11.02.2018  2. Handball-Bundesliga

Unter Zugzwang! Dreiergespann mit dem Blick nach oben

Drei Spiele stehen zum Abschluss des 21. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga auf dem Plan. Drei Mal ist die Rollenverteilung klar. Der VfL Lübeck-Schwartau, die DJK Rimpar Wölfe und auch die HSG Nordhorn-Lingen gehen als Favoriten in ihre Spiele gegen den TUSEM Essen, die HG Saarlouis und den ThSV Eisenach. Nach dem Patzer der SG BBM Bietigheim haben die drei Teams den Aufstiegskampf weiter im Blick, stehen nach dem Sieg des ASV Hamm-Westfalens allerdings auch unter Zugzwang.

VfL Lübeck-Schwartau vs. TUSEM Essen

Da kam sogar der Chef ins Staunen. Als Michael Friedrichs Mitte der Woche von den gut 2000 im Vorverkauf abgesetzten Karten erfuhr, musste er zweimal nachfragen, ob das denn wirklich so sei. "Das ist überragend. So einen Run hatten wir bei einem Punktspiel noch nie." Und Friedrichs muss es wissen, ist er doch seit mehr als 15 Jahren am VfL-Ball. Auch wenn heute so nur noch knapp 150 Karten, inklusive Stehplätze, an der Tageskasse liegen, verspricht Friedrichs: "Wir werden keinen draußen lassen." Trainer Torge Greve ist vom Ansturm ebenfalls überrascht: "Das zeigt aber auch, dass wir uns etwas erarbeitet haben, dass die Fans Lust auf den VfL, auf die Mannschaft haben."

Denn aktuell steht der VfL Lübeck-Schwartau auf Platz Vier der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga und kann mit einem Sieg nicht nur wieder auf den dritten Platz springen, sondern auch bis auf einen Punkt an einen Aufstiegsplatz heranrücken. 

Das erste Pflichtspiel des neuen Jahres – der VfL will es vor der Kulisse auch als Eigenwerbung nutzen. "Wir haben nicht nur einen Ansturm der Fans, erwarten auch sehr viele potentielle Sponsoren", verrät Friedrichs, der auf die neue Heimstärke des VfL setzt. In der Hansehölle wurden bisher nur drei Zähler abgegeben, konnten nur die Wölfe aus Rimpar zwei Zähler mitnehmen. Friedrichs: "Und das soll auch so bleiben."
 
Quelle: LN Online

DJK Rimpar Wölfe vs. HG Saarlouis

Unterschiedlicher kann die Lage zwischen der DJK Rimpar Wölfe und der HG Saarlouis nicht sein. Die Gäste aus dem Saarland liefen in der Hinrunde ihren Erwartungen weit zurück, stehen aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mit einer Niederlage würden sie sogar die rote Laterne der 2. Handball-Bundesliga übernehmen.  Um den drohenden Abstieg in die Drittklassigkeit muss die HG vor allem eines: deutlich öfter gewinnen als bisher. Gerade einmal vier Siegen stehen bisher ein Unentschieden und 15 Niederlagen gegenüber. "Wir hatten uns für die Hinrunde fünf Punkte mehr vorgestellt. Die müssen wir wieder reinholen", beziffert Jungmann den Fehlbetrag nach 20 Spielen. Damit am Sonntag bei den Rimpar Wölfen zu beginnen, wird schwer: Jedes Spiel gegen die Unterfranken "ist gekennzeichnet von absolutem Kampf. Dort haben noch nicht viele Teams gewonnen", weiß Trainer Kessler. Er kündigt aber selbstbewusst an: "Wir lassen uns was einfallen und spielen voll auf Sieg."

Voll auf Sieg werden auch die Wölfe spielen. Nur so kann man sich noch alle Chancen im Kampf um den Aufstieg wahren. Denn mit einem Sieg würde die DJK wieder mit dem Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen gleichziehen und nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz in die DKB Handball-Bundesliga stehen. 

Quelle: Saarbrücker Zeitung

HSG Nordhorn-Lingen vs. ThSV Eisenach

Die Eisenacher stecken wider Erwarten im Abstiegskampf, denn das zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel mindestens Tabellensechster werden zu wollen, ist in wohl unerreichbare Ferne gerückt. Statt sich nach oben orientieren zu können, steht man zu Beginn des Jahres 2018 mit dem Rücken zur Wand auf dem 18. Platz. Dem gegegenüber steht die HSG Nordhorn-Lingen Dank einer überragenden Hinserie auf dem siebten Platz.

Am Sonntag wird sich nun zeigen, wo man steht. Messen lassen muss sich die HSG am Saisonauftakt von 10:0 Punkten, der unter anderem mit dem Sieg beim ThSV Eisenach zustande kam. Auch will Nordhorn die zweitbeste Heimserie der Liga mit 15:3 Punkten ausbauen. Mit einem Sieg würde die HSG Nordhorn-Lingen bis auf fünf Punkte auf die SG BBM Bietigheim heranrücken, die zur Zeit auf dem zweiten Tabellenplatz und somit auf einem Aufstiegsplatz in die DKB Handball-Bundesliga steht.

Quelle: HSG Nordhorn-Lingen

Bild: Wolf

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