09.09.2017  2. Handball-Bundesliga

2. Handball-Bundesliga am Samstag - acht Spiele im Überblick

Ganze acht Partien stehen am Samstag auf dem Spielplan der 2. Handball-Bundesliga. Am dritten Spieltag wollen die noch ungeschlagenen Teams ihre (Mini-) Serie ausbauen - für Teams wie dem TUSEM Essen oder den EHV Aue geht es darum, endlich erste Zähler einzusammeln. Wir haben alle Infos zu den Spielen des Tages zusammengefasst.

17:00 Uhr: EHV Aue vs. HG Saarlouis

Zwei Spiele, zwei klare Niederlagen, null Punkte - der EHV Aue und die HG Saarlouis sind denkbar schlecht in die Saison der 2. Handball-Bundesliga gestartet. Die Bedeutung des Duells der zwei noch sieglosen Teams ist somit jedem bewusst. Es gilt einen ersten Befreiungsschlag zu setzen. In Aue baut man selbstredend auch auf den Heimvorteil, in heimischer Halle sollen so zum ersten Mal in dieser Saison Punkte geholt werden. Die HG Saarlouis konnte bisher zwar noch nicht an den Sensationserfolg im DHB-Pokal anschließen, als man die haushohen Favoriten des VfL Gummersbach aus dem Wettbewerb warf - an einem guten Tag ist die HG allerdings auf keinen Fall ein ein dankbarer Gegner. So weiß Aue-Manager Rüdiger Jurke, dass ein Sieg gegen die HG Saarlouis sicher kein Selbstläufer wird: „Es wird schwer genug, gegen Saarlouis zu punkten. Dazu brauchen wir eine volle Halle, viele Fans, die die Mannschaft unterstützen.“

19:00 Uhr: Bergischer HC vs. Dessau-Roßlauer HV 06

Die Bergischen Löwen treten am Samstag zum ersten Heimspiel der Saison in Solingen an und wollen gegen den Dessau-Rosslauer HV 06 mit zwei Punkten dem eigenen Anspruch und Favoritenstatus gerecht werden. BHC-Coach Sebastian Hinze warnt allerdings vor dem kommenden Gegner: „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die durchaus unangenehm sein kann – sie haben eine Mischung aus jungen und erfahrenen tschechischen Spielern, gepaart mit Spielern, die die Magdeburger Schule genossen, dort aber nicht den Sprung nicht in die erste Mannschaft geschafft haben.“ Dennoch geht der Bergische HC als klarer Favorit in das Spiel gegen den DRHV. 

Die Gäste freuen sich hingegen auf "das einfachste Spiel der Saison" - denn gegen den haushohen Favoriten hat Dessau schließlich nichts zu verlieren. Ohne Druck wollen die Gäste also versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern und solange wie möglich mit dem BHC mitzuhalten. Sollten sie dabei die Chance haben, etwas Zählbares aus Solingen mitzunehmen, werden sie alles daran setzen diese zu nutzen. 

 

Alle Spiele des Tages in der Übersicht

09.09. 17:00 Uhr EHV Aue : HG Saarlouis -:-
09.09. 19:00 Uhr Bergischer HC : Dessau-Rosslauer HV 06 -:-
09.09. 19:00 Uhr HBW Balingen-Weilstetten : HC Rhein Vikings -:-
09.09. 19:00 Uhr VfL Lübeck-Schwartau : HC Elbflorenz 2006 -:-
09.09. 19:30 Uhr DJK Rimpar Wölfe : ASV Hamm-Westfalen -:-
09.09. 19:30 Uhr HSG Nordhorn-Lingen : VfL Eintracht Hagen -:-
09.09. 19:30 Uhr Wilhelmshavener HV : HSC 2000 Coburg -:-
09.09. 20:00 Uhr HSG Konstanz : Eintracht Hildesheim -:-

19:00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten vs. HC Rhein Vikings

Mit einem Blick auf die letzten zwei Begegnungen und der Tabelle könnte HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson eigentlich rundum zufrieden sein. Zwei Spiele, vier Punkte und dank konsequenter Torausbeute Tabellenführer im Unterhaus der DKB Handball-Bundesliga. Doch im Spiel gegen die Aufsteiger des VfL Eintracht Hagen luden die Balinger den Gegner häufig zu einfachen Toren ein und baute ihn so immer wieder auf. Gegen den HC Rhein Vikings soll das nicht wieder passieren. Der Underdog aus Düsseldorf will gegen den großen Favoriten über den Kampf ins Spiel kommen: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und müssen – vor allem von der Aggressivität her – eine ähnliche Defensivleistung bringen wie zuletzt gegen Konstanz“, meinte Vikings-Coach Ceven Klatt vor dem Spiel und fügt hinzu: „Wir wollen gegen Balingen unser Spiel weiterentwickeln und die Abläufe weiter einspielen. Wir werden alles versuchen und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt.“ Alles andere als ein klarer Sieg der hochfavorisierten Balinger wäre auf jeden Fall eine echte Überraschung - doch schon in der noch jungen Saison gab es davon ja bereits reichlich. 

