26.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Coburg wird seiner Favoritenrolle gerecht

Im Traditionsduell gegen den EHV Aue konnten sich die Coburger nach einer starken ersten Halbzeit und einer kämpferischen zweiten Hälfte am Ende mit 24:22 (15:9) durchsetzen. Während Coburg durch den Sieg Anschluss zur Spitzengruppe hält, verpasste es der EHV die rote Laterne in der 2. Handball-Bundesliga abzugeben.

Trainer Jan Gorr konnte zwar auf den in Hildesheim fehlenden Till Riehn zurückgreifen, musste aber immer noch auf die langzeitverletzten Jan Kulhanek, Philipp Barsties, Marko Neloski und Tom Wetzel verzichten.

Der HSC starte gut in die Partie und war gleich im ersten Angriff erfolgreich. So zog man auf 4:1 davon, konnte den Vorsprung allerdings nicht halten und Aue glich in der 14. Minute zum 5:5 aus. Nach anfänglichen Lücken in der Abwehr standen die Vestestädter in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit besser und ließen fast elf Minuten keinen Treffer zu. Auch im Angriff war das Spiel der Coburger flüssiger. Nach einem 7:0-Lauf des HSC konnten die Gäste durch einen Strafwurf von der Siebenmeterlinie in der 25. Minute ihren sechsten Treffer erzielen. Bei einem Spielstand von 15:9 ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

Die Gäste starteten frischer in die zweite Halbzeit und konnten den Rückstand schnell auf drei Tore verkürzen. Die Coburger taten sich zunehmend schwerer und der erste Treffer fiel spät durch einen von Till Riehn verwandelten Siebenmeter. Der EHV Aue kam in der 42. Minute auf 18:16 heran und Jan Gorr griff zur grünen Karte. Doch die Gäste aus dem Erzgebirge erzielten nach einem gehaltenen Siebenmeter von Oliver Krechel im Nachwurf den 18:18 Ausgleich. Zwar traf Markus Hagelin in eigener Unterzahl zum 19:18, doch kurz darauf folgte die erste Führung der Gäste in dieser Partie zum 19:20 nach einem Tempogegenstoß.

Jan Gorr nahm beim 21:22 Rückstand seine letzte Auszeit, in der er die richtigen Worte fand. So erzielte Florian Billek in der 52. Minute die 23:22 Führung für die Coburger. Die Parade von Oliver Krechel in der 58. Minute war für den HSC sehr wichtig, auch wenn Tobias Varvne auf der gegenüberliegenden Seite nur den Pfosten traf. Durch einen Schrittfehler der Gäste 50 Sekunden vor Schluss hieß es wieder Ballbesitz für Coburg. In diesem Angriff 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff konnte Tobias Varvne nur durch ein Foul gestoppt werden, das zu einem Siebenmeter führte. Florian Billek behielt die Nerven und sicherte mit seinem vierten Treffer den Coburger Heimsieg. Auch eine Auszeit zwölf Sekunden vor Schluss durch Gästetrainer Stephan Swat konnte den knappen HSC-Heimsieg nicht mehr verhindern.  

Statistiken zum Spiel

HSC 2000 Coburg: Patryk Foluszny, Oliver Krechel; Markus Hagelin (1), Lukas Wucherpfennig (1), Felix Sproß (2), Dominic Kelm, Sebastian Weber (2), Stefan Lex (8), Benedikt Kellner, Florian Billek (4/2), Jakob Knauer, Till Riehn (1/1), Tobias Varvne (2), Romas Kirveliavicius (3). Trainer: Jan Gorr

EHV Aue: Robert Wetzel, Erik Töpfer; Marcel Schäfer, Eric Meinhardt (4), Kevin Roch, Pascal Ebert, Bengt Bornhorn, Mindaugas Dumcius (3), Jan Faith, Alexander Koke (1), Jort Neuteboom (2/1), Philip Jungemann (4), Gregor Remke (3), Marc Pechstein (1). Trainer: Stephan Swat

Schiedsrichter: Pawel Fratczak / Paulo Ribeiro

Zuschauer: 2042

Foto: Rosenbusch

Quelle: HSC 2000 Coburg

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