11.03.2018  2. Handball-Bundesliga

26. Spieltag – Teil 2: Die Jagd nach Punkten ist wieder eröffnet

Die zweite Hälfte des 26. Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga beginnt am Sonntag um 17:00 Uhr. In sechs Duellen geht es wieder um wichtige Punkte. Highlight des Tages: Das Spitzenspiel zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem VfL Lübeck-Schwartau.

17:00 Uhr: ASV Hamm-Westfalen – VfL Lübeck-Schwartau

Es ist das Topspiel des 26. Spieltages: Der Tabellendritte Hamm-Westfalen empfängt den Tabellenvierten VfL Lübeck-Schwartau. Diesen dritten Tabellenplatz erkämpfte sich der ASV mit seiner furiosen Leistung am vergangenen Wochenende. Die Westfalen spielten gegen den unangefochtenen Tabellenführer BHC bärenstark und ergatterten zwei Punkte. Damit kommt es zwischen den beiden Teams auch zum Duell der einzigen Mannschaften, die bislang den BHC schlagen konnten. Doch während es beim ASV momentan nicht besser laufen könnte, muss Lübeck weiter nach seiner Topform suchen. Zwei sieglose Spiele in Folge, dämpften die Aufstiegshoffnungen der Hansestädter. Torwart Dennis Klockmann, der im Hinspiel mit seinen Paraden noch zum Matchwinner avancierte, sieht trotzdem gute Chancen für sein Team: „Unsere Abwehr ist unsere größte Stärke. Mit einer stabilen Abwehr können wir jeden Gegner schlagen.“ Auch die Rolle als vermeintlicher Außenseiter nimmt Klockmann gelassen hin: „Wir sind dort mal nicht der Favorit, das wird unserem Spiel gut tun. Wir können dort befreit aufspielen.“ Das Selbstvertrauen aus zwölf ungeschlagenen Partien in Folge hat der ASV Hamm-Westfalen im Rücken. Daher warnt auch Gäste-Trainer Torge Greve eindringlich vor dem Team von Kay Rothenpieler: „Hamm ist eine physisch starke, eine kampfstarke Mannschaft. Für mich ist der ASV momentan hinter dem BHC die stärkste Mannschaft der Liga. Sie spielen mittlerweile sehr konstant und haben einen extrem guten Kader. Es ist schön, dass wir in diesem Spiel mal nicht der Favorit sind.“ Personell können beide Trainer aus dem Vollen schöpfen. Alle Fans können sich daher auf ein hochklassiges und spannendes Zweitliga-Spiel in der Hammer Westpress Arena freuen.

17:00 Uhr: DJK Rimpar Wölfe- TV Emsdetten

Nur ein Punkt trennt die beiden Kontrahenten vom TV Emsdetten und dem DJK Rimpar Wölfe. Die Wölfe liegen derzeit in der Tabelle mit 31:9 Punkten auf dem sechsten Rang und kämpfen um den Anschluss an die Plätze drei bis fünf. Der TVE rangiert auf dem achten Platz und könnte mit einem Sieg den schon sechs Punkte betragenden Vorsprung auf die Verfolgerteams weiter ausbauen. Unter der Woche mussten die Verantwortlichen des TVE aber einen personellen Rückschlag hinnehmen: Jasper Adams möchte sich in Zukunft mehr seinem zweiten Standbein widmen und verlässt den Verein in Richtung Limburg. Er selbst zeigte sich nach dem Entschluss ebenfalls wehmütig: „Es war keine Entscheidung gegen den TV Emsdetten. Ich habe hier vier tolle Jahre verbracht und möchte nun meinen beruflichen Fokus erweitern. Ich bleibe dem Handball aber in meiner Heimat, bei den Limburg LIONS erhalten. Ich bedanke mich bei allen, die mich hier in Emsdetten begleitet haben.“ Im den kommenden Spielen möchte der zwei Meter große Rückraumspieler mit seiner Mannschaft noch so viele Siege wie möglich feiern. Gestartet werden soll damit am Sonntag gegen die Rimparer Wölfe.

