06.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Klarer Heimsieg - TUSEM schlägt Saarlouis

Am vergangenen Freitagabend kam es zur Begegnung zwischen TUSEM Essen und der HG Saarlouis. Die Essener konnten ihrem Publikum einen klaren und deutlichen Heimsieg in der 2. Handball Bundesliga zeigen. Damit stehen die Saarländer kurz vor einem Abstiegsplatz, während die Essener sich von dieser schlechten Position etwas befreien konnten.

Die „Humba“ nach der Partie war für die rund 2200 TUSEM-Fans diesmal besonders schön. Ihre Mannschaft konnte nicht nur den lang ersehnten zweiten Saisonsieg einfahren, sondern auch eine gute Leistung zeigen und sich mächtig Frust von der Seele schaufeln. „Nach einem Sieg hat man direkt bessere Laune“, sagte Trainer Jaron Siewert kurz nach der Partie mit einem Lächeln. Und er hatte auch allen Grund dazu, denn es lief vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut für seine Mannschaft.

Mit einer stabilen Abwehr und vielen Paraden von Torhüter Sebastian Bliß war der Grundstein für den Sieg gelegt. Auf diesen baute die Mannschaft auf und es ergaben sich immer wieder Möglichkeiten, das Tempospiel aufzuziehen. Immer wenn es schnell ging, behielt der TUSEM die Nerven und spielte die Angriffe eiskalt aus. Zwar war die Begegnung in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten von vielen Fehlern und ungenauen Abschlüssen geprägt, doch spannend war es zu fast jedem Zeitpunkt. Erst im zweiten Durchgang trennte sich die Spreu vom Weizen, denn die Essener drehten auf. Dank einer aggressiven Deckung kam Saarlouis nur selten zum Abschluss und wenn es dann doch mal gefährlich wurde, hatte meist Torwart Bliß noch einen Arm oder ein Bein dazwischen.

 

Nach anfangs noch reichlich Fehlwürfen, wurden die Abschlüsse der Hausherren mit zunehmender Spielzeit immer besser und so konnten sie ihre Führung immer weiter ausbauen. Spätestens nach dem 22:15 (48.) war die Vorentscheidung gefallen, denn Saarlouis machte keine Anstalten mehr, das Ergebnis noch drehen zu wollen. Und das, obwohl die Essener teilweise lange in Unterzahl spielen mussten. Denn Dennis Szczesny sah wegen seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte und der TUSEM musste zudem noch wegen Meckerns zwei weitere Minuten in Unterzahl agieren. „Das waren ärgerliche Zeitstrafen. Ich will ein hartes Spiel, aber das war nicht im Sinne des Sports und auch nicht im Sinne des TUSEM“, ärgerte sich Trainer Jaron Siewert. Auch Jonas Ellwanger sah kurz darauf die Rote Karte, ebenfalls wegen seines dritten Vergehens. Aber die Gastgeber spielten in dieser Phase clever und brachten letztendlich die Führung souverän über die Zeit.

 

Woran durchaus auch Michael Hegemann seinen Anteil hatte. Der 40-Jährige, der eigentlich Co-Trainer beim TUSEM ist, kam zu seinem ersten Saisonspiel und wird seiner Mannschaft auch in Zukunft wieder öfter aktiv zur Verfügung stehen. „Das ist das, was man liebt. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich in den letzten Jahren auf der Platte keinen Spaß gehabt hätte. Insgesamt war es von der ganzen Mannschaft ein super Spiel“, freute sich Hegemann.

Sein Trainer(kollege) Jaron Siewert war ebenfalls zufrieden: „Ich weiß nicht, ob unsere zweite Halbzeit die beste der Saison war. Sie war aber sicher die konsequenteste. Die Abwehr, zusammen mit Blissi, war überragend. Die Jungs haben auf den Punkt gespielt und sind nicht hektisch geworden. Vielleicht war in manchen Situationen auch etwas Glück dabei, das hat sich die Mannschaft aber erarbeitet.“

Für den TUSEM steht nun wieder ein Auswärtsspiel an, am kommenden Freitag (10. November) geht es zum TV Emsdetten (19.30 Uhr, Emshalle). Aber das nächste Heimspiel lässt nicht lange auf sich warten, denn nur zwei Tage später kommt die HSG Nordhorn-Lingen in die Sporthalle „Am Hallo“ (12. November, 17 Uhr).

TUSEM Essen – HG Saarlouis 29:19 (13:11)

TUSEM: Bliß (15 Paraden), Mangold (1 Parade); Beyer (7/1), J. Ellwanger (3), Witzke, Hegemann, L. Ellwanger (1), Wöss, Szczesny (5), Kintrup, Käsler (2), Ridder (3), Müller, Seidel (2), Skroblien (4), Zechel (2).

HGS: Schulz (13 Paraden), Jonczyk; Leist (1), Kolodziej (1), Walz (3), Murawski (1), Weißgerber (5/2), Muller (1), Müller (4), Andersson, Schulz, Paetow, Polydore, Engels (3), Noll.

Siebenmeter: 6/2 – 4/2.

Zeitstrafen: 8 (Disq. Szczesny, 45. und Disq. J. Ellwanger, 48.) - 4 (Disq. Muller, 55.).

Schiedsrichter: Arndt/Koblike (Magdeburg).

Zuschauer: 2238.

Foto: Worm

Quelle: TUSEM Essen

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