09.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Coburg-Trainer Gorr vor Doppelspieltag: "Die Eistonne ist obligatorisch"

Coburgs Chef-Coach Jan Gorr erklärt im Interview vor den Partien gegen Eisenach (Freitag, 19.30 Uhr) und Konstanz (Sonntag, 17 Uhr), worauf es aus trainingswissenschaftlicher Sicht vor und während eines Doppelspieltags ankommt und verrät, welche Regenerationsmaßnahmen zur Tagesordnung gehören.

Herr Gorr, worauf achten Sie bei der Trainingsgestaltung vor einem Doppelspieltag?

Jan Gorr: Unter der Woche versucht man als Trainer schon, die Trainingsinhalte so zu steuern, dass die Belastung nicht ganz so intensiv ist wie in einer Woche, die mit nur einem Spiel endet. Es gilt Substanz fürs Wochenende aufzubauen. Inhaltlich muss man Themen auswählen, die für beide Spiele zentral sind. Man sucht also nach Gemeinsamkeiten bei den Gegnern, um das Training zeitlich so effizient wie möglich zu gestalten.

Sie bereiten sich unter der Woche also auf beide Spiele gleich intensiv vor?

Gorr: Das muss man unterscheiden. Wenn ich meine Spieler mit besonderen Informationen über den Gegner versorgen muss, arbeite ich das nach und nach ab. Das heißt, dass für das zweite Spiel dann tatsächlich nur ein Tag Zeit bleibt, um die zentralen Informationen weiterzugeben.

Wie sieht der Ablauf nach dem ersten Spiel, in Ihrem Fall in Eisenach, konkret aus?

Gorr: Nach dem Spiel am Freitag geht es erst einmal um schnelle Regeneration. Die Eistonne, individuelles Stretching und Faszientraining sind obligatorisch. Dann müssen wir sehen, dass die Spieler schnell zur Ruhe kommen und schlafen können. Viel Schlaf ist an einem solchen Wochenende ein wichtiges Thema. Am nächsten Tag haben dann die Physiotherapeuten Hochkonjunktur. Und es folgt, wie gesagt, ein taktischer Ausblick auf den nächsten Tag mit Video-Analysen und unter Umständen auch einigen taktischen Trainingsinhalten, um dann am Sonntag bestmöglich vorbereitet in die zweite Runde zu gehen. Man darf den Zwischentag aber auch nicht überladen. Lieber kurz und knackig, damit man die Spieler nicht mit zu vielen Informationen überfordert.

05.11.2017 - 2. Handball-Bundesliga

Coburg unterliegt vor heimischer Kulisse gegen Hamm

Am vergangenen Samstagabend kam es zur Begegnung zwischen dem HSC 2000 Coburg und dem ASV Hamm-Westfalen. Die Oberfranken mussten jedoch ihren Heimzuschauern eine Niederlage zeigen. Damit würde ein etwaiger Aufstieg Coburgs in immer weitere Ferne rücken. Hamm steht in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga kurz vor den Vestestädtern.

Welche Gemeinsamkeiten haben Sie bei Ihren beiden kommenden Gegnern Eisenach und Konstanz ausgemacht, auf die Sie unter der Woche eingehen konnten?

Gorr: Beide Teams variieren in der Abwehr zwischen einer 6:0- und einer 5:1-Variante. Darauf konnte man sich schon gezielt vorbereiten. Unabhängig von den Gegnern ging es in dieser Woche aber vor allem darum, einige jüngere Spieler zu integrieren, die wir aufgrund von Verletzungssorgen in den Kader hinzugenommen haben. Wir haben also auch auf uns selbst geschaut und versucht, unser eigenes System weiter zu festigen.

Welche Rolle spielt die Tabellensituation des Gegners in der Spielvorbereitung? Eisenach und Konstanz stehen beide am Tabellenende.

Gorr: Man muss sich darauf einstellen, dass es sehr emotionale Spiele sein werden. Nichtsdestotrotz dürfen wir uns nicht zu sehr auf den Gegner fokussieren. Wir haben selbst gerade auch keine einfache Phase, sind mit unseren Ergebnissen nicht zufrieden. Dazu fallen aktuell sechs Stammkräfte aus. Deswegen haben wir uns in den letzten Tagen auch sehr auf uns selbst konzentriert, um in der schwierigen Situation am Wochenende Farbe bekennen zu können.

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