04.11.2017  2. Handball-Bundesliga

Handball-Samstag in der 2. Handball-Bundesliga: Alle Augen auf das Baden-Württemberg Derby

Es ist das Spiel des 11. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga. Der Underdog aus Baden, die HSG Konstanz, fährt zum Absteiger aus Württemberg, dem großen HBW Balingen-Weilstetten. Fünf weitere interessante Partien machen den Handball-Samstag in der 2 HBL komplett.

HC Rhein-Vikings vs. ThSV Eisenach

Der ThSV Eisenach befindet sich in einer Spirale nach unten, belegen den letzten Tabellenplatz. Bei ihm stand am punktspielfreien Wochenende intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. Erfreulich, alle Mann sind an Deck. Kreisspieler Justin Mürköster hat seine Fußverletzung auskuriert. Auch die Anschlusskader Noah Streckhardt, Luca Baur und - mit Teiltraining entsprechend des Reha-Planes -  Maximilian Manys sind dabei.

„Wir haben an Abläufen in Angriff und Abwehr sowie individuellen Stärken gearbeitet“, berichtet ThSV-Coach Christoph Jauernik. „Was bisher gut gelaufen ist, haben wir in Erinnerung gerufen. Unser großes Ziel ist es, alles bisher im Training und im Wettkampf gut Gelaufene an einem Spieltag zusammenfließen zu lassen“, fügt Christoph Jauernik hinzu. Es habe nicht die alleinige Ursache für die Niederlagenserie gegeben. 

In Vorbereitung des wichtigen Auswärtsspieles am Samstag, 04.11.2017 bei den Rhein Vikings, einem sogenannten 4-Punkte-Spiel, ist das Team zum normalen Wochen-Rhythmus übergegangen. Nach dem am Samstag in Düsseldorf stattfindenden Punktspiel beim Aufsteiger HC Rhein Vikings folgt ein Doppelspiel-Wochenende. Am Freitag, 10.11.2017 gastiert der HSC Coburg in der Werner-Aßmann-Halle, am Sonntag, 12.11.2017 reist der ThSV Eisenach zum HC Elbflorenz Dresden. Es werden richtungsweisende Partien für den ThSV.

Quelle: ThSV Eisenach

HBW Balingen-Weilstetten vs. HSG Konstanz

Es ist eines der absoluten Saisonhighlights für beide Fanlager und Vereine. Wenn am Samstag, 19 Uhr, der HBW Balingen-Weilstetten als Erstliga-Absteiger zum ersten Mal nach 2004 die HSG Konstanz zum heißen Derby empfängt, wird die „Hölle Süd“ in Balingen wohl das erste Mal in dieser Saison „ausverkauft“ melden, auch dank einer großen Fanschar in Gelb-Blau vom Bodensee. Für zwei Spieler bedeutet dies auch persönlich ein emotionales Wiedersehen. Fabian Schlaich trug bis 2013 das HBW-Trikot und ist nun Konstanzer Kapitän. Gregor Thomann hingegen ging den umgekehrten Weg. Das HBW-Eigengewächs wechselte für ein Jahr nach Konstanz, erzielte dort in der vergangenen Spielzeit 223 Treffer und empfahl sich damit für einen Profivertrag und einen festen Platz in der ersten Mannschaft.

Am Samstag werden sich Fabian Schlaich und Gregor Thomann als Links- und Rechtsaußen ganz nahe kommen. Einer im gelben Trikot, einer im blauen. Und nach 60 Minuten hartem Kampf gegeneinander werden sie sich wieder in den Armen liegen. Einer mit einem Lächeln, der andere vermutlich etwas enttäuscht – aber schon kurz darauf immer mit einem gedrückten Daumen für den anderen in der Hosentasche. 

Quelle: Südkurier

Bergischer HC vs. HSG Nordhorn-Lingen

Nach dem erfolgreichen Spitzenspiel in Rimpar ist vor dem Spitzenspiel – nach der Nationalmannschaftspause empfangen die Bergischen Löwen mit der HSG Nordhorn-Lingen „eine der Mannschaften, die mit uns um den Aufstieg kämpft - es ist von der Kaderqualität so und es zeigt der Saisonverlauf nach zehn Spieltagen“, blickt BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze auf die bevorstehende Aufgabe und weiß, was die Partie seiner Mannschaft abverlangen wird. „Es kann sein, dass es am Ende ein ähnlich harter Kampf wird wie gegen Rimpar, aber wir wollen letztendlich die zwei Punkte im Bergischen Land behalten. Wir haben den Anspruch das Heimspiel zu gewinnen und werden dafür nah an unsere Leistungsgrenze herankommen müssen, um es auch zu schaffen. Für Nordhorn, da bin ich mir sicher, wird es dann schwer uns zu schlagen, wenn wir unser Leistungsniveau erreichen.“
 
