26.12.2017  2. Handball-Bundesliga

Weihnachtsfest in der 2. Handball-Bundesliga: zehn Partien am Dienstag

Ein langes und dennoch kurzweiliges Handballjahr 2017 neigt sich dem Ende und alle 20 Clubs der 2. Handball-Bundesliga treten am heutigen Dienstag, dem 2. Weihnachtsfeiertag ihr letztes Match in 2017 an. Beginnend mit neun Partien um 17 Uhr, u.a. in Essen, Coburg, Hagen und Hildesheim, endet der letzte Spieltag im "alten" Jahr mit der Partie ThSV Eisenach gegen EHV AUE um 19:30 Uhr. Die Zusammenfassung des Spieltagüberblicks der 2. Handball-Bundesliga:

Ab 17 Uhr - neun Partien

HC Elbflorenz vs. Bergischer HC 06

Der Trainer des kommenden Gegners Bergischer HC Sebastian Hinze geht die Partie in Dresden äußert selbstbewusst an. So war auf der vereinseigenen Homepage zu lesen: „Dresden ist nicht so stabil über die Hinrunde gekommen, wie ich es erwartet hatte. Ich bin ein wenig überrascht, dass sie zu Hause nicht so kontinuierlich gepunktet haben – das wollen wir ausnutzen.“  Was auch immer der BHC-Trainer von den Dresdner erwartet hat, Fakt ist, die Sachsen sind ein Aufsteiger und der BHC in der sächsischen Landeshauptstadt der turmhohe Favorit. Wenn ein Team den Namen „Topfavorit“ verdient, dann der Bergische HC. Der BHC ist das einzige der vorher prognostizierten Topteams, welches diesen Status voll und ganz erfüllt. Die statistischen Werte der Saison sprechen für sich. Mit 36:2 Punkten steht der BHC klar an der Tabellenspitze. Die ersten 15 Spiele gewannen die Löwen dabei gleich mal in Serie.

Erst am 16. Spieltag musste man eine Heimniederlage gegen den Vfl Lübeck-Bad Schwartau hinnehmen. Dies war dann auch bisher die einzige Niederlage des BHC. Im Gegensatz zu den Sachsen kann der BHC seit dem ersten Spieltag kadertechnisch fast immer aus dem Vollen schöpfen. Auch darum stehen die Löwen mit dem besten Kader der Liga klar an der Tabellenspitze. Das ist zumindest viel weniger überraschend, als die Einschätzung, dass ein Aufsteiger mit sehr vielen Verletzungsproblemen wie der HC nicht so stabil ist. Eines ist klar, der denkbar knappe Abstieg aus Liga Eins soll bei den Gästen nur ein Betriebsunfall bleiben. Mit seinem Etat von ca. 2,4 Millionen Euro besitzt der BHC in der 2. Liga eine Sonderstellung und ist für die Mission Wiederaufstieg gerüstet. Die Mannschaft des BHC besteht aus vielen erfahrenen Spielern. Der derzeitig mit 148/47 Toren beste Torschütze Arnor Thor Gunnarson ist da nur eines von vielen Beispielen. Er steht derzeit auf dem 2. Platz der Torschützenliste.

Aufbauspieler Adrian Kammlodt beschrieb es nach dem letzten Heimspiel so: „Vielleicht das Unmögliche möglich machen.“ Es ist für die Dresdner mental das leichteste Spiel des Jahres, denn sie sind krasser Außenseiter. Körperlich, nach nunmehr 19. Spieltagen beim 2. Spiel eines Doppelspieltages, wird es natürlich eine Herausforderung. Wie gut der HC die Niederlage am Freitag gegen Emsdetten weggesteckt hat, muss sich zeigen. Eines ist klar, die Dresdner müssen sich vor allem in der Deckung massiv steigern, wollen sie es dem Favoriten überhaupt das Leben schwer machen. Der Wille den BHC solange wie möglich zu ärgern ist da. Der Kader wird dabei der gleiche wie gegen Emsdetten sein. Die Mannen von Trainer Christian Pöhler und seinem Co Rico Göde wollen im letzten Spiel des so erfolgreichen Dresdner Handballjahres 2017 noch einmal alles geben. Dabei hoffen sie wieder auf große Unterstützung von den Rängen. An den Fans lag es zuletzt auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Keiner der anderen Aufsteiger hat bisher im Schnitt mehr Zuschauer als der HC. Fast 1700 Zuschauer kamen bis jetzt im Schnitt.

