02.06.2018  2. Handball-Bundesliga

Ein letztes Mal: Die 2. Handball-Bundesliga verabschiedet sich in die Sommerpause

Der letzte Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga steht an. Der Bergische HC und die SG BBM Bietigheim, die zwei Aufsteiger in die DKB Handball-Bundesliga, beenden die Saison an diesem Samstagabend jeweils mit einem Heimspiel und können am Ende einer erfolgreichen Saison nochmals mit ihren Fans feiern. In Eisenach wird die Stimmung jedoch getrübt sein. Mit der HG Saarlouis hat auch der Kontrahent des ThSV nichts zu feiern. Beide Vereine müssen den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten.

ThSV Eisenach vs. HG Saarlouis

Trauerstimmung in Eisenach. Sowohl der ThSV Eisenach, als auch die HG Saarlouis werden das Ende der Saison womöglich herbeisehnen, stand die Saison der beiden Vereine doch im Zeichen des Abstiegs. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte muss Eisenach den bitteren Gang in die Dritte Liga antreten. Das Ziel ist klar: der direkte Wiederaufstieg soll folgen. 

Ob das für die HG Saarlouis auch möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Ganze zehn Spieler verlassen den Verein nach der Saison. Neun Jahre lang spielten die Saarländer in der 2. Handball-Bundesliga. Mit nur sechs Saisonsiegen stand der Abstieg relativ früh fest. Dennoch wollen sich beide Teams mit einem Erfolgserlebnis aus der 2. Handball-Bundesliga verabschieden und so schnell wie möglich wiederkommen.

Bergischer HC vs. HSC 2000 Coburg

Bereits unmittelbar vor dem Anpfiff findet die erste Ehrung des Abends statt, denn Linus Arnesson ist von den Trainern und Managern der Zweitligateams zum „Spieler der Saison“ in der 2. Handball-Bundesliga gewählt worden. Die Ehrung des schwedischen Nationalspielers mit der enormen Sprungkraft nehmen HBL-Präsident Uwe Schwenker und Geschäftsführer Frank Bohmann ebenso vor, wie die offizielle Übergabe der Meisterschale gleich nach dem Abpfiff des letzten Saisonspiels gegen den HSC 2000 Coburg.

„Ein guter Rahmen und ein guter Gegner für einen Saisonabschluss“, findet BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze, der davon ausgeht, dass sich auch die Oberfranken noch einmal zeigen und mit einer ansprechenden Leistung in die Sommerpause verabschieden wollen. Zumal der Tabellenvierte das Hinspiel kurz vor dem Weihnachtsfest 2017 auf eigener Platte mit 22:29 gegen die Bergischen Löwen verlor. Aber den guten Eindruck wollen auch die Bergischen rund um ihren Ehrentag vor heimischer Kulisse hinterlassen und einer „mehr als überragenden Saison“, mit nur drei Niederlagen abschließend die Krone aufzusetzen. „Dementsprechend gehen wir es wie immer an – und bei sechs Minuspunkten soll es bleiben“, so Hinze.

Quelle: Bergischer HC

SG BBM Bietigheim vs. HBW Balingen-Weilstetten

Seit dem viertletzten Spieltag ist die SG BBM Bietigheim um Kapitän Patrick Rentschler von niemandem mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Balingen-Weilstetten hat nach einem sehr guten Saisonfinale mit einem Sieg im Fernduell mit Coburg immerhin noch Chancen auf Platz 4 in der Abschlusstabelle – weit weg allerdings vom ursprünglichen Saisonziel, dem sofortigen Wiederaufstieg. Aber es ist Derbytime in der EgeTrans Arena. „Balingen- Weilstetten will solche Derbys immer gewinnen“, sagt Robin Haller, der als einer von drei Spielern in den Reihen der SG BBM mit HBW-Vergangenheit die Motivation der „Gallier von der Alb“ einschätzen kann.

Der 23:24-Hinspielerfolg der SG BBM in der Balinger Sparkassenarena kurz vor Weihnachten war einer der Meilensteine, die bei der SG BBM den Glauben an den Aufstieg wachsen und gedeihen ließen. Damals bei Saisonhalbzeit rangierten die Bietigheimer schon auf dem zweiten Tabellenplatz. „Wir freuen uns auf dieses Spiel und auf diesen Abschluss mit unseren Fans“; sagt Hartmut Mayerhoffer. „Gleichzeitig sind wir natürlich auch froh, dass die Saison nun zu Ende geht. Wie die Spieler als Mannschaft funktioniert und sich in der Rückrunde häufig genug auch angeschlagen in den Dienst der Mannschaft gestellt haben, kann man nicht hoch genug anrechnen. Es zeigt, wie sehr die Mannschaft diesen Aufstieg gewollt hat“, fügt der Trainer der SG BBM an.