 

17:00 Uhr: HC Elbflorenz 2006 – TuSEM Essen

Das Jahr 2018 startete für den TuSEM Essen so vielversprechend. Doch seit einigen Spieltagen ist der Motor der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet ein wenig ins Stocken geraten. Dennoch steht ein solider zwölfter Platz und gute Leistungen gegen die Spitzenteams der Liga auf der Habenseite der Essener. Coach Jaron Siewert ist deswegen zuversichtlich sein Gastspiel in Dresden gegen den HC Elbflorenz erfolgreich bestreiten zu können: "Die Woche war gut, da wir ein paar Tage Zeit hatten, um im Training wirklich nur auf uns zu schauen. Auch wenn wir gegen den Bergischen HC und HSC 2000 Coburg nicht gepunktet haben, ist eine positive Entwicklung in unserem Spiel deutlich erkennbar. Den Schwung aus diesen Fortschritten wollen wir am Sonntag für die Partie in Dresden mitnehmen. Ich erwarte ein echtes Kampfspiel, da beide Mannschaften in der Tabelle nah beieinanderstehen und sich mit einem Sieg zum unteren Tabellenbereich etwas Luft verschaffen können.“

Der HC Elbflorenz liegt auf Platz 15 der Tabelle und hat auf Essen gerade einmal einen Zähler Rückstand. Fünf Punkte aus den letzten vier Spielen brachten die Dresdner in diese für den Aufsteiger sehr gute Position. Auf den Lorbeeren der vergangenen Spieltage will sich HCE-Trainer Christion Pöhler keineswegs ausruhen und warnt eindringlich vor dem Gegner: „Wir lassen uns von den Ergebnissen der Essener nicht täuschen. Der TuSEM hatte ein ähnliches Programm wie wir und dies dabei meist ordentlich gemacht. Wir erwarten ein Spiel auf dem Niveau wie gegen Bad Schwartau oder Balingen. Wir vertrauen aber auf unsere Heimstärke. Wir freuen uns wieder auf ein stimmungsvolles Heimspiel und wollen im Flow der letzten Spiele bleiben. Wir sind bereit, mit drei Siegen in Folge wieder etwas Historisches für unseren jungen Verein zu schaffen.“ Fakt ist: Das Team, das das Spiel für sich entscheidet, verschafft sich ein gutes Polster im „Hauen und Stechen“ um den Klassenerhalt.

17:00 Uhr: HSG Nordhorn-Lingen – HSG Konstanz

Der Lauf, den die Gäste der HSG Konstanz haben, ist wirklich beeindruckend. Noch vor wenigen Wochen stand das Team mit dem Rücken zur Wand und schon mit einem Bein in der Dritten Liga. Doch seit dem Jahreswechsel sammelte die HSG acht Punkte gegen den Abstieg und arbeitete sich damit auf den 17. Tabellenplatz vor. Nur ein Punkt fehlt jetzt noch bis zum vorläufigen Verlassen des Abstiegsplatzes. Der soll gegen die HSG Nordhorn-Lingen eingesammelt werden. Doch der Trainer der HSG Konstanz, Daniel Eblen weiß wie schwer es ist in Nordhorn zu bestehen. Präsent ist noch immer die deutliche 17:32-Niederlage aus der vergangenen Saison, wo Konstanz nicht den Hauch einer Chance gegen die Spielgemeinschaft aus Nordhorn und Lingen hatte. Am Sonntag soll das besser werden. Aufbauend auf einer soliden Abwehr, einem gut aufgelegten Konstantin Poltrum im Tor und einem sicheren Angriff will Konstanz nach den Punkten greifen: „Wenn wir spielen, was wir können und wir unser eigenes Spiel durchbringen – auch wenn wir wissen, wie extrem schwer das wird – können wir Nordhorn vielleicht ein wenig ärgern. Und dann sehen wir, was passiert.“, blickt Trainer Eblen zuversichtlich auf die Partie.