Kreisspieler Henning Quade meinte im Blick auf die Partie: „Der BHC ist der Ligaprimus! Die Löwen sind zur Zeit das Maß der Dinge in der 2. Handballbundesliga. Die Mannschaft und ich werden alles dafür tun, um das letzte Heimspiel 2017 erfolgreich zu gestalten. Jeder Spieler muss an seinem Optimum spielen, vielleicht auch ein wenig mehr, um den Tabellenführer zu schlagen.“

Auf das Spiel gegen den BHC und die Niederlage gegen Emsdetten angesprochen sagte HC-Coach Christian Pöhler: „Es muss weiter gehen. Es ist ein besonderes Spiel gegen den BHC. Wir sins mehr als nur Außenseiter. Das Wunden lecken nach dem TVE-Spiel haben wir am Samstag abgeschlossen. Der Fokus liegt nun auf dem BHC. Der Gegner ist natürlich ein richtiges Kaliber, aber wir können befreit aufspielen. Wir trainieren am 25. und am 26. Dezember noch einmal, um optimal vorbereitet zu sein.“ 

Quelle: HC Elbflorenz

 

HSG Nordhorn-Lingen vs. HG Saarlouis

Nach der letzten Begegnung der Hinserie, beginnt noch in diesem Jahr am 2. Weihnachtstag die Rückrunde in der Liga. Hatte man in den Vorjahren Glück mit der Spielansetzung, so muss die HSG Nordhorn-Lingen in diesem Jahr bei der HG Saarlouis ran.

Die HG Saarlouis muss sich diesem Jahr an den Worten von HGS-Manager Richard Jungmann messen lassen, mit der „Mannschaft der Gegenwart“ den Weg weg vom Ruf des „unabsteigbaren“ Kellerkinds in das gesicherte Mittelfeld gehen zu wollen. Diesen Vorgaben konnten die Saarländer jedoch die Taten nicht folgen lassen. Nach nur 5 Pluspunkten in 11 Spielen musste Trainer Jörg Bormann gehen und wurde durch Phillip Kessler, den bisherigen Co-Trainer ersetzt. Zudem wurde nach der Verletzung von Kreisläufer Peter Walz (Kreuzbandriss) mit Moritz Barkow ein zweitligaerfahrener Kreisläufer nachverpflichtet. Doch der Erfolg will sich noch nicht einstellen. Mit 9:27 Punkten liegt man nur auf Platz 18. Einen unbestrittenen Vorteil hat die HG Saarlouis allerdings in den letzten beiden Spielen des Jahres, denn sie hat zweimal das Heimrecht. Am Freitag geht es gegen den ThSV Eisenach bevor am 26.12. die HSG Nordhorn-Lingen zu Gast ist.

Für die HSG Nordhorn-Lingen wird es vor dem ersten Spiel der Rückrunde darum gehen, sich nach dem schweren Spiel in Hamm zu regenerieren und dann nach der weiten Anreise ins Saarland noch einmal alle Kräfte in die Waagschale zu werfen, um mit einem Erfolgserlebnis das Jahr 2017 zu beenden.

Quelle: HSG Nordhorn-Lingen

ASV Hamm-Westfalen vs. HSG Konstanz

Der gastgebende Tabellenvierte ist seit nunmehr sechs Spielen ungeschlagen und trennte sich am Freitag vor 2.460 Zuschauern in eigener Halle mit 27:27 von der HSG Nordhorn-Lingen. Die Nordrhein-Westfalen gelten als eines der heimstärksten Teams der 2. Bundesliga, das daheim nicht nur 16:4 Punkte aufzuweisen hat, sondern sogar Topteams wie Erstligaabsteiger Balingen (39:28) und den Tabellenzweiten Bietigheim (35:19) regelrecht aus der Halle gefegt hat. „Das ist mit die schwerste Aufgabe, die es auswärts in dieser Liga gibt“, zeigt Eblen trotz des knappen 24:21-Erfolges von Hamm im Hinspiel auf, als die Gäste erst in den letzten Minuten den Sieg sicherstellen konnten.

