03.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Zittersieg verschafft Luft im Abstiegskampf - Hagen schlägt Konstanz

Einen sehr wichtigen Sieg konnten die Handballer des VfL Eintracht Hagen bei der HSG Konstanz verbuchen. Dank des hauchdünnen Erfolges in den letzten Sekunden der Partie, schob sich die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt erstmals auf einen Platz oberhalb der Abstiegsränge – und setzte damit eine beeindruckende Serie fort: 10:8 Punkte sammelten die Grün-Gelben zuletzt, feierten nun erstmals zwei Siege in Serie in dieser Spielzeit in der 2. Bundesliga.

In der Anfangsphase gab die Mannschaft vom Bodensee vor heimischer Kulisse klar den Ton an. Mehrfach führte die HSG mit zwei Treffern, ehe die Hagener beim 6:6 (14.) ausglichen. Doch wer nun an eine komplette Wende dachte, sollte sich getäuscht sehen. Bis auf 10:7 (18.) und 12:8 (21.) zogen die Gastgeber davon, beim 14:9 des achtfachen Torschützen Mathias Riedel betrug der Vorsprung sogar fünf Treffer. Doch angetrieben vom Matchwinner der Vorwoche, Bartosz Konitz, arbeiteten sich die Gäste noch bis zum Pausentee auf einen Treffer heran.

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren erneut vor, ehe der Eintracht beim 16:16 von Sören Kress wieder der Ausgleich gelang (34.). Doch in den nachfolgenden zehn Minuten legte wieder Konstanz vor, führte beim 24:21 erneut mit drei Treffern (44.). Angeführt von Kapitän Sebastian Schneider kam der VfL zurück, glich auf 24:24 aus. Jan von Boenigk gelang beim 26:26 erneut ein Treffer zum Remis, ehe Schneider auf 27:26 vorlegte. Dann ging es nur noch Hin und Her. Riedel sorgte beim 28:27 für einen neuerlichen Führungswechsel. In den Schlusssekunden riss Spielmacher Sören Kress das Geschehen an sich, erzielte erst den Treffer zum 29:28, ehe ihm fünf Sekunden vor dem Ende aus der Distanz – wenn auch abgefälscht – der viel umjubelte Treffer zum Sieg gelang.

„Es war wichtig, dass wir so ein Spiel jetzt auch einmal für uns entschieden haben. Fast noch wichtiger war aber, dass wir bei jedem Spielstand an uns geglaubt haben. Wir haben uns das Glück erkämpft, der größere Wille hat entschieden“, bilanzierte Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff. Ein Extralob verteilte der Übungsleiter an Routinier Pavel Prokopec, der anstelle von Tilman Pröhl ins Abwehrzentrum rückte. „Er hatte eine wichtige Funktion, war der Stabilisator in der Abwehr neben Dominik Waldhof“, freute sich der Ostwestfale über das gelungene Comeback seines Co-Trainers. Außerdem verdienten sich Konitz, Schneider und Torhüter Tobias Mahncke – Letztgenannter in der Schlussphase mit drei überragenden Paraden – Bestnoten.

Quelle: VfL Eintracht Hagen

Foto: Pisa

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