02.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Mehr Power geht nicht: Packende Derbys und vieles mehr in der Zweiten Liga

Ab 17:00 Uhr geht es am Samstag in der Zweiten Handball-Bundesliga rund. In der Tabelle trennen nur zwei Punkte die Plätze zwei und elf. Enger geht es kaum! Wer kann sich am 16. Spieltag einen kleinen Vorteil verschaffen?

17:00 Uhr: EHV Aue vs. HC Elbflorenz 2006

Der Samstag beginnt mit einem echten Derby. Der Traditionsklub EHV Aue empfängt den  noch jungen Aufsteiger HC Elbforenz in heimischer Halle und will dort erneut ein Lebenszeichen senden. Aue steht momentan mit 4:26 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.  Schon jetzt zur Mitte der Hinrunde geistert das Abstiegsgespenst durch die Köpfe der Männer vom EHV, so sprach Manager Rüdiger Jurke von „derzeit fehlender Qualität“ und dem Wunsch nach dem direkten Wiederaufstieg im Falle eine Abstiegs.

Anders sieht es beim Gegner aus Dresden aus.  Bereits zwölf Punkte erarbeitete sich das Team von Christian Pöhler in der laufenden Saison. Trotzdem fahren die Dresdner mit eine Menge Respekt ins Erzgebirge, da es auswärts bislang noch nicht viel zu holen gab. Kreisläufer Norman Flödl geht nach intensiver Vorbereitung mit großer Motivation in die Partie: „Ich erwarte ein richtiges Derby. Es deutet sich an, dass viele unserer Fans dabei sein werden. Dementsprechend wird das eine richtig heiße Atmosphäre. Auch darum, weil Aue sich in den letzten Wochen wieder stärker gezeigt hat. Zudem ist es auch für Aue ein besonderes Spiel und sie werden besonders motiviert sein. Da wollen wir gegenhalten und nun auch endlich auswärts punkten.“

19:00 Uhr: Bergischer HC vs. VfL Lübeck-Schwartau

Mit dem Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau wartet ein erneuter Topspielkracher auf die Fans des BHC in der Solinger Klingenhalle. Erster gegen Zweiter lautet das Duell. Und beide Teams gehen mit dem Gefühl zweier Kantersiege in die Partie.  Noch immer wahrt der BHC seine weiße Weste, doch mit Lübeck kommt eine besonders körperlich extrem starke Mannschaft nach Solingen. BHC Coach Sebastian Hinze weiß sehr genau was auf ihn uns sein Team zukommt: „Was Lübeck spielt, passt gut in unser System. Wir müssen in unserem Positionsangriff die gegnerische Deckung so weit wie möglich auseinanderziehen.“ 

Die Lübecker wollen eine Woche nach dem beeindruckenden Auftritt in Konstanz nachlegen. Mit einer überragenden Wurfquote von 75 Prozent bot der VfL beim 36:26-Heimsieg seinen Zuschauern ein echtes Torspektakel. Mit einer ähnlichen Effektivität könnten die Blau-Weißen zum Stolperstein für die Bergischen Löwen werden und den Platz an der Spitze des Verfolgerfelds behaupten.

 

19:00 Uhr: TV Emsdetten vs. SG BBM Bietigheim

Eine bittere Niederlage hatte die SG BBM Bietigheim in der vergangenen Woche gegen den Tabellenprimus vom Bergischen HC zu verdauen.  Mit 23:33 musste sich die SG BBM den Löwen geschlagen geben. Durch die enge Tabellenkonstellation rutschte Bietigheim vorübergehend auf den vierten Rang ab. An diesem Wochenende bittet die Mannschaft von Trainer Mayerhoffer zum Verfolgerduell gegen den TV Emsdetten. Dieser spricht vor der Partie ohne Frage von einer „schweren Aufgabe“. Wichtige Faktoren, um den Weg zurück in die Erfolgsspur zu finden sind  laut Mayerhoffer Physis, Leidenschaft und Kampfgeist.  Außerdem fordert der Coach mehr Emotionen und Stabilität sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr.

Den Gegner aus Emsdetten schätzt Bietigheims Coach als „ein extrem torgefährliches Team“ ein. Mit Spielmacher Krings verfügt der TVE schließlich über den zweitgefährlichsten Angreifer der Liga. Es gilt also für Bietigheim am Samstagabend die Dominanz der Emsdettener in eigener Halle zu durchbrechen und den TVE vor große Herausforderungen zu stellen, um Punkte aus der Emshalle entführen zu können.

 

19:30 Uhr: ThSV Eisenach vs. Dessau-Rosslauer HV

Nächstes Spiel – nächstes Derby! Ein weiterer Ostschlager steht um 19:30 Uhr auf dem Programm. Der ThSV Eisenach empfängt den Dessau-Rosslauer HV in der Werner-Assmann-Halle. Die Stimmung wird nicht nur dank des Derbys auf dem Siedepunkt sein. Denn für Eisenach wird es langsam kribbelig.  12 Niederlagen in 15 Spielen bedeuten den 18. Tabellenplatz.  Doch das vergangene Spiel gegen den TuSEM Essen wurde nur denkbar knapp verloren, sodass der ThSV hoffnungsvoll in die Partie gegen den aufstrebenden Tabellensechsten aus Dessau geht.

Dieser will sich mit einem weiteren Erfolg im breiten Verfolgerfeld der Bergischen Löwen etablieren und den positiven Lauf in dieser Saison weiter aufrecht erhalten.