19:00 Uhr: VfL Lübeck-Schwartau vs. HC Elbflorenz 2006

Nach einer knappen Auftaktniederlage beim Bergischen HC konnten die Aufsteiger des HC Elbflorenz am vergangenen Spieltag den ersten Punkt der Saison einfahren. Gegen den Wilhelmshavener HV spielte der HC streckenweise einen starken Handball und erreichte am Ende ein 27:27. Der nächste Gegner im Auftaktprogramm der Dresdner ist nun der VfL Lübeck-Schwartau. Die Schleswig-Holsteiner standen am Ende der vergangenen Saison auf dem sechsten Tabellenplatz und gelten als eines der heimstärksten Teams der Liga. HC-Coach Christian Pöhler spricht von einem der "schwersten Auswärtsspiele der Saison" - so holte der VfL in der letzten Saison beeindruckende 29 von 38 möglichen Punkten in der Lübecker Hansehalle, dabei verlor man lediglich viermal. "Die Halle kann zum Hexenkessel werden, wenn man sie lässt", fügt der HC-Coach schmunzelnd hinzu. Mit 4:0 Punkten sind die Gastgeber perfekt in die Saison gestartet. Einem für viele überraschenden Auftaktsieg gegen den HSC 2000 Coburg folgte ein knapper 29:28 Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht des TUSEM Essen. Ob die Schwartauer Fans auch im dritten Spiel ein Krimi erwartet? 

19:30 Uhr: DJK Rimpar Wölfe vs. ASV Hamm-Westfalen

Sowohl die Rimparer Wölfe als auch der ASV Hamm-Westfalen sind perfekt in die Saison gestartet. Rimpar gewann die Auftaktpartie bei der HG Saarlouis mit 26:22, der ASV bezwang bereits die HSG Konstanz sowie den EHV Aue. Im Aufeinandertreffen der ungeschlagenen Mannschaften wird am Samstag also ein erster Fingerzeig gegeben, in welche Richtung die Saison gehen soll. Im direkten Vergleich liegen beide Mannschaften bisher gleichauf, von den acht Partien gewannen beide vier. Dass die Gäste sich durchaus Chancen beim Vorjahres-Vierten ausrechnen, stellte ASV-Coach Rothenpieler direkt klar:  „Wir fahren nach Rimpar, um dort etwas mitzunehmen. Natürlich ist das ein Gegner mit Qualität, keine Frage. Aber wir haben allen Grund, mit Selbstvertrauen nach Rimpar zu fahren. Wir müssen an die guten Leistungen der ersten beiden Spiele anknüpfen. Und wenn wir ein gutes Spiel machen, könne wir auch dieses Spiel gewinnen.“ Eine echte Kampfansage an die Rimparer Wölfe - die ihr Revier aber sicher mit allen Mitteln zu verteidigen wissen. Es ist also alles bereitet für eine spannende Partie.

19:30 Uhr: HSG Nordhorn-Lingen vs. VfL Eintracht Hagen

Auf dem Papier eine klare Sache. Das würde man vor dem Aufeinandertreffen der HSG Nordhorn-Lingen und dem VfL Eintracht Hagen wohl meinen. Die Nordhorner sind optimal in die Saison gestartet, sind nach Siegen gegen Saarlouis und in Eisenach weiter ungeschlagen und haben am Samstag zusätzlich den Heimvorteil auf ihrer Seite. Der Aufsteiger VfL Eintracht Hagen steht hingegen mit 0:4 Punkten und einer Tordifferenz von -13 nach zwei Spieltagen am Tabellenende der 2. Handball-Bundesliga. Doch Spiele werden bekanntlich nicht auf dem Papier entschieden, sondern auf dem Parkett. Die HSG Nordhorn-Lingen wird im Euregium deswegen von Anfang an hellwach zu Werke gehen müssen, um dem Gegner aus Hagen auch nicht die kleinste Möglichkeit zu lassen, in Spielfluß zu kommen. Sollte das gelingen, dürfte dem dritten Sieg im dritten Spiel nichts im Wege stehen. Gelingt das nicht, erwartet die Zuschauer sicherlich ein brandheißer Fight um die zwei Punkte.

19:30 Uhr: Wilhelmshavener HV vs. HSC 2000 Coburg

Der HSC 2000 Coburg geht ins Spiel beim Wilhelmshavener HV sicher als klarer Favorit in die Partie. Der WHV steht mit einem Punktekonto von 1:3 im hinteren Feld der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga und kam am letzten Spieltag nicht über ein 27:27 beim Aufsteiger HC Elbflorenz hinaus. Aber auch die als Aufstiegsfavoriten gehandelten Coburger starteten nicht optimal in die Saison. Um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht schon frühzeitig zu verlieren dürfen sich die Coburger nach der Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau in nächster Zeit keinen weiteren Ausrutscher leisten. So kommt alles andere als ein Sieg für die Franken nicht in Frage. Der WHV kann deswegen befreit aufspielen - der Druck liegt auf jeden Fall bei den Gästen.

20:00 Uhr: HSG Konstanz vs. Eintracht Hildesheim

672 Kilometer. Soviel Strecke müssen die Gäste aus Hildesheim vor dem Spiel bei der HSG Konstanz zurücklegen. Die längste Auswärtsfahrt der Geschichte bringt einiges an organisatorischem Aufwand mit sich, denn nach einer langen Busfahrt sind die Beine schwer, sodass die Hildesheimer vorsichtshalber in Etappen anreisen werden. Nach so einer weiten Fahrt wird es nicht leicht, in der erfahrungsgemäß kochenden Schänzle-Sporthalle in Konstanz zu bestehen. Dennoch mahnt Eintracht-Kapitän Robin John: „Wir dürfen uns von der langen Fahrt und der Stimmung in Konstanz nicht beeindrucken lassen.“ Zudem konnte die HSG Konstanz in der bisherigen Verlauf noch nichts Zählbares einsammeln, zuletzt verloren die Konstanzer beim Aufsteiger HC Rhein Vikings bitter mit 23:24. Das heißt aber natürlich auch, dass die HSG nur umso erbitterter um die ersten Punkte kämpfen wird. Ein echter Favorit ist vor der Partie also wohl nicht wirklich festzumachen. 

 

Foto: Rosenbusch

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