26.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Hildesheim will vor heimischer Kulisse wieder begeistern

Am Sonntagnachmittag kommt es in der 2. Bundesliga zum Duell zwischen Eintracht Hildesheim und dem ASV Hamm-Westfalen. Die Gastgeber wollen gegen die leicht favorisierten Gäste an die sehr überzeugende Leistung gegen Coburg anknüpfen und für eine weitere Überraschung sorgen. Hamm hingegen will mit einem Auswärtssieg Anschluss zur Spitzengruppe halten.

Es geht doch! Ausgerechnet gegen den Erstligaabsteiger HSC 2000 Coburg hat Eintracht am Mittwoch den ersten Heimsieg der Saison eingefahren und das Punktekonto auf acht Zähler anwachsen lassen. Unverändert steht Eintracht damit auf Nichtabstiegsplatz 16 mit zwei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch eine lange Pause ist dem Team um Keeper Jakub Lefan nicht gegönnt. Schon am Sonntag steht der ASV Hamm-Westfalen als nächster Gegner in der Volksbank-Arena auf der Platte. Dabei dürfte Hamm wohl sogar noch stärker auftreten als die verletzungsgeplagten Coburger. Für Eintracht heißt das, es muss eine möglichst schnelle Regeneration für die Körper her. Im Kopf aber darf der Heimsieg ruhig stecken bleiben. Denn das Erfolgserlebnis vom Mittwoch wird auch am Sonntag sicher helfen.

Der ASV Hamm-Westfalen liegt derzeit in der Tabelle der 2. Liga auf dem sechsten Rang und kann mit 18:10 Punkten ein ordentliches Konto aufweisen. Der Rückstand auf den nächsten Aufstiegsplatz beträgt gerade einmal drei Punkte. Damit hat der ASV schon verdeutlicht, dass man in diesem Jahr nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben möchte, in dem man im letzten Jahr noch bis zuletzt dringesteckt hat. Schon in der vergangenen Spielzeit hatte Hamm eigentlich eine gute Mannschaft aufzubieten, doch als man einmal in die Abstiegsregionen geraten war, war es sehr schwer den Weg hinaus zu finden. Jetzt ist das Team von Trainer Kay Rothenpieler stabil und lässt vor allem in eigener Halle mächtig aufhorchen. Gegen die Topteams von der SG BBM Bietigheim und von HBW Balingen-Weilstetten gab es deutliche Heimsiege, die so nicht zu erwarten waren. „Mit diesen starken Auftritten hat Hamm klar gezeigt, wozu sie in der Lage sind“ sagt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck und fügt hinzu: „Diese Mannschaft ist enorm gut aufgestellt und wird hier sicher stark auftreten.“ Einzig die Auswärtsniederlagen beim Aufsteiger HC Rhein Vikings sowie beim heimstarken Dessau-Roßlauer HV verhinderten eine noch bessere Platzierung des ASV Hamm-Westfalen in der Tabelle.

Ein Erfolgsgarant beim ASV ist die Ausgewogenheit. Die nächsten Hildesheimer Gäste stellen eine stabile Abwehr und haben gleichzeitig torgefährliche Angreifer in ihren Reihen. Mit Linksaußen Vyron Papadopoulos haben die Hammer den letztjährigen Torschützenkönig der 2. Liga in ihren Reihen. Als Neuzugang vom HC Empor Rostock ist er mit 79 Toren auch in diesem Jahr gleich bester Werfer seines neuen Clubs. Ansonsten ist die Mannschaft aber breit aufgestellt, was die Torgefahr angeht. Gleich acht Spieler haben bislang 30-mal oder öfter getroffen. „Hamm spielt einen sehr schnellen Ball und hat ein druckvolles Spiel, da müssen wir wie schon gegen Coburg kompakt dagegen halten“ warnt Gerald Oberbeck vor dem nächsten Gegner. Dem Hildesheimer Coach stehen dann hoffentlich alle Akteure zur Verfügung. Nach dem Heimsieg gegen Coburg hatten einzelne Spieler mit Blessuren zu kämpfen, die hoffentlich bis zum Sonntag ausgestanden sind. Besonders motiviert dürfte dann auch Savvas Savvas sein, der nach zwei Jahren beim ASV Hamm-Westfalen nun erstmals auf seine alten Kollegen trifft. Auch Andy Simon hat eine langjährige Vergangenheit beim ASV und hat sicher nichts gegen einen weiteren Erfolg in eigener Halle einzuwenden.

Foto: Bodensieck

Quelle: Eintracht Hildesheim

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