19:30 Uhr: DJK Rimpar Wölfe vs. HSC 2000 Coburg

Und nicht nur im Osten Deutschlands greift das Derbyfieber um sich.  Auch in Würzburg steht eine hitzige Partie an. Denn die dort ansässigen Rimparer Wölfe empfangen den HSC Coburg. Die Gäste reisen mit einer gehörigen Portion Motivation an, trotz der kniffligen Personalsituation. Coburgs Kapitän Till Riehn ist sich dessen bewusst, blickt aber trotzdem voll fokussiert auf die Partie: „Schönes Spiel, schöne Atmosphäre, das macht von alleine noch mehr Motivation, man geht einen Schritt mehr wie sowieso schon. Aber jedes Spiel ist derzeit aufgrund der fehlenden Alternativen sehr schwer für uns. Wenn jemand eine Pause braucht, sieht es eng aus für uns.“

Der Gastgeber, der nach drei Remis in Folge am letzten Spieltag endlich wieder doppelt punkten konnte, hat besonders eine Stärke, nämlich „die Routine des Gegners, der seit inzwischen vielen Jahren fast unverändert zusammenspielt. Dieser Einspielfaktor ist deren großen Plus“, so HSC-Coach Jan Gorr. Am Ende des Tages wird im Spiel der punktgleichen Tabellennachbarn die Tagesform entscheiden. Dabei geht es nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch ums Prestige.

 

19:30 Uhr: HSG Nordhorn-Lingen vs. HC Rhein Vikings

11:3 Punkte: Das ist die starke Bilanz der Rhein-Vikings aus den letzten sieben Spielen. Doch auf die Düsseldorfer wartet jetzt ein schweres Gastspiel bei der heimstarken HSG Nordhorn-Lingen. Bisher gab Nordhorn nämlich nur einen einzigen Zähler in eigener Halle ab.  Die Heimstärke ist für die HSG momentan besonders wichtig. Verlor man auswärts einige ärgerliche Spiele, wie zuletzt in Dessau, und rutschte dadurch auf Rang zehn der Tabelle. Nur dank der engen Konstellation im Klassement ist der Klub noch auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe der Liga.  Nicht zu erwarten war, dass mit den Rhein-Vikings zu diesem Zeitpunkt der Saison der direkte Tabellennachbar kommt. Jedoch trennen die beiden Teams vier Punkte voneinander. Ein spannendes Spiel können alle Zuschauer in Nordhorn aber allemal erwarten.

19:30 Uhr: Wilhelmshavener HV vs. HBW Balingen-Weilstetten

Ein echter Nord-Süd-Klassiker ist die Partie zwischen dem Wilhelmshavener HV und dem HBW Balingen-Weilstetten. Die Favoritenrolle in diesem Spiel ist klar vergeben. Während die Gastgeber vom Wilhelmshavener HV schon mitten im Abstiegskampf stecken, haben die Gallier von der Alb den Aufstieg fest im Visier. Doch in der heimischen Nordfrost-Arena brachten die Männer schon den ein oder anderen Favoriten an den Rande der Verzweiflung. So schlug an unter anderem die SG BBM Bietigheim und den TV Emsdetten.

Keine leichte Aufgabe also für den HBW, der jeden Punkt braucht, um sich am Ende den Traum vom direkten Wiederaufstieg verwirklichen zu können.

19:30 Uhr: HG Saarlouis vs. Eintracht Hildesheim

„Das wird sicherlich ein Kampfspiel“, weiß Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck schon vor dem Spiel seiner Eintracht gegen die HG Saarlouis worauf es ankommen wird. Denn auch dieses Duell ist eines, zweier Tabellennachbarn. Ziel der beiden Teams: der Klassenerhalt. Nach dem ernüchternden Saisonstart der Saarländer läuft es in den letzten Wochen besonders in eigener Halle deutlich besser. Auch hier mahnt Oberbeck zur Besonnenheit. „Wir müssen vor allem Ruhe bewahren und dürfen uns auch von der Atmosphäre und dem Auftreten der HG Saarlouis in ihrer Halle nicht beeindrucken lassen.“ Um zwei Punkte aus dem Saarland entführen zu können, muss sich die Eintracht vor allem wieder auf ihre starke Deckung verlassen können. Darüber hinaus muss sie vorne an der Chancenverwertung arbeiten, die besonders im letzten Spiel gegen Hamm zu wünschen übrig ließ.

Der gegnerische Trainer Philipp Kessler ist jedenfalls gewarnt, geht aber dennoch zuversichtlich in die Partie: „Wir gehen mit Respekt aber auch mit Zuversicht in dieses Spiel und die Jungs sind heiß darauf, die nächsten Punkte einzufahren. Hildesheim ist einer der Gegner auf Augenhöhe, gegen die man zu Hause gewinnen muss und auch kann, wenn alle ihr Leistungsvermögen abrufen.“

20:00 Uhr: HSG Konstanz vs. VfL Eintracht Hagen

Auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison werden Big Points im Kampf um den Ligaverbleib vergeben. So auch im Spiel HSG Konstanz gegen VfL Eintracht Hagen. Mit Hagen kommt einer der Aufsteiger an den Bodensee, dessen Spieler aber schon über viel Erfahrung in der Zweiten oder sogar in der DKB Handball-Bundesliga verfügen. Star der Mannschaft ist der polnische Nationalspieler Bartosz Konitz, der im linken Rückraum agiert. Seine Kreise gilt es für die HSG Konstanz einzuschränken.

In diesem richtungsweisenden Duell wird es auf Kleinigkeiten ankommen, die am Ende den Ausschlag geben. Konstanzs Trainer Daniel Eblen ist sich sicher. „Wer weniger Fehler macht und den längeren Atem hat, wird gewinnen.“

Foto: Rosenbusch

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