02.04.2018  2. Handball-Bundesliga

TuSEM feiert Kantersieg im Derby

Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga seinen dritten Sieg in Serie eingefahren. Im Derby gegen den VfL Eintracht Hagen setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert deutlich mit 30:19 (12:8) durch. Von Beginn an waren die Hausherren den Gästen überlegen und gaben die frühe Führung zu keinem Zeitpunkt der Partie mehr aus der Hand.

Bevor die Partie gegen Hagen angepfiffen wurde, gab es in der Sporthalle „am Hallo“ eine Schweigeminute. Der TUSEM gedachte seiner verstorbenen Mitglieder Rainer Fendrich, Dirk Bracke und Alexander Bracke aus der Elektro-Rollstuhlhockey-Abteilung, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren.

Die über 2000 Zuschauer sahen im Anschluss einen optimalen Start ihrer Mannschaft. Dank einer starken Abwehr und einer guten Abschlussquote stand es nach zehn Minuten bereits 5:0. Die Hagener scheiterten immer wieder an der Essener Deckung oder an Torwart Sebastian Bliß, der ein ums andere Mal seine Hände an den Ball bekam und somit einige Gegentore verhinderte. Aus Sicht der Gäste natürlich ein denkbar schlechter Beginn des Derbys, doch allmählich steigerte sich die Eintracht. Der TUSEM gönnte sich währenddessen eine kurze Verschnaufspause und so schmolz der Vorsprung etwas dahin. Hagens Dragan Tubic verkürzte auf 7:5 (20.), was die Partie noch einmal spannend hätte machen können. Aber die Gastgeber fingen sich schnell und legten bis zur Pause nach. Allen voran die abschlussstarken Dennis Szczesny und Tom Skroblien zeigten sich für die TUSEM-Tore verantwortlich und sorgten somit für eine recht komfortable 12:8-Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste aus Hagen alles, um den Rückstand irgendwie doch noch drehen zu können. Aber der TUSEM war hellwach und ließ sich von seinem Spiel nicht abbringen. Weiterhin stellten die Essener eine starke Deckung auf die Platte und nach vorne hin konnten sie ihr Tempo ausspielen. Hagens Torwart Tobias Mahncke verhinderte Schlimmeres für die Eintracht, doch auch er konnte die Angriffskraft des TUSEM nicht vollends stoppen. Erfreulich war zudem die Rückkehr von Richard Wöss, der nach überstandener Sprunggelenks-Verletzung erstmals wieder auflaufen und sogar einen Treffer erzielen konnte. Insgesamt blieben nur wenige Chancen auf der Strecke und so wuchs der Vorsprung stetig. Spannung kam deswegen in der Schlussphase nicht auf, stattdessen durften die TUSEM-Fans immer wieder jubeln. Ihre Lieblinge spielten bis zur Schlusssirene munter weiter und sorgten für spektakuläre Tore. Auch Sebastian Bliß belohnte sich für seine starke Leistung im Tor (16 Paraden) mit einem eigenen Treffer. Tom Skroblien traf satte 13 Mal und hatte auch entscheidenden Anteil daran, dass die Essener am Ende als verdiente Sieger vom Feld gehen durften. Die anschließende „Humba“ mit den Fans fiel nach dem Derbysieg natürlich umso größer aus.

„Erst einmal muss ich mich bei den Fans bedanken, die uns so zahlreich unterstützt haben. Die Kulisse hat uns getragen. Wir sind super ins Spiel gekommen. Auch diesmal haben wir gesagt, dass wir den Grundstein in der Abwehr legen wollen. Das ist uns auch ganz gut gelungen. In der zweiten Halbzeit wollten wir weiter Gas geben und man hat gemerkt, dass die Mannschaft den Ausfall von Linkshänder Christoph Reißky gut kompensiert hat. Jeder ist in die Bresche gesprungen und ich denke, dass wir über weite Strecken des Spiels unser Spiel durchgezogen haben: Schneller Handball, aggressive Abwehr und variables Angriffsspiel. Wir sind sehr glücklich, dass das Spiel so für uns ausgegangen ist. Daran wollen wir anknüpfen“, freute sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach dem Sieg.

Der TUSEM hat nun in der Liga erst einmal Pause, ehe am 14. April das Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis auf dem Plan steht (Anwurf 19.30 Uhr).

Statistiken zum Spiel

TUSEM Essen – VfL Eintracht Hagen 30:19 (12:8)

TUSEM: Bliß (1), Borchert; Beyer, J.Ellwanger (2), Witzke (2), Hegemann, L.Ellwanger, Roosna, Wöss (1), Szczesny (7), Käsler (1), Müller, Skroblien (13/6), Zechel (4).

Hagen: Mahncke, Jerkovic; Kress (3), Tubic (3), Pröhl (2), Schneider, Fauteck (3), Konitz, König, Saborowski (1), Bergner, Waldhof, Bornemann (2), Mestrum (3/1), van Boenigk (2).

Siebenmeter: 6/6 – 3/1.

Zeitstrafen: 4 – 2.

Schiedsrichter: Linker/Schmidt.

Zuschauer: 2107.

Quelle: TuSEM Essen

Foto: Worm

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