13.05.2018  2. Handball-Bundesliga

Vikings unterliegen in einer echten Abwehrschlacht

Mit 15:18 unterlagen die HC Rhein Vikings in ihrem Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen. In einer Partie, die besonders durch die starken Abwehrreihen geprägt war, reichte es am Ende nicht für einen Überraschungssieg der Hausherren, die damit auf dem 14. Tabellenplatz rangieren.

Die Saison in den letzten vier noch ausstehenden Zweitliga-Partien nach dem zuletzt vorzeitig gesicherten Klassenerhalt gemächlich ausklingen lassen? Nein, für den HC Rhein Vikings ist dieses Szenario keine Option. Das bewies der Aufsteiger am Samstagabend im Castello eindrucksvoll. Da musste sich die Mannschaft von Vikings-Trainer am 35. Spieltag zwar dem Top-Team HSG Nordhorn-Lingen mit 15:18 (7:10) geschlagen geben, bot dabei aber sowohl kämpferisch als auch defensiv eine bärenstarke Leistung und verpasste nur ganz knapp eine mögliche Überraschung. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben sich voll reingehauen und alles versucht. Es sind zwei starke 6:0-Abwehrreihen inklusive starken Torhütern aufeinandergetroffen. Wir hatten diesen starken Gegner kurz vor einem Punktverlust, aber am Ende war die HSG ein wenig abgezockter als wir“, sagte Klatt wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. 

Dessen Schützlinge fanden zu Beginn nicht in die Partie und taten sich gegen die starke Defensive des Tabellenachten äußerst schwer. Die Folge: Bereits nach neun Spielminuten und einem 0:4-Rückstand sah sich Klatt gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Praktisch mit dem Wiederanpfiff sorgte Alexander Oelze dann unmittelbar für das Ende der offensiven Durststrecke und markierte zunächst das 1:4 und in der zwölften Minute per Strafwurf auch das 2:4. Doch die Begegnung verlief lediglich in den folgenden vier Minuten ausgeglichen. Denn nach dem 3:5-Anschluss durch Kapitän Bennet Johnen wollte im Angriff der Gastgeber erneut nicht viel zusammenlaufen. Stattdessen nutzte die HSG Fehlwürfe – darunter auch einige Metalltreffer – und technische Fehler des Klatt-Teams in dieser Phase konsequent aus und zog binnen der folgenden sieben Minuten mit einem 4:0-Lauf auf 9:3 davon. Doch davon ließen sich die Vikings nicht beirren und nutzten ihrerseits eine Zeitstrafe der Gäste, um sich wieder in die Partie zurückzukämpfen. So stand es 90 Sekunden vor dem Pausenpfiff nach drei Treffern in Folge nur noch 6:9 aus Sicht der Hausherren. In die Kabine ging es wenig später mit einem 7:10-Rückstand.

Bis zur 43. Minute gerieten die Vikings dann trotz des zwischenzeitlichen 8:10-Anschlusstreffers mit fünf Toren in Rückstand – 9:14. Doch das Klatt-Team gab sich einmal mehr nicht auf. Angetrieben vom überragenden Vladimir Bozic im Tor, kämpften sich die Gastgeber bis neun Minuten vor dem Abpfiff wieder auf 11:14 heran. Vier Minuten vor Schluss war es dann Oelze, der den Aufsteiger mit einem Doppelpack zum 14:15 endgültig wieder zurück in die hart umkämpfte Partie brachte. Auch 70 Sekunden vor der Schlusssirene war bei einem 15:16-Rückstand die Überraschung noch greifbar. „Doch dann waren wir gezwungen, defensiv ein wenig zu öffnen. Das hat die HSG mit ihrer Klasse und Erfahrung ausgenutzt und die Partie zu ihren Gunsten entschieden“, erklärte Klatt, der auf den anschließenden Doppelpack der Gäste zum endgültigen Knockout der Hausherren anspielte. „Heute können, glaube ich, beide Trainer insgesamt zufrieden sein. Beide Mannschaften haben sich noch einmal richtig reingehauen – das war toll zu sehen. Daran wollen wir auch in den noch ausstehenden drei Partien anknüpfen“, erklärte René Witte, der sportliche Leiter der Vikings, abschließend.

Quelle: HC Rhein Vikings

Foto: Wegener

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