09.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Neuer Cheftrainer gibt Marschrichtung vor - HSG schlägt Dresden

Die Premiere von Philipp Kesser als neuer Chef auf der HGS-Bank war ein voller Erfolg. Der 33:24 (18:13)-Sieg gegen den HC Elbflorenz Dresden war im vorgezogenen Mittwochsspiel nicht nur hoch verdient, sondern auch für die Mannschaft so etwas, wie eine Befreiung. Mit den 1360 Fans in der Stadtgartenhalle feierten die Jungs am Ende regelrecht erleichtert. Der Anfang ist gemacht und schon am kommenden Sonntag sollen in Düsseldorf gegen die Rhein Vikings die nächsten Punkte folgen.

Bitter enttäuscht war Elbflorenz-Coach Christian Pöhler von seiner Mannschaft, weil sie nie in den Kampf und ins Spiel gefunden habe. In der 2. Halbzeit hätte sich sein Team phasenweise quasi „ergeben“. Bis Sonntag müsse man sich deutlich steigern, wenn man im Heimspiel gegen Eisenach bestehen wolle.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil die Jungs vieles umgesetzt haben von dem, was wir uns zusammen vorgenommen hatten.“, analysierte ein zufriedener Philipp Kessler. Man habe ein insgesamt gutes Spiel abgeliefert, das nur durch die Verletzung von Peter Walz getrübt wurde.

Die Gastgeber begannen konzentriert und fokussiert, wenngleich in der Startphase durchaus Nervosität spürbar war. Doch nach ein paar Minuten wurde das Spiel immer sicherer. Als Lars Weissgerber nach 4. Minuten einen echten Dreierpack servierte, mit dem ersten Tempogegenstoß das Ergebnis auf 2:1 stellte, gleich darauf von Julius Andersson perfekt am Kreis angespielt wurde und traf und schließlich erneut im Gegenstoß auf 4:1 erhöhte, wuchs auch auf den Rängen die Zuversicht, dass das heute war werden könnte. Ein Dresdener hielt aber dagegen: Adrian Kammlodt, sorgte mit seinen Rückraum-Geschossen dafür, dass der Vorsprung der Gastgeber nicht schon früh noch wesentlich deutlicher wurde. Nach einer guten Viertelstunde hatten sich die Dresdner wieder auf 9:7 herangearbeitet. Doch näher kamen sie nicht. Die letzten sieben Minuten der ersten Hälfte gehörten wieder den Gastgebern, die sich auch von mehreren Unterzahl-Situationen nicht hatten aus dem Konzept bringen lassen. So setze der schnelle Pascal Noll mit dem 18:13 den Schlusspunkt unter eine durchaus ansehnliche 1. Halbzeit.

„Das müssen wir jetzt nur vernünftig zu Ende spielen,“ warnte in der Pause HGS-Manager Richard Jungmann vor allzu viel Euphorie. Und während es in der Dresdner Kabine schon etwas lauter wurde, stimmte „Kessi“ seine Jungs ruhig auf die zweiten 30 Minuten ein. Und die machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Zwischen der 33. und der 40. Minute dann die Vorentscheidung. Lars Weissgeber erhöht mit einem Siebenmeter auf 20:15, Jerome Müller (zwei Mal) und Marcel Engels legen nach: 23:15. Und als Pat Schulz dann noch einen Siebenmeter von Nils Gugisch entschärft und Peter Walz von Julius Andersson klasse freigespielt wird, heisst es 24:15. Davon erholen sich die Dresdner nicht mehr und die Elbflorenz-Angreifer verzweifeln in der Folge auch ein bischen am zwischenzeitlich zwischen die Pfosten eingewechselten Darius Jonczyk. Der bringt mit tollen Paraden die Halle nochmals zum Kochen und trägt dazu bei, dass hier gar nichts mehr anbrennt. Vier Minuten vor dem Ende macht dann Marcel Engels mit einem Geschoss den Vorsprung sogar zweistellig (32:22). Die Partie ist da aber schon längst entschieden.

Quelle: HG Saarlouis

Foto: Ruppenthal

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