 

 

TUSEM Essen vs. HBW Balingen-Weilstetten

Heimspielkracher im letzten Spiel des Jahres! Am Dienstag, den 26. Dezember 2017, empfängt der TUSEM Erstligaabsteiger HBW Balingen-Weilstetten. Anwurf in der Arena „am Hallo“ ist um 17 Uhr.

Noch einmal Hochspannung über 60 Spielminuten, Kampf, Leidenschaft sowie Emotionen auf und neben dem Spielfeld miterleben! Im letzten Heimspiel des Jahres will der TUSEM gemeinsam mit seinen Fans ein ereignisreiches Handballjahr 2017 erfolgreich abschließen. Die Arena „am Hallo“ war auch in der Hinrunde der Saison 2017/18 für viele Gegner eine nur schwer einnehmbare Festung. In acht Heimspielen verbuchte das TUSEM-Team fünf Heimsiege und ein Unentschieden. Dem gegenüber stehen lediglich zwei Niederlagen zu Saisonbeginn. Seit Mitte September ist der TUSEM vor heimischer Kulisse ungeschlagen.

Die Heimstärke des TUSEM kann im Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten ein wichtiger Faktor zum Erfolg sein, denn die „Gallier von der Alb“ reisen mit einem enorm starken Kader nach Essen. Auf der Spielmacherposition zieht der deutsche Nationalspieler und Europameister von 2016, Martin Strobel (66 Tore), die Fäden. Insgesamt sind die Balinger auf allen Positionen doppelt oder sogar dreifach gut besetzt. Neben den durchweg sehr wurfgewaltigen Rückraumakteuren zeigten sich die beiden Außenspieler Gregor Thomann (89/19 Tore) und Oddur Gretarsson (61/36 Tore) besonders Treffsicher.

Das Hinspiel zwischen Balingen und dem TUSEM endete mit einem 42:28-Heimsieg für den HBW. Dies war gleichzeitig die bislang höchste Saisonniederlage für den TUSEM. Im weiteren Hinrundenverlauf mussten die Balinger mehrere Punktverluste hinnehmen, sodass sich die Verantwortlichen nach dem 10. Spieltag zum Trainerwechsel entschlossen. Für Sigtryggur Runarsson übernahm Ende Oktober Jens Bürkle das Ruder mit dem Ziel, den direkten Wiederaufstieg zu realisieren. Nach Ende der Hinrunde liegt der HBW mit 23:15 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz und hat sechs Zähler Rückstand auf den anvisierten Aufstiegsplatz.

Eine echte Herausforderung also, die dem TUSEM-Team um Trainer Jaron Siewert am 2. Weihnachtsfeiertag bevorsteht: „Wir haben noch etwas gerade zu rücken! Das Ergebnis aus dem Hinspiel wollen wir so nicht stehen lassen. Balingen hat eine sehr gute Mannschaft, bei der man keinen Einzelakteur herausheben kann. Zum Ende des Jahres erwartet uns somit noch einmal ein richtig großer Brocken. Jeder muss noch einmal bis an seine Grenze oder sogar darüber hinausgehen, um die Punkte in Essen zu behalten. Ich hoffe auf eine ausverkaufte Halle, um noch einmal einen "extra" Faktor Unterstzützung im Rücken zu haben.“

Quelle: TUSEM Essen

 

HSC Coburg 2000 - VfL Lübbeck-Schwartau

Coburg – Bergischer HC, VfL Lübeck-Schwartau, SG BBM Bietigheim – diese nächsten drei Spiele gegen die derzeitige Nummer Eins, drei und zwei der Liga werden eine Vorentscheidung bringen. Kann der HSC 2000 Coburg weiter um die Vergabe der beiden Aufstiegsplätze mitreden oder bleibt der verletzungsgebeutelten Mannschaft von Jan Gorr in der am Dienstag beginnenden Rückrunde nur die Zuschauerrolle bei der Vergabe. Dabei hat der Spielplan ein ganz besonderes „Weihnachts-Schmankerl“ für die Fans in der Region Coburg parat. Am heutigen Freitagabend (Anwurf um 20 Uhr) gastiert mit dem BHC der souveräne Spitzenreiter (34:2 Punkte) in der Vestestadt, am 2. Weihnachtsfeiertag (Anwurf um 17 Uhr) kommt Lübeck (26:10 Punkte). Nach Bietigheim (27:9 Punkte) muss Coburg zum Auftakt 2018 Anfang Februar nach der Europameisterschaftspause.

