14.12.2016  DHB-Pokal

Leipzig zieht ins REWE Final Four 2017 ein

Der SC DHfK Leipzig ist mit einem 28:24 (14:13) Heimsieg über die TSV Hannover-Burgdorf als erste Mannschaft in das REWE Final Four 2017 in Hamburg eingezogen. Damit feiern die Leipziger den größten Erfolg seit der Wiederbelebung der Handballabteilung im Sommer 2007. In der von beiden Mannschaften als "Spiel des Jahres" deklarierten Partie war die starke Defensivleistung der Leipziger ausschlaggebend für den Sieg.

Das Viertelfinale war wirklich umkämpft. Am Anfang bestimmten die Gastgeber das Geschehen in der Arena an der Jahnallee. Sie besaßen den besseren Start, trafen gleich mehrere Male aus dem Rückraum und führten 5:2 beziehungsweise 6:4. Doch dann ließen die jungen Burschen gleich mehrere so genannte einfache Gelegenheiten aus. Symptomatisch: Lukas Binder hatte aus allerdings großer Entfernung die Latte des leeren gegnerischen Tores getroffen. Prompt kamen die favorisierten Niedersachsen, die einige aktuelle Nationalspieler und obendrein mit Casper Mortensen und Morten Olsen zwei Olympiasieger im Kader haben, wieder ran.

Sie konnten gar mehrere Male in Führung gehen. 6:7, 7:8, 8:9, 9:10. Die offiziell 4028 Handballfans auf den Rängen erlebten eine Auseinandersetzung auf Messers Schneide. Die Gastgeber lagen zum Seitenwechsel durch die sicher verwandelten Siebenmeter von Christoph Steinert und die Wirkungstreffer von Aivis Jurdzs und Andreas Rojewski wieder vorn. Der Halbzeitstand lautete 14:13.

Die körperkulturellen Handballer schafften es, den knappen Vorsprung nach der Halbzeitpause auf einen weiteren Treffer auszubauen. Jetzt netzte vor allem Niclas Pieczkowski ein. Der Rückraumspieler hatte bekanntlich bei der Heimniederlage der Sachsen gegen die niederen Sachsen in der Bundesliga im letzten September gefehlt. 16:14, 18:16, 20:18. Doch dann schaffte Nationalspieler Erik Schmidt für die Gäste das Anschlusstor. Das Spiel hätte kippen können. Spätestens in dieser Phase avancierten die einheimischen Handballfans zu einem ganz wichtigen Faktor in diesem Match. Sie lärmten, sie feuerten die eigene Mannschaft an, sie standen ständig auf, um dadurch Druck zu machen.

Leipzig feiert den Einzug ins REWE Final Four 2017

Die Zuschauer feierten die Paraden des eigenen Keepers. Milos! Milos! Die Gäste aus der Kleinstadt bei Hannover schafften es wirklich nicht, in dieser hitzigen Atmosphäre cool zu bleiben, und ließen gleich mehrere Gelegenheiten zum möglichen Gleichstand liegen.

Die einheimischen Handballer ließen Mitte der zweiten Halbzeit sieben Minuten lang keinen Gegentreffer zu. „Meine Mannschaft hat viele, sehr viele Meter gemacht und viele Lücken in der Abwehr geschlossen!“ sagte Chefcoach Christian Prokop in der Pressekonferenz. CCCP konnte wirklich zufrieden sein. In der Abwehr wurde sich gegenseitig geholfen, im Angriff jede Gelegenheit zum Attackieren genutzt. Erst versenkte Lukas Binder die Nülle vom eigenen Wurfkreis im gegnerischen Tor, dann hämmerte Aivis Jurdsz die Kugel zum umjubelten 28:23 in den Kasten. Außerdem erzielte auch Andreas Rojewski ganz wichtige Wirkungstreffer. Der Entstand lautete 28:24. So ein Tag, so wunderschön wie heute...

Quelle: SC DHfK Leipzig

Foto: Justen

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Tabelle

PL Team Spiele Pkt
1 Rhein-Neckar LöwenRhein-Neckar Löwen 32 56:8
2 SG Flensburg-HandewittSG Flensburg-Handewitt 32 55:9
3 THW KielTHW Kiel 32 50:14
4 MT MelsungenMT Melsungen 32 47:17
5 Füchse BerlinFüchse Berlin 32 43:21
6 FRISCH AUF! GöppingenFRISCH AUF! Göppingen 32 39:25
7 TSV Hannover-BurgdorfTSV Hannover-Burgdorf 32 36:28
8 SC MagdeburgSC Magdeburg 32 35:29
9 VfL GummersbachVfL Gummersbach 32 35:29
10 HSG WetzlarHSG Wetzlar 32 34:30
11 SC DHfK LeipzigSC DHfK Leipzig 32 30:34
12 Bergischer HCBergischer HC 32 19:45
13 TBV LemgoTBV Lemgo 32 18:46
14 HBW Balingen-WeilstettenHBW Balingen-Weilstetten 32 15:49
15 TVB 1898 StuttgartTVB 1898 Stuttgart 32 14:50
16 ThSV EisenachThSV Eisenach 32 10:54
17 TuS N-LübbeckeTuS N-Lübbecke 32 8:56
18 Handball Sport Verein HamburgHandball Sport Verein Hamburg 0 0:0
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