28.09.2017  2. Handball-Bundesliga

Zwei Spiele am Freitagabend - Essen will erste Punkte

Das Handball-Wochenende wird am Freitagabend mit zwei Spielen der 2. Handball-Bundesliga eröffnet. Während der HBW Balingen-Weilstetten gegen den ThSV Eisenach vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe steht, will der TUSEM Essen gegen die Aufsteiger des HC Elbflorenz 2006 endlich die ersten Punkte der Saison einfahren.

19:30 Uhr: TUSEM Essen vs. HC Elbflorenz 2006

Der TUSEM Essen wartet auch vor dem sechsten Spiel noch immer auf die ersten Punkte in dieser Saison. Eine vergleichsweise lange Spielpause wurde von TUSEM-Coach Jaron Siewert nun genutzt, um vor allem an der eigenen Mannschaft zu arbeiten: „Wir konnten den Fokus in diesen Tagen komplett auf uns selbst legen. Das Team hat das harte Programm voll durchgezogen und wir haben in allen Bereichen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“ Die letzten Tage sollen nun ganz unter dem Zeichen des kommenden Gegners stehen.

Denn mit dem HC Elbflorenz 2006 kommt ein Gegner in die Sporthalle Am Hallo, gegen den ein Sieg durchaus im Bereich des Machbaren ist. Die Aufsteiger aus Dresden zeigten bisher allerdings gerade für einen Liga-Neuling zum Teil sehr starke Leistungen. Gegen in der 2. Handball-Bundesliga etablierte Mannschaften wie dem Wilhelmshavener HV oder dem VfL Lübeck-Schwartau erkämpfte sich der HC je ein Unentschieden. Am vergangenen Wochenende gewannen die Dresdner ein enges Duell gegen den HC Rhein Vikings mit 27:25. Gegen TUSEM wollen die Gäste nun versuchen, ihren bisherigen, positiven Eindruck zu bestätigen.

Doch auch die Essener können auf die Leistung aus ihrem letzten Spiel aufbauen. Gegen den Bergischen HC - seines Zeichens Absteiger aus der DKB Handball-Bundesliga - hielten die Essener 55 Minuten stark mit, hatten am Ende aber doch das Nachsehen. Etwas Zählbares soll nun endlich beim Heimspiel gegen den HC Elbflorenz herausspringen: „Wir wollen an die guten Leistungen aus dem letzten Spiel anknüpfen und so zu den ersten Punkten kommen. Am Ende werden wir eine gute Abwehr- und Torhüterleistung benötigen, sowie eine bessere Chancenverwertung, um gegen Dresden erfolgreich zu sein“, gibt TUSEM-Trainer Jaron Siewert die Marschroute vor.

19:45 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten vs. ThSV Eisenach

Nach dem wahnsinnigen Spiel beim Dessau-Roßlauer HV, wusste man beim HBW nicht so recht, ob man sich nun freuen oder ärgern sollte. Klar war, dass die Balinger - über die vollen 60 Minuten gesehen - durchaus mit dem Punkt zufrieden sein können. Dennoch verspielte man wenige Sekunden vor Schluss einen zunächst nicht mehr für möglich geglaubten Auswärtssieg und kassierte in der Schlusssekunde den Ausgleich. Doch wie heißt es doch so schön? Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Und der nächste Gegner ist der ThSV Eisenach.

Die Wartburgstädter kommen mit der Hypothek von 2:10 Punkten und der Gewissheit in die SparkassenArena, dass sie nach sechs Spieltagen weit hinter ihren Erwartungen und eigenen Ansprüchen zurückgeblieben sind. Sie kommen aber auch mit der Einstellung nach Balingen, dass sie gegen einen Favoriten wie den HBW nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen haben. „Der HBW Balingen-Weilstetten - als Absteiger und aufgrund seiner personellen und wirtschaftlichen Ressourcen ein ganz heißer Anwärter auf den Aufstieg - ist natürlich klar favorisiert. Von ihm wird ein Sieg einfach erwartet. Vielleicht liegt uns die Rolle des Außenseiters“, erklärt ThSV-Coach Christoph Jauernik deshalb mit Blick auf den Freitag. Die Gallier von der Alb des HBW können sich also auf kämpferische Gäste einstellen, die um jeden Ball fighten werden. Diesen Kampf müssen die Schwaben bedingungslos annehmen, ansonsten könnte die Eisenacher tatsächlich für eine Überraschung sorgen.

Denn HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson hat diese Nicht-Annahme des Kampfes als Hauptursache dafür ausgemacht, dass seine Mannschaft in Dessau ihrer Favoritenrolle nie gerecht werden konnte. „Die waren deutlich härter als wir“, erklärte der Isländer. Das habe er bei seinen Spielern vermisst. Nun erwartet er von seinen Jungs, dass sie sich nicht nochmals so den Schneid abkaufen lassen. 

Foto: Stummbillig

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