Nach der, weil mit vielen Ausfällen behafteten, durchwachsenen Hinrunde scheint der BHC für Coburg derzeit ein übermächtiger Gegner. Zumal noch nicht klar ist, ob Tobias Varvne und Romas Kirveliavicius nach ihrem Fehlen in Emsdetten aufgrund von muskulären Problemen diese überwunden haben und zur Verfügung stehen werden. Doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie beißen kann.

Der VfL Lübeck-Schwartau, das einzige Team das dem Bergischen HC bislang bezwingen konnte, liegt in dem Bereich, in dem sie sich erwartet haben. Für den HSC wird es darauf ankommen, die Kreise von Oliver Milde im Rückraum einzuschränken um sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Im Spitzenspiel vor zwei Wochen in Bietigheim gelangen Milde 14 der 28 Lübecker Treffer, trotzdem zu wenig für einen Erfolg. Das bestätigt das, was Trainer Torge Greve festgestellt hat: „So ein bisschen fehlt uns noch die Konstanz, die Schwankungen sind einfach zu groß.“ Dies war aber auch beim HSC der Fall, oftmals jedoch ausfallbedingt. Auch in den letzten Spielen wird mit TW Oliver Krechel ein wichtiger Akteur fehlen, ob Tobias Varvne und Romas Kirveliavicius zurückkehren, entscheidet sich kurzfristig. „Aufgrund der Zeitschiene ist damit eher am Dienstag als am Freitag zu rechnen, aber Stand heute, Mittwoch ist alles offen“, so Gorr. Der wird sein Team aber auf jeden Fall darauf eingestellt haben, dass Lübeck gerne mit dem siebten Feldspieler agiert. Denn diese taktische Variante war die Basis für den Sieg über den BHC.

Die Akteure

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Patryk Foluszny; Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Petr Linhart, Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Florian Billek, Till Riehn, Marko Neloski, Tobias Varvne (?), Romas Kirveliavicius (?). Trainer: Jan Gorr.

VfL Lübeck-Schwartau: Marino Mallwitz, Dennis Klockmann; Thees Glabisch, Oliver Milde, Julian Lauenroth, Toni Podpolinski, Rickard Akerman, Markus Hansen, Fynn Ranke, Martin Waschul, Jan Schult, Sebastian Damm, Steffen Köhler, Tim Claasen, Christoph Schlichting, Jasper Bruhn. Trainer: Torge Greve.

Quelle: HSC Coburg

 

Dessau-Rosslauer HV 06 vs. DJK Rimpar Wölfe

Rundreise in drei Hallen an Weihnachten. Da kommt also einiges auf die Wölfe zu, die sicher vor solchen Auswärtsspielen keine Angst haben müssen, aber sehr wohl wissen, dass so ein Gegner nur mit einer außergewöhnlichen Kraftanstrengung geschlagen werden kann.

Das gilt ganz besonders für die danach anstehende Reise nach Dessau, zu einer Mannschaft, die sich in einem wahren Höhenflug befindet. Aktuell Platz 8, nur einen Pluspunkt hinter den Rimparern, mischen sie munter im ersten Drittel der Tabelle mit und haben schon einigen namhaften Gegner das Nachsehen gegeben. Mit Hamm und Nordhorn wurden gleich zwei Ligaschwergewichte punktlos auf die Heimreise geschickt und mit Erstligaabsteiger Balingen als Gast die Punkte geteilt. In der letzten Saison noch zweimal gegen die Sachsen-Anhalter erfolgreich, zogen die Wölfe in der ersten Begegnung mit den Dessauern in dieser Saison in der heimatlichen sOliver Arena mit 28:32 den Kürzeren, kein gutes Omen, denn im Hexenkessel der Anhalt-Arena dürfte es noch einmal deutlich hitziger zugehen. Allerdings haben dort die Gastgeber erst unlängst einen kräftigen Dämpfer bekommen, als man ausgerechnet gegen die Erzgebirgler aus Aue eine deftige 26:31-Niederlage einstecken musste. Zweifellos eine kleine Bremse auf dem Höhenflug, aber nichts, was die Mannschaft von Uwe Jungandreas besonders schocken dürfte. Leicht favorisiert ist sie als heimstarkes Team gegen den Gast aus Unterfranken auf jeden Fall.

