13.05.2018  2. Handball-Bundesliga

Balingen siegt souverän gegen den WHV

Mit einem 31:24 schickten die Gallier von der Alb den Wilhelmshavener HV auf die lange Heimreise. Über das gesamte Spiel präsentierte der HBW eine gute Leistung und fuhr am Ende den verdienten Heimsieg ein. Der WHV gerät durch die Niederlage drei Spieltage vor dem Saisonende weiter in den Abstiegskampf. Nur noch ein Punkt trennt die Nordlichter vom ersten Abstiegsplatz.

Die Gallier von der Alb starteten mit einer altersmäßig sehr junge Truppe und vor allem mit einer, die bis auf Torhüter Tomáš Mrkva und Jona Schoch ausschließlich aus Balinger Eigengewächsen bestand. Mit Lukas Saueressig trug sich ein solches auch gleich in die Torschützenliste. Er traf mit einem Schlagwurf in der zweiten Spielminute zum 1:1-Ausgleich. Den ersten Führungstreffer erzielte Gregor Thomann nur eine Minute später. Die Gäste blieben zunächst noch dran, aber nach dem 4:3 durch Christoph Foth, war es erneut Rechtsaußen Thomann, der in Überzahl für die erste Zwei-Tore-Führung sorgte. Das 6:3 ging auf das Konto von Torhüter Tomáš Mrkva, der aus dem eigenen Wurfkreis ins leere WHV-Tor traf.

In der Folgezeit pendelte sich der Balinger Vorsprung bei drei, vier Toren Differenz ein. Ein Ballverlust im Angriff und eine Parade des WHV-Keepers gegen Tim Nothdurft und schon stand es nach 23 Spielminuten aber nur noch 9:8. Höchste für Trainer Jens Bürkle eine Auszeit zu nehmen – mit Erfolg! Simen Schønningsen traf zum 10:8 und Dadi Rúnarsson erhöhte kurz Zeit später auf 11:8. Nur eine Zeigerumdrehung später pariert Torhüter Tomáš Mrkva den nächsten Wurf und Gregor Thomann erhöhte per Tempogegenstoß auf 13:8. WHV-Coach Christian Köhrmann blieb nichts anderes übrig – er musste seine zweite Auszeit nehmen, um den Balinger Lauf zu stoppen. Der Gallier-Express war aber nicht mehr aufzuhalten. Mrkva krallte sich den nächsten Wurf, schickte Thomann auf die Reise und der verwandelte den nächsten Tempogegenstoß zum 14:9. Mit dem Pausenpfiff erzielte der Linkshänder per Strafwurf, auch noch das 15:9.

Die Schwaben kamen mit dem gleichen Schwung aus der Kabine wie sie die ersten 30 Minuten beendeten. Thomann traf zum 16:9 und nach der nächsten Mrkva-Parade traf der Norweger Schønningsen zum 17:10. Lukas Saueressig erhöhte in Unterzahl – Matti Flohr saß für zwei Minuten auf der Bank – auf 18:10 und als Schønningsen sogar auf 19:10 erhöhte, drohte dem WHV ein richtiges Debakel. Beim ein oder anderen Gästespieler sah man die Verzweiflung in allen Aktionen und dennoch steckten die Jadestädter nicht auf. Sie versuchten immer wieder den Vorsprung zu verkürzen, aber ihr Erfolg blieb bescheiden. Sechs Treffer war die geringste Differenz bis zum Schlusspfiff und so war HBW-Trainer Jens Bürkle am Ende auch mehr als zufrieden. „Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs. In der zweiten Hälfte waren es vielleicht der ein oder andere Fehler zu viel, aber das ist sicher der Jugendlichkeit geschuldet. Wir hatten eine gute Torhüterleistung und auch meine Linkshänder haben heute super gespielt“, zog der HBW-Coach ein rundum zufriedenes Fazit.

Quelle: HBW Balingen-Weilstetten

Foto: Moschkon

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