Quelle: SG BBM Bietigheim

DJK Rimpar Wölfe vs. Eintracht Hildesheim

Nicht viele haben nach dem letztjährigen Höhenflug wirklich daran geglaubt, dass es den DJK Rimpar Wölfen noch einmal gelingen sollte, so nachhaltig oben mitzumischen. Doch zwei glänzende Auftritte gegen den unbestrittenen Überflieger BHC, drei Punkte gegen den zweiten Aufsteiger Bietigheim, alle Punkte gegen den Dritten, das zeigt genau die Qualität, die man sich über fünf Jahre Zweitliga-Zugehörigkeit hat hart erarbeiten können. Nun werden sich die Hildesheimer, wenn auch im nächsten Jahr wieder drittklassig, mit Anstand aus der Saison verabschieden wollen, denn das, was sie in der Zweiten Liga gezeigt haben, war dieser Klasse auf jeden Fall würdig. Ein Heimsieg gegen Erstligaabsteiger Coburg, das Unentschieden in Lübeck und der jüngste Auswärtssieg beim Rimpar-Bezwinger Eisenach sollen stellvertretend für die Qualität der Truppe von Trainer Gerald Oberbeck genannt sein. Dazu verfügt sie mit dem griechischen Rückraumspieler Savvas Savvas über den besten Torschützen der Zweiten Liga. Auch der wird sich, nachdem sein Wechsel zum Erstligisten GWD Minden feststeht, noch einmal gebührend aus Hildesheim verabschieden wollen.

Quelle: DJK Rimpar Wölfe

HSG Nordhorn-Lingen vs. ASV Hamm-Westfalen

„Das letzte Heimspiel ist immer etwas ganz Besonderes“, weiß Nordhorns Trainer Heiner Bültmann. Dass sein Team sich mit einem Sieg aus der Saison verabschieden will, ist klar. Nicht nur, um die Stimmung bei der folgenden Party mit den Fans zu heben. Neben der Ehrung von Torwart Björn Buhrmester zum besten Zweitliga-Torhüter der aktuellen Saison durch Handball-Legende Andreas Thiel, stehen beim Zwei-Städte-Team Verabschiedungen auf dem Programm: Torwart Fabian Kaleun legt eine Handballpause ein, Talent Yannick Fraatz schließt sich dem Bundesligaaufsteiger Bergischer HC an und der 38-jährige Routinier Frank Schumann beendet seine Karriere.

Die stärkste Phase der Saison hatte Hamm rund um die Winterpause. Da blieben die Westfalen zwölf Spiele ohne Niederlage, setzten sich sogar beim souveränen Meister Bergischer HC durch. Jetzt belegt der ASV, der bei der Heimspielniederlage gegen Eisenach sieben Spieler verabschiedete, Rang sechs. Die HSG will an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Da sammelte sie 7:1 Punkte. Auch beim 27:27 in der Hinrunde wusste sie zu überzeugen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 

EHV Aue vs. VfL Eintracht Hagen

Es ist geschafft – 27 Jahre 2. Handballbundesliga und nun steht noch das letzte Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen an. Die Erzgebirger wollen ihr letztes Heimspiel natürlich siegreich gestalten und könnten sich so eventuell noch um einen Platz verbessern. Dass dies nicht einfach wird, zeigen das letzten Ergebniss der Hagener, die immerhin gegen den Tabellensiebenden, die Rimpar Wölfe mit 23:22 gewannen. Marc Pechstein (Fußverletzung) und Gregor Remke (Einsatz für die DHfK) werden allerdings nicht mit dabei sein.

Quelle: EHV Aue

VfL Lübeck-Schwartau vs. HC Rhein Vikings

Das letzte Spiel der Saison wird für den VfL Lübeck-Schwartau noch einmal ein ganz besonderes. Auch am 38. Spieltag haben Torge Greve und sein Team noch immer ein klares Ziel vor Augen: Platz drei soll mit einem Sieg gegen den HC Rhein Vikings gesichert werden. „Es ist toll, dass es im letzten Spiel noch um etwas geht. Wir wollen die Saison mit dem dritten Platz krönen. Ich freue mich auf eine spannende Partie“, so der VfL-Coach.

Mit dem HC Rhein Vikings kommt ein Aufsteiger in die Hansehalle, der sich mit einer starken ersten Saison schnell in der 2. Liga etabliert hat. Mit 31:43 Punkten stehen die Vikings auf einem soliden 13. Platz. „Sie haben als Aufsteiger wirklich eine gute Saison gespielt und haben eine richtig starke Truppe“, weiß Torge Greve. „Das wird noch einmal eine richtig schwere Aufgabe, auf die wir uns dementsprechend auch vorbereitet haben.“ Einen Gegner, der zum Kurzurlaub an die Ostsee kommt, erwartet Greve nicht. „Die werden sicherlich nicht Spalier stehen und uns ein schönes letztes Heimspiel schenken.“

Quelle: VfL Lübeck-Schwartau

TV Emsdetten vs. HC Elbflorenz 2006

Der Akku der Spieler zeigt bei beiden Teams schon länger auf dunkelrot. Alle freuen sich auf die verdiente Pause und ein paar Tage Erholung. Jedem ist diese Auszeit gegönnt. Doch bevor es soweit ist, werden die letzten Kräfte mobilisiert und 60 Minuten pure Emotionen und Leidenschaft abgefeuert.