Wenn man also auf der weihnachtlichen Rundreise durch halb Deutschland Punkte einsammeln will, und das ist sicher erklärtes Ziel der Mannschaft von Matthias Obinger, wird man sich ordentlich danach strecken müssen. Beschenken muss sie sich schon selbst, denn auf Präsente der Gastgeber darf sie kaum hoffen.

Quelle: Rimpar Wölfe

 

@deinradiogong jetzt live! #wolfsrevier

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VfL Eintracht Hagen vs. TV Emsdetten

Zum Auftakt der Spielzeit 2017/18 hatte der VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga beim Gastspiel beim TV Emsdetten ein extrem unglückliches Spiel abgeliefert – und am Ende 28:33 verloren. Vor allem Linksaußen Dirk Holzner bekamen die Grün-Gelben dabei nie gestellt: 16 seiner mittlerweile 122 Tore (gut für Platz 5 in der Torschützenliste) erzielte der wieselflinke Neuzugang des TVE in dieser Begegnung. „Wir haben aus der Vorrunde definitiv etwas gut zu machen“, unterstreicht daher auch Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt vor dem Start in die Rückrunde.

Wiedergutmachung lautet auch die Devise der Gäste, deren Trainer Daniel Kubes betont, dass die deftige 24:44-Pleite in Hagen aus der Spielzeit 2015/16 immer noch an seinen Farben nagt. Doch nach einem sehr guten Saisonstart lief es für die Emsländer zuletzt eher schlecht als recht. Auch die Demission des vorherigen Geschäftsführers Holger Kaiser brachte dem Traditionsverein nicht die gewünschte Stabilität auf der Platte. Der Beleg: Ein 2:16-Lauf in den acht Begegnungen vor dem Doppel-Spieltag zum Jahresende. Zum Vergleich: In diesem Zeitraum sammelten die Gastgeber 10:8 Zähler, darunter 10:2 Punkte in der heimischen Arena am Ischeland. Doch ausgerechnet gegen die beiden Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten (auswärts) und zuletzt vor heimischer Kulisse gegen den HSC 2000 Coburg gelangen dem TVE Punktgewinne.

„Das ist ein schönes Weihnachtsspiel, bei dem wir natürlich auf viele Zuschauer hoffen – auch, weil es von der Distanz her nicht so weit ist“, berichtet Pfannenschmidt. Zum Abschluss des Jahres 2017 gilt für den Ostwestfalen weiter die Devise „Serie ausbauen“. Die bisherigen Heim-Auftritte geben dem 43-Jährigen auch allen Grund derart selbstbewusst dieses Ziel zu formulieren. „Unsere Entwicklungskurve zeigt speziell zuhause nach oben. Deshalb gehen wir mit einem guten Gefühl ins Spiel“, erklärt der Trainer trotz des jüngsten Rückschlags gegen den EHV Aue.

Nach der Partie ruht der Spielbetrieb der 2. Bundesliga wegen der Europameisterschaft in Kroatien bis zum zweiten Februar-Wochenende – mit Ausnahme der Begegnung der Grün-Gelben bei der HBW Balingen-Weilstetten. Dieses Spiel findet auf Wunsch der Gastgeber bereits am Mittwoch, 7. Februar, statt (Anwurf: 20.15 Uhr).

Quelle: VfL Eintracht Hagen

 

Eintracht Hildesheim vs. Wilhemlshavener HV

Kaum Zeit zur Ruhe zu kommen und durchzupusten an den Feiertagen für Eintracht Hildesheim. Die Mannschaft von Trainer Gerald Oberbeck hat um Weihnachten ein straffes Programm zu absolvieren. Nach dem Spiel gegen die Rimparer Wölfe am 23. Dezember folgte ein freier Tag am Heiligabend, am ersten Feiertag steht Training an und am 26. Dezember dann das erste Spiel der Rückrunde gegen den Wilhelmshavener HV. An das Hinspiel erinnern sich alle Eintracht-Fans sicher gerne, denn im ersten Zweitligaspiel nach dem Aufstieg gab es gleich einen Auswärtssieg in der Nordfrost-Arena. Um das zu wiederholen, galt es nun trotz der Weihnachtsfeierlichkeiten schnell zu regenerieren. Bei der letzten Partie gegen Rimpar stand gegen den Beinahe-Aufsteiger vom Sommer letztlich nur die Chancenauswertung einem Punktgewinn entgegen. "Wenn wir so spielen wie gegen Rimpar und unsere Chancen nutzen, werden wir Wilhelmshaven sicher schlagen" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel daher.

