12.03.2017  DKB Handball-Bundesliga

Zwischenspurt sichert Wetzlar Punkte gegen Hannover

Die HSG Wetzlar gewinnt am Samstagabend gegen Tabellennachbarn TSV Hannover-Burgdorf mit 34:30 (14:16). Dank eines letztlich vorentscheidenden 10:3 Laufs in der zweiten Hälfte behält das Team von Trainer Kai Wandschneider die Oberhand. Beste Werfer der Partie waren Bad Boy Jannik Kohlbacher und Kristian Björnsen mit je acht Treffern.

Die beiden Heimspiele im Februar waren wechselhaft für die HSG Wetzlar, nach einem deutlichen 27:22 im Derby gegen die MT Melsungen folgte ein deutliches 18:26 gegen den SC Magdeburg. Erster Gast im März war mit der TSV Hannover-Burgdorf ein Tabellennachbar, gegen den sich die Hessen einiges vorgenommen hatten. Die Hausherren setzten durch Nationalspieler Jannik Kohlbacher auch gleich den ersten Treffer und beantworteten den zwischenzeitlichen Ausgleich von Kai Häfner mit einem Doppelschlag von Kristian Björnsen und Stefan Cavor - der am Rande des Spiels seine Vertragsverlängerung bekannt gab - zum 3:1. 

Hannover war mit einigem Druck angereist, vier Spiele in Serie hatten die Niedersachsen verloren. Nach einer ersten Unterzahlsituation kamen die Gäste aber besser ins Spiel, zwei Treffer von Kai Häfner brachten den Ausgleich. Die nächse Unterzahl überstanden die Recken ohne größeren Schaden und bei numerischer Gleichzahl konnte Casper Ulrich Mortensen sein Team beim 5:4 erstmals in Vorlage bringen. Hannover war nun am Drücker, ein Strafwurf von Mortensen sorgte für das 7:5 und als Kai Häfner nach einer Viertelstunde das 10:7 erzielte, lagen bereits drei Tore zwischen den Konkurrenten. 

Wetzlars Coach Kai Wandschneider nahm die Auszeit, doch die Gäste gaben weiter den Ton an - obschon sie ihre erste Überzahlsituation nicht hatten nutzen können. Die Niedersachsen spielten nicht fehlerfrei und verpassten die Chance, sich weiter abzusetzen. Nach dem 13:10 kam Wetzlar zur Freude der 4.239 Zuschauer durch Treffer von Stefan Kneer und Jannik Kohlbacher wieder auf ein Tor heran. Morten Olsen erhöhte aber auf der Gegenseite und auf den nächsten Wetzlarer Treffer antworteten Mait Patrail und Casper Ulrich Mortensen zur erneuten Drei-Tore-Führung. Wieder vergab Hannover die Chance zu erhöhen, trotz Unterzahl konnte Philipp Weber mit der Sirene so zum 16:14-Pausenstand verkürzen.

Nach Wiederbeginn zog Hannover-Burgdorf erneut auf drei Tore davon, Wetzlar ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Und nach dem 17:20 sollte sich das Blatt wenden, nach sechs Minuten des zweiten Abschnitts bekamen die Hausherren das Heft in die Hand. Die Deckung steigerte sich und im Tor war nun Benjamin Buric ein guter Rückhalt, mit zahlreichen Paraden ließ er die Gäste aus Niedersachsen verzweifeln. Fünf Minuten in Folge blieb Buric ohne Gegentreffer, die Grundlage für die Aufholjagd, die nicht nur zum Ausgleich durch Jannik Kohlbacher führte: Stefan Cavor legte in Überzahl den Führungstreffer zum 21:20 nach.

Hannover hatte bereits vergebens versucht mit einer Auszeit den Lauf der Gäste zu stoppen, dies gelang auch nicht durch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Joakim Hykkerud. Philipp Weber und Kasper Kvist erhöhten auf 23:21. Hannover versuchte Schritt zu halten, in Unterzahl erzielte Mait Patrail einen wichtigen Treffer - der Rückraumspieler kassierte auf der Gegenseite dann aber ebenfalls eine Zeitstrafe, wie wenig später auch ein Wetzlarer Akteur. In der umkämpften Partie zog Wetzlar über 25:22 und 27:23 weiter davon - zwölf Minuten vor dem Ende nahm das Team aus Hannover bereits die letzte Auszeit. 

In der packenden Auseinandersetzung ging es hin und her. Hannover verkürzte den Abstand zunächst auf zwei Tore, Kai Häfner traf zum 28:26 und 29:27. Wetzlar hatte aber immer eine Antwort, so auch auf das 30:28 von Lars Lehnhoff und das 31:29 von Morten Olsen. Fünf Minuten vor dem Ende bot sich dann aber die Chance auf den Anschluss, doch Hannover vergab und auf der Gegenseite erzielte Philipp Weber das 32:29. Kai Häfner hielt die Hoffnungen der Recken am Leben, doch wieder vergaben die Niedersachsen die Möglichkeit den Abstand auf ein Tor zu verkürzen. Die Zeit lief längst für die HSG Wetzlar, die mit dem nächsten Treffer von Filip Mirkulovski dann endgültig die Weichen zum 34:30-Erfolg stellte.

Quelle: HSG Wetzlar

Bild: Vogler

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Tabelle

PL Team Spiele Pkt
1 Rhein-Neckar LöwenRhein-Neckar Löwen 30 55:5
2 SG Flensburg-HandewittSG Flensburg-Handewitt 30 54:6
3 THW KielTHW Kiel 30 47:13
4 Füchse BerlinFüchse Berlin 30 45:15
5 SC MagdeburgSC Magdeburg 30 44:16
6 HSG WetzlarHSG Wetzlar 30 37:23
7 SC DHfK LeipzigSC DHfK Leipzig 31 34:28
8 MT MelsungenMT Melsungen 30 32:28
9 HC ErlangenHC Erlangen 31 28:34
10 TSV GWD MindenTSV GWD Minden 30 24:36
11 TSV Hannover-BurgdorfTSV Hannover-Burgdorf 31 23:39
12 FRISCH AUF! GöppingenFRISCH AUF! Göppingen 30 21:39
13 VfL GummersbachVfL Gummersbach 30 19:41
14 TVB 1898 StuttgartTVB 1898 Stuttgart 30 18:42
15 Bergischer HCBergischer HC 30 18:42
16 TBV LemgoTBV Lemgo 30 17:43
17 HBW Balingen-WeilstettenHBW Balingen-Weilstetten 31 17:45
18 HSC 2000 CoburgHSC 2000 Coburg 30 11:49
Gesamte Tabelle anzeigen

Spielplan

Uhrzeit Heim Erg. Gast
31.03.
19:45
HSG WetzlarWET 26:22 TSV GWD MindenGWD
13.04.
20:15
TVB 1898 StuttgartTVB 18:28 HSG WetzlarWET
22.04.
19:00
HSG WetzlarWET 24:23 SC DHfK LeipzigLEI
29.04.
19:00
HSC 2000 CoburgHSC 27:28 HSG WetzlarWET
13.05.
19:00
HSG WetzlarWET 29:19 FRISCH AUF! GöppingenFAG
20.05.
19:00
Bergischer HCBHC 18:18 HSG WetzlarWET
27.05.
19:00
HSG WetzlarWET - : - HC ErlangenERL
31.05.
19:00
TBV LemgoLEM - : - HSG WetzlarWET
07.06.
20:15
HSG WetzlarWET - : - Rhein-Neckar LöwenRNL
10.06.
16:00
SG Flensburg-HandewittFLE - : - HSG WetzlarWET