16.09.2017  2. Handball-Bundesliga

Coburg überragt gegen Balingen

Der HSC 2000 Coburg dominiert in seinem Heimspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten und schickt die Gallier mit 32:25 wieder nach Hause. Balingen verliert damit nicht nur die Partie, sondern auch die Tabellenführung und steht jetzt nur noch auf dem sechsten Platz. Coburg geht mit Rückenwind in die nächsten Spiele.

Es bleibt dabei: Der HBW Balingen-Weilstetten kann gegen Coburg nicht gewinnen. Nach 1:3 Punkten in der vergangenen Saison hatte die Rúnar-Truppe in der HUK-Coburg-Arena am Freitagabend erneut das Nachsehen. Ledig in den ersten Spielminuten konnten Martin Strobel und Co. mit den Hausherren mithalten. Die Balinger Abwehr konnte den ersten Angriff erfolgreich verteidigen und nach dem ersten Ballgewinn erzielte Jona Schoch das 1:0 für die Schwaben. Mannschaftskapitän Strobel konnte noch das 2:1 erzielen, aber danach entwickelte sich mehr und mehr ein Spiel: Torhüter Jan Kulhanek gegen den HBW.

Dass die Hausherren nicht schon frühzeitig deutlich davonziehen konnten, lag daran, dass der Balinger Torhüter Tomáš Mrkva seinem tschechischen Landsmann nur unwesentlich nachstand. Der gravierende und entscheidende Unterschied zwischen den Hausherren und dem HBW Balingen-Weilstetten lag darin, dass die Coburger die Bälle, die ihr Torhüter erfolgreich abwehren konnte, in den allermeisten Fälle erfolgreich verwerten konnte. Die Bälle die Mrkva abwehren konnte, bekam er entweder im Nachwurf dann doch noch in die Maschen oder seine Vorderleute ließen im Angriff die Möglichkeiten fahrlässig liegen.

Nach dem 3:3, das Lars Friedrich in der achten Spielminute erzielte, dauerte es ganze zehn Minuten bis zum nächsten Balinger Treffer. Oddur Grétarsson traf per Strafwurf zum 7:4. Dazwischen hatte Mrkva mehrfach pariert, unter anderem hat er einen Strafwurf abgewehrt und Trainer Sigtryggsson hat in einer Auszeit versucht seine Truppe wieder auf Kurs zu bekommen. Die hatten allerdings den Torhüter der Coburger im Kopf und zogen eine Fahrkarte nach der anderen. In der 23. Minute legte der HBW-Coach bereits zum zweiten Mal die Grüne Karte für eine Auszeit auf den Zeitnehmertisch. Auch die fand bei seiner Mannschaft kein Gehör und nach einem weiteren Ballverlust erzielte der Ex-Balinger Florian Billek bereits das 10:5.

Bis zur Halbzeitpause zogen die Hausherren auf 13:7 davon und beim HBW hatte man die Hoffnung, dass die Mannschaft wie in den Spielen davor, eine stärkere zweite Hälfte nachlegen kann. Coburg ließ die Balinger aber auch im zweiten Durchgang nicht ins Spiel kommen. Egal was der HBW auch probierte, die Hausherren hatten die besseren Antworten. Oddur Grétarsson scheiterte mit einem Strafwurf und im Gegenzug erhöhte Billek auf 14:7. Spätestens Mitte der zweiten Hälfte, als die Schwarzgelben mit einem Dreierpack auf 21:12 erhöhten, war klar, dass es für die Balinger in Coburg nichts zu erben gibt. Beim 26:15, zwölf Minuten vor Spielende, drohte sogar eine richtige Klatsche. In der Schlussphase, als die Partie längst entschieden war, wurde es ein munteres Scheibenschießen und die Balinger konnten das Ergebnis wenigstens wieder in den einstelligen Bereich drücken.

Viel Zeit bleibt den Schwaben nicht, sich über die heftige Niederlage Gedanken zu machen, denn bereits am Sonntagnachmittag müssen sie in der Balinger SparkassenArena erneut auf die Platte. Gegner ist dann der Aufsteiger HC Elbflorenz Dresden, der heute Abend vor heimischer Kulisse gegen die SG BBM Bietigheim mit 33:28 verloren hat.

Quelle: HBW Balingen-Weilstetten

Foto: Rosenbusch

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