Seit dem Hildesheimer Hinspielsieg in Wilhelmshaven hat sich bei beiden Mannschaften einiges getan. Gleich ist aber die Tabellensituation beider Teams, denn im Zweitligatableau liegen Eintracht und der WHV in direkter Nachbarschaft. Auch der WHV braucht die Punkte daher dringend und will wie die Hildesheimer vor der langen Pause noch einmal siegen. Dabei kann der WHV vor allem mit der rechten Angriffsseite überzeugen, wo Kay Smits und Evgeny Vorontsov für Tore sorgen. Auch Dennis Doden zwischen den Pfosten ist immer ein starker Rückhalt für das spielstarke Wilhelmshavener Team. Vor allem gegen die Spitzenmannschaften sah der WHV oft gut aus. In eigener Halle gab es Heimsiege gegen Bietigheim und Emsdetten, gegen den Bergischen HC nur eine knappe Niederlage. Am Freitag holten sich die Wilhelmshavener ein 32:32 Unentschieden gegen Tusem Essen. Auswärts ist man allerdings seit September ohne Sieg, zuletzt gab es Niederlagen gegen Eintrachts Mitaufsteiger Rhein Vikings und Eintracht Hagen. Ein Problem ist dabei, dass der Wilhelmshavener HV mit durchschnittlich 29 Gegentreffern pro Spiel defensiv nicht immer kompakt genug steht.

Solche Lücken wird das Eintracht-Team nutzen müssen, um sich vor der langen Pause im Januar noch einmal Punkte sichern zu können. Trotz der Niederlage gegen Rimpar, bei der ein Sieg möglich gewesen wäre, kann die Mannschaft aber selbstbewusst auftreten. Mit 14 Punkten wäre Eintracht dann voll im Soll im Kampf um den Klassenerhalt. Weiter geht es dann erst am 10. Februar mit dem Auswärtsspiel beim Bergischen HC. Doch zuvor gilt es noch einmal, alle Kräfte zu aktivieren.

Quelle: Eintracht Hildesheim

 

 

HC Rhein Vikings vs. SG BBM Bietigheim

Nein, die beiden Heimspiele, die auf Handball-Zweitligist HC Rhein Vikings (Foto: Wort & Lichtbild) rund um die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage warten, dürften – um im Bild zu bleiben – alles andere als besinnlich werden. Immerhin geben im heimischen Castello dicht aufeinandergefolgt der Tabellendritte sowie der Zweite ihr Stelldichein: So gastiert am Freitag, 22. Dezember, zunächst um 20 Uhr der VfL Lübeck-Schwartau beim Team von Vikings-Trainer Ceven Klatt, bevor seine Schützlinge es am zweiten Weihnachtsfeiertag mit der SG BBM Bietigheim zu tun bekommen. „Beide Mannschaften sind absolute Top-Teams der Liga und haben eine eindrucksvolle Hinrunde gespielt. Wir sind in diesen schwierigen Spielen sicher eindeutig in der Außenseiterrolle“, sagt Klatt.

So sei Schwartau-Lübeck nach Siegen gegen die beiden Erstliga-Absteiger Balingen-Weilstetten und Bergischer HC praktisch die „Mannschaft der Stunde“, die in Oliver Milde über den derzeit wohl formstärksten Rückraumlinken der Liga verfüge. „Dazu stellt der VfL insgesamt eine körperlich sehr starke Mannschaft, die sich in Dennis Klockmann zudem noch auf einen sehr starken Torhüter verlassen kann“, weiß Klatt.