17:00 Uhr: Dessau-Rosslauer HV 06 – HC Rhein Vikings

Biber gegen Wikinger: So lautet das Duell am Sonntag, wenn der Dessau-Rosslauer HV die Rhein Vikings aus Düsseldorf begrüßt. Für die Gastgeber aus Dessau ein echter Härtetest. Die Aufgabe für die Spieler von Trainer Uwe Jungandreas ist klar: Die Punkte gegen den Aufsteiger müssen in eigener Halle bleiben, um die Negativserie der letzten sechs Niederlagen in Folge endlich zu stoppen. Dessaus Torhüter Philipp Ambrosius weiß worauf sein Team Acht geben muss, um das Ziel zu erreichen: „Die Rhein Vikings sind dieses Jahr in die 2. Handball-Bundesliga aufgestiegen. Sie haben trotzdem eine Menge erfahrener Spieler in ihren Reihen, wie Alexander Oelze, Daniel Pankofer und den Bundesliga-Erfahrenen Rückraumspieler Miladin Kozlina. Ansonsten lassen sich die Düsseldorfer schwer einschätzen, was man auch an ihren Spielergebnissen erkennen kann." Das Hinspiel verlief denkbar knapp. Zur Halbzeit stand es noch unentschieden, am Ende konnte sich der DRHV dann mit 29:30 durchsetzen. Vikings-Trainer Ceven Klatt hat diese ärgerliche Pleite noch gut im Gedächtnis: „Dieses Spiel hätten wir damals nicht verlieren müssen. Daher ist es auch nicht ganz aus meinem Kopf verschwunden.“ Dieses Mal soll es besser werden. Doch noch immer plagen die Düsseldorfer große Verletzungssorgen: „Wir müssen immer noch zusehen, wie wir aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle mit kleinem Kader auskommen“, kann Klatt noch lange nicht auf sein komplettes Team zurückgreifen.

 

17:00 Uhr: Eintracht Hildesheim – SG BBM Bietigheim

 „Wenn wir in Hildesheim etwas holen wollen, müssen wir bereit sein, unsere maximale Leistung an den Tag zu legen“, weiß Bietigheims Trainer Hartmut Mayerhoffer, dass das Auswärtsspiel beim Aufsteiger kein Selbstläufer werden wird. Zwar präsentieren sich seine Männer in dieser Saison auch in fremden Hallen meistens stark und stehen damit auf dem zweiten Tabellenplatz, der momentan zum Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga berechtigen würde, doch Hildesheim ärgerte in der Vergangenheit schon öfter die vermeintlichen Favoriten. Besonders das 25:25-Unentschieden gegen den VfL Lübeck-Schwartau sorgte für Aufsehen und gab den Männern um Kapitän Robin John eine große Portion Selbstvertrauen. Gerade das Hildesheimer Angriffstrio Savvas Savvas, Robin John und Nikolaos Tzoufras stellt die gegnerischen Defensiven vor große Herausforderung. Bietigheims Trainer Mayerhoffer will deren Kreise einschränken und keine einfachen Tore zulassen. Dann soll die Serie von neun Siegen aus den letzten zehn Spielen ausgebaut werden. Ein kleines Polster wäre angesichts der schweren Aufgaben in den nächsten Wochen sicher nicht verkehrt“, weiß Mayerhoffer das bald das Duell mit dem so stark aufspielenden ASV Hamm-Westfalen ansteht, der nur drei Punkte Rückstand auf die SG BBM hat. Die personellen Voraussetzungen sind für beide Teams vor dem Spiel gut: Hildesheim kann mit der Rückkehr der zuletzt grippegeschwächten Radek Dolezel und Chris Meiser rechnen. Bietigheim muss zwar auf das Trio Gerdas Babarskas, Panagiotis Erifopoulos und Nikola Vlahovic verzichten, kann sonst aber mit voller Bank nach Hildesheim reisen.

Foto: Wort & Lichtbild

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