioniert haben" sagte der Trainer nach dem Spiel. Tatsächlich war das Eintracht-Team gut im Spiel und lag bis zum 5:4 knapp vorn. Auch einen Zwei-Tore-Rückstand konnte die Mannschaft noch zum 8:8 ausgleichen. Deutlich zu erkennen war aber, dass die Gäste sich gut auf den bislang besten Torschützen der 2. Handball-Bundesliga Savvas Savvas eingestellt hatten. Immer wieder störten sie erfolgreich die Räume von Eintrachts Rückraumshooter, der am Ende insgesamt nur auf drei Treffer kommen sollte. Dafür ergaben sich für Kapitän Robin John und Niko Tzoufras Räume, die sie auch erfolgreich zu nutzen wussten. Oft konnten die Gäste den Hildesheimer Angriff nur mit unfairen Mitteln stoppen. Gleich vier Zeitstrafen gab es für Balingen-Weilstetten im ersten Durchgang, davon zwei gegen Europameister Martin Strobel. Doch auch bei Hildesheimer Überzahl stand die HBW-Defensive ordentlich, sodass Eintracht diesen Vorteil meist nicht optimal ausnutzen konnte. Mit einem 12:14-Rückstand ging es in die Kabinen.

Wenn Eintracht in diesem Spiel gegen den Topfavoriten noch um die Punkte mitspielen wollte, hätte es jetzt schon eines schwungvollen Einstiegs in den zweiten Durchgang bedurft. Doch der Schwung war jetzt nur bei den Gegner zu erkennen. Eintracht deckte nach dem Seitenwechsel nicht gut und lud Balingen-Weilstetten durch leichte Fehler im Angriff zu einfachen Gegenstoßtoren ein. Schon in der 42. Spielminute schien die Partie beim 14:22 entschieden. Es zeigte sich nun noch deutlicher der breite und ausgeglichene Kader der hochklassig besetzten Balinger Mannschaft. Zwölf verschiedene Balinger konnten sich am Ende in die Torschützenliste eintragen. Auch die roten Karten gegen Oddur Gretarsson wegen groben Foulspiels an Maurice Lungela und gegen Jona Schoch wegen der dritten Zeitstrafe schwächten den starken Gästekader nicht wirklich.

"Wir waren heute von allen Positionen torgefährlich und haben defensiv gut gearbeitet. Wenn wir auch Niko Tzoufras nicht in den Griff bekommen haben, lief es gegen Savvas Savvas besser, deswegen bin ich sehr zufrieden mit dem Sieg" sagte HBW-Coach Runar Sigtryggsson nach dem Spiel. Als Eintracht dann bereits mit 15:25 ins Hintertreffen geraten war, bäumte sich die Mannschaft noch einmal auf und konnte sogar noch auf einen Fünf-Tore-Rückstand verkürzen, am Ende war ein besseres Ergebnis als der 26:32-Endstand aber nicht drin. "Es bringt uns nichts, wenn man uns lobt, weil wir gegen die starken Teams der Liga lange mithalten, denn wenn wir solche Fehler wie heute in den wichtigen Spielen gegen die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt machen, werden wir dort nicht gewinnen" mahnte Eintracht-Trainer nach der Partie. "Wir müssen unsere Fehler jetzt dringend reduzieren und mit voller Konzentration in die nächsten Spiele gehen."

Quelle: Eintracht Hildesheim

Bild: Moschkon

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