07.03.2018  DHB-Pokal

Pokalkracher am Mittwoch: Derby um den Halbfinaleinzug

Dieses Derby elektrisiert die Fans. Am Mittwoch empfangen die Füchse Berlin in der Max-Schmeling-Halle den Lokalrivalen vom SC Madeburg zum DHB-Pokal Viertelfinalspiel. Um 19:00 Uhr kämpfen die Teams nicht nur um den Einzug ins REWE Final Four, sondern auch um das Prestige.

Ausblick:

Es ist das Derby im Osten Deutschlands: Schon im Liga-Alltag lieferten sich die Füchse Berlin und der SC Magdeburg hitzige Duelle in ausverkauften Hallen. Das letzte Aufeinandertreffen an Weihnachten endete 23:23-Unentscheiden. Jetzt geht es um den Einzug ins REWE Final Four in Hamburg. Trotz des eng getakteten Terminplans ist die Vorfreude bei Magdeburgs Rechtsaußen Robert Weber schon einen Tag vor dem Spiel groß: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Die Chancen stehen 50:50. In den letzten zwei Jahren haben wir immer einen Punkt geholt in Berlin. Wir haben eine super Truppe und werden das wieder zeigen. Vielleicht haben die Füchse einen ganz kleinen Vorteil, dass sie zuhause spielen. Unsere Motivation ist riesig über Berlin erneut nach Hamburg zu fahren."  Auch sein Pendant auf der linken Außenbahn Matthias Musche ist heiß auf den Pokalfight: "Logisch, in Berlin zu spielen ist immer cool.. Für uns, für die Füchse, was Besonderes. Beim Derby ist immer Brisanz drin. Noch dazu im Pokal. Wir müssen und werden fokussiert sein. Es ist ein Ko.-Spiel. Da kann man sich morgen wahrscheinlich keine 5 schwachen Minuten leisten, um zu gewinnen. Das wollen wir. Wir machen unser Zeug, wollen unseren Plan umsetzen. Klar, wir sind ganz gut gewappnet."

Beide Teams schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle. Der SCM liegt auf einem guten fünften Platz in der DKB Handball-Bundesliga und kämpft damit weiter um die erneute Teilnahme an europäischen Wettbewerben. Erst unter der Woche konnten die Grün-Roten einen ungefährdeten 36:24-Sieg gegen TATRAN Presov einfahren. Noch besser läuft es bei den Füchsen: Tabellenplatz zwei und ebenfalls ein deutlicher Sieg im EHF-Cup können die Hauptstädter momentan vorweisen. SCM-Trainer Bennet Wiegert ist die Schwere der Aufgabe für seine Jungs bewusst: "Leidenschaft, Kampf, Siegeswille. Das sind drei Attribute, die uns gut zu Gesicht stehen. Aber es wird ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen eine Topleistung auf die Platte bringen, um morgen in Berlin gegen die Füchse erfolgreich zu sein. Wir haben ein gutes Gefühl, wollen unseren Flow mitnehmen. Man kann mit einem schlechteren Gefühl nach Berlin fahren."

Der Einzug ins Halbfinale des DHB-Pokals würde beiden Klubs für den Saisonendspurt noch mehr Auftrieb verleihen. Denn in Hamburg geht es dann gegen die Konkurrenz aus Wetzlar, Mannheim und Hannover am Finalwochenende um den Pokal.

Im Fokus:

Der Hunger nach dem Erfolg: Wie es sich anfühlt der große Sieger des REWE Final-Four zu sein und den Pokal in die Höhe zu stemmen, wissen die meisten Spieler des SC Magdeburg noch sehr genau. Gut in den Köpfen verankert ist der Sieg aus dem Jahr 2016. Nachdem der SCM 2015 noch denkbar knapp im Siebenmeter-Werfen an der SG Flensburg-Handewitt scheiterte, revanchierte sich der Klub im Jahr darauf mit einem 32:30-Sieg gegen die Nordlichter. Der Berliner Triumph im Pokalfinale ist  schon zwei Jahre länger her. 2014 entschieden die Füchse das Endspiel in Hamburg für sich. Der Gegner damals ebenfalls die SG Flensburg Handewitt.

Zahlen, Daten, Statistiken:

Die letzten beiden Aufeinandertreffen im Pokal konnte der SC Magdeburg jeweils für sich entscheiden. 2005 setzte sich der SCM damals noch unter Trainer Alfred Gislason deutlich mit 35:22 durch. Im letzten Pokalspiel der beiden Kontrahenten 2015 behielten die Bördestädter  deutlich knapper die Oberhand. Im Halbfinale hieß es am Ende 27:26.  Bestens in Erinnerung wird dieses Spiel Magdeburgs Torhüter Dario Quenstedt sein, der eine halbe Minute vor Schluss den Sieg festhalten konnte.

Teamvergleich:

SC Magdeburg:
Weg ins Viertelfinale: HC Rhein Vikings, Wilhelmshavener HV, HG Saarlouis
Torverhältnis: 103:74
Trefferquote: 69,13%
Quote gehaltener Bälle: 33,63%

Füchse Berlin:
Weg ins Viertelfinale: HF Springe, HSG Nordhorn-Lingen, SG Flensburg-Handewitt
Torverhältnis: 85:69
Trefferquote: 61,59%
Quote gehaltener Bälle: 35,71%

Foto:Lächler

 

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