Natürlich steht der sportliche Wettkampf im Vordergrund, der allerdings vom Ergebnis her nicht mehr die große Dramatik zulässt. Der TVE derzeit auf Platz 10 der Tabelle mit einer kleinen Möglichkeit noch auf Platz 9 vorzurücken. Hierfür müsste Essen zuhause gegen Wilhelmshaven patzen. Der Tabellennachbar Dresden als Aufsteiger und nach einer guten Saison auf dem hervorragenden 11. Tabellenplatz, könnte noch eine Position abrutschen.

Quelle: TV Emsdetten

TUSEM Essen vs. Wilhelmshavener HV

Der TUSEM Essen hat in dieser Saison eine großartige Entwicklung vollzogen, sodass dem TUSEM eine Zitterpartie um den Klassenerhalt diesmal erspart blieb. Bei einem Sieg am Samstag gegen Wilhelmshaven stünde in der Endabrechnung sogar der 9. Tabellenplatz zu Buche. Eine beachtliche Leistung, wenn man in Betracht zieht, dass der TUSEM nach zehn Spieltagen mit 04:16 Punkten im Tabellenkeller stand. Völlig zurecht werden also Fans, ehrenamtliche Helfer, Sponsoren, Verantwortliche und Mannschaft nach Spielende das hervorragende Abschneiden dieser Saison feiern!

Doch vorher will das TUSEM-Team die letzten beiden Punkte der Saison vor heimsicher Kulisse einfahren. Bei einem Sieg hätte der TV Emsdetten (Tabellenplatz 10 / 37:37 Punkte) keine Chance mehr, den TUSEM (Platz 9 / 38:36 Punkte) einzuholen. Mit dem Wilhelmshavener HV steht beim letzten Saisonspiel allerdings ein Kontrahent gegenüber, gegen den der TUSEM in sieben Spielen noch nicht einmal gewinnen konnte. Beim 32:32-Unentschieden im Hinspiel gelang den Margarethenhöhern der erste Punktgewinn überhaupt gegen den WHV. Die Mannschaft vom Jadebusen sicherte sich mit dem souveränen 23:35-Auswaärtssieg bei der HG Saarlouis am vergangenen Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt. Mit 28:46 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann auf dem 15. Tabellenplatz. Einen großen Anteil am Ligaverbleib haben die beiden Rückraumspieler Kay Smith (249/77 Tore) und Tobias Schwolow (189/10 Tore), die zusammen knapp die Hälfte aller Tore ihrer Mannschaft in dieser Saison erzielt haben.

Quelle: TUSEM Essen

HSG Konstanz vs. Dessau-Roßlauer HV

„Wir wollen ein vernünftiges Handballspiel bieten“, macht HSG-Trainer Daniel Eblen klar und fügt an: „Wir haben uns in den letzten Wochen entwickelt, das wollen wir nochmal zeigen.“ Dem Übungsleiter geht es zudem darum, mit einem positiven Gefühl in die kurze Pause zu gehen und mit seinen Schützlingen das Erarbeitete so bestmöglich in die neue Spielzeit zu transportieren. „Im letzten Spiel wollen wir noch einmal etwas erreichen und Spaß haben“, unterstreicht er, trotz der Tatsache, dass die Saison lang und kräftezehrend ist. Dies musste auch der Dessau-Roßlauer HV nach 24 Punkten und Platz sechs nach der Hinrunde – zeitweilig schnupperte man sogar an den Aufstiegsrängen – in der zweiten Saisonhälfte akzeptieren. Das Team, das durch sechs Tschechen verstärkt wird, darunter die A-Nationalspieler Libor Hanisch am Kreis und Marek Vanco auf Linksaußen, konnte in der Rückserie erst sieben Zähler verbuchen: Platz 20 in der Rückrundentabelle der 2. Bundesliga.

„Nach der perfekten Hinrunde“, sagt Eblen, „war vielleicht einfach etwas die Luft raus. Mit dem Abstieg hatte Dessau nie etwas zu tun, man hat das Ziel früh erreicht, es bestand keine Gefahr, dann ist es nicht einfach.“ Doch nach wie vor zeichnet sich der langjährige DDR-Erstligist durch „extrem schnelles Umschaltspiel aus“, wie der 43-Jährige beobachtet hat. Dazu kommen starke Individualisten wie der Ex-Magdeburger Vincent Sohmann, der nach der Saison zum ASV Hamm wechseln wird, gute Torhüter und seine sehr variabel agierende Abwehrreihe, die, so Eblen weiter, „unterschiedlich interpretiert werden kann.“

Quelle: HSG Konstanz

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