Ein wenig anders, aber nicht minder hochwertig kommt der Vikings-Gegner des 26. Dezembers daher: Auch die Partie gegen Bietigheim, die zudem das erste Spiel der Rückrunde ist, „ist extrem schwierig. Das haben wir schon bei unserer 20:30-Niederlage bei unserem ersten Zweitliga-Spiel zu spüren bekommen“. Natürlich hofft Klatt, „dass wir uns vor heimischem Publikum gegen den Gegner, der eine „unglaubliche Breite im Kader hat“, besser aus der Affäre ziehen. Wenn dies gelingen soll, müsse vor allem das Tempospiel inklusive erster und zweiter Welle in den Griff bekommen werden.

Bange ist dem Aufsteiger trotz der schwierigen Aufgaben jedoch nicht. „Wir spielen zu Hause, wollen den Zuschauern schöne Heimspiele liefern und werden alles reinwerfen, was wir können“, kündigt Klatt an. Zu was das letztlich führen kann, haben die Vikings in der Vergangenheit unter anderem bei ihren Heimsiegen gegen Top-Teams wie den TV Emsdetten oder den ASV Hamm eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Um trotz des Weihnachtsfestes, welches zwischen dem Heimspiel-Doppelpack wartet, halbwegs im Rhythmus zu bleiben, werden die Vikings am 23. Dezember sowie am ersten Weihnachtsfeiertag Trainingseinheiten einschieben. Wie sich der Kader in den beiden Heimspielen zusammensetzt, ist punktuell noch offen. „Die Bedingungen sind nicht die besten, aber das sind wir ja beinahe schon gewohnt. Wir haben einige kranke und angeschlagene Spieler. Da müssen wir abwarten, wer wann einsatzfähig ist“, verrät der Vikings-Coach.

 

19:30 Uhr - das letzte Spiel in 2017

ThSV Eisenach vs. EHV Aue

Im Vorfeld der heutigen 94. Auflage des Derbys zwischen dem ThSV Eisenach und dem EHV Aue sprachen wir mit unserem Coach Arne Kühr
Weihnachten und ein Derby, da freut man sich eigentlich drauf?

Eigentlich. Doch am 2. Weihnachtsfeiertag stehen sich zwei Teams in argen Abstiegsnöten gegenüber.

Der EHV Aue scheint sein Tal überwunden zu haben?

Bis vor 4 Wochen befand sich der EHV Aue im Tal. Alle im Verein und im Umfeld haben Ruhe bewahrt, Trainer Stephan Swat vertraut. Die kontinuierliche Arbeit zahlte sich aus. Viele Angriffszüge waren zunächst auf Marc Pechstein ausgerichtet. Inzwischen zeichnen sich mehr Spieler für den Torwurf verantwortlich. Vier Siege in Folge sprechen für sich.

Das heißt konkret?

Gregor Remke ist deutlich im Aufwind. Janar Mägi trifft wieder.  Beim Heimsieg über Eintracht Hildesheim wurden gleich 8 Spieler in der Torschützenliste vermerkt. Die Verantwortung liegt auf mehreren Schultern. Kevin Roch benötigte für seine 7 Tore nur 7 Würfe. Und da ist natürlich Kapitän und Spielmacher Eric Meinhardt zu nennen, mit dessen Rückkehr auf das Parkett die Trendwende ganz eng verbunden ist.

Ist der EHV Aue dem ThSV Eisenach ein Stück voraus?

Ja, das Team aus dem Erzgebirge ist uns ein bis zwei Schritte voraus. Der Heimsieg über den HC Elbflorenz, der Derbysieg in Dessau, der folgende Kantersieg in der heimischen Erzgebirgshalle und der Auswärtserfolg kurz vor dem Fest sind Beleg für die Trendwende.

Ihre Mannschaft will natürlich dennoch als Sieger das Parkett der Werner-Aßmann-Halle verlassen?

Ein Derby lebt von Emotionen. In einem Derby ist nahezu alles möglich. Wir setzten auf dem Parkett auf Bereitschaft und Emotionen, hoffen auf Emotionen von den Rängen. Wir wollen unsere Fans – nicht nur in diesem Spiel – begeistern. Das Miteinander zwischen Mannschaft und Fans ist überlebenswichtig! Im Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen klappte das bestens. Auch nach Ballverlusten haben uns die Fans nach vorn gepuscht. Das wünsche ich mir auch bei der Neuauflage des Traditionsderbys.

 

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