Quelle: Bergischer HC

SG BBM Bietigheim vs. EHV Aue

Vieles scheint vorab für einen Erfolg des Tabellendritten gegen die Erzgebirgshandballer zu sprechen, die momentan auf Rang 17 einen der vier Abstiegsplätze in der 2. Liga belegen. Zudem hat der EHV Aue bei fünf Auftritten in der Stadt an Metter und Enz noch nie gewinnen können. Doch solche Statistiken lassen SG BBM-Coach Hartmut Mayerhoffer unbeeindruckt: „Das Punktekonto spiegelt nicht die letzten Leistungen des EHV Aue wider, der zweimal gegen Spitzenmannschaften eine Siegchance hatte. Das macht die Sache auch für uns gefährlich.“

So etwas wie Serien-Routine soll vor dem sechsten Heimauftritt der Schwaben erst gar nicht aufkommen. „Die Jungs nehmen die nächste Aufgabe sehr ernst“, ist Mayerhoffer überzeugt und sein Team stellt das mit viel Engagement in der Trainingswoche unter Beweis. Die SG BBM bildet hinter Balingen-Weilstetten den erfolgreichsten Angriff der Liga. Bietigheims beste Werfer jedoch, Babarskas (48), Christian Schäfer (41) oder Patrick Rentschler (40), sind in der Scorer-Liste nicht unter den prominenten Plätzen zu finden. Diese Ausgeglichenheit im Angriff ist zweifellos eine der Stärken der Schwaben. Jeder ist torgefährlich, alle Positionen tragen zum Erfolg bei. Dazu passt auch, dass alle Mann sich für Samstag einsatzbereit gemeldet haben. Auch der zuletzt angeschlagene Linksaußen Martin Marcec wird wieder dabei sein.

Quelle: SG BBM Bietigheim

HSC 2000 Coburg vs. ASV Hamm-Westfalen

Nach Lettland ist vor Hamm. Die spielfreie Zeit in der 2. Handball-Bundesliga nutzte der HSC 2000 Coburg für ein Freundschaftsspiel gegen die Nationauswahl aus dem Baltikum. "Es war ein guter Test. Wir konnten zum Beispiel ein zweites Abwehrsystem ausprobieren und haben gesehen, wie gut es ist, dass wir da den Hebel angesetzt haben", bilanziert Cheftrainer Jan Gorr. Außerdem sei die Testbegegnung gerade für die jungen Spieler eine wichtige Erfahrung gewesen.

Nach dem Befreiungsschlag bei der HG Saarlouis (26:18) und der Partie gegen die Letten gönnte der HSC-Übungsleiter seinen Schützlingen ein freies Wochenende. "Wir haben vor Saarlouis im Training deutliche Schritte nach vorne gemacht und nach dem Spiel die Intensität noch einmal erhöht. Daher hatte sich die Mannschaft zwei freie Tage verdient", erläutert Gorr. Schließlich sei es umso wichtiger, gut erholt an neue Aufgaben heranzugehen.

Ab 19.30 Uhr kämpft der HSC (7. Platz/13:7 Punkte) auf der Lauterer Höhe gegen den ASV Hamm-Westfalen (8./12:8) um Zählbares. Angesichts dieser Tabellenkonstellation ist das Duell für die Vestestädter ein Schlüsselspiel. Der "Allgemeine Sport Verein" ist seit dem Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse im Jahr 2011 ununterbrochen in der 2. Bundesliga aktiv. "Hamm ist schon so ein bisschen ein Geheimfavorit", zollt der Übungsleiter der Schwarz-Gelben dem kommenden Gegner Respekt.

Quelle: Neue Presse Coburg

Wilhelmshavener HV vs. TV Emsdetten

Drei Niederlagen in Folge, Absturz auf Tabellenplatz 14 und nun kommt der TV Emsdetten. Ausgerechnet Emsdetten, könnte man sagen, denn seit ihrem Aufstieg in die eingleisige 2. Bundesliga haben die Handballer des Wilhelmshavener HV gegen diesen Gegner nicht gewinnen können.

WHV-Trainer Christian Köhrmann ist bekanntlich kein Freund dieser Statistiken, schätzt die Ausgangslage vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen beider Teams heute Abend (Anwurf 19.30 Uhr) in der Nordfrost-Arena aber realistisch ein: „Ganz unabhängig von dieser Serie gehen wir als klarer Außenseiter ins Rennen. Emsdetten spielt bislang eine ganz starke Saison und zählt nicht zu Unrecht zu den Top-Teams der Liga.“

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung

Bild: Pisa

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