12.03.2017  DKB Handball-Bundesliga

Einen Schritt schneller - Rhein-Neckar Löwen besiegen Minden

Die Rhein-Neckar Löwen haben zu Beginn große Probleme gegen die befreit aufspielenden Aufsteiger von GWD Minden. Erst in der zweiten Hälfte schaffen es die Löwen, ihre individuelle Klasse vom Papier aufs Feld zu kriegen und gewinnen letztlich verdient mit 26:20 (9:11). Bester Werfer der Partie ist der Löwe Gudjon Valur Sigurdsson mit elf Treffern.

Es war das erste Bundesliga-Heimspiel der Rhein-Neckar Löwen in der SAP Arena im Jahr 2017, der erste Ligaauftritt vor den eigenen Fans seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres. Und die Löwen begannen in den ersten Spielminuten, als wollten sie sofort alles nachholen, was sie aufgrund des Spielplans in den vergangenen Wochen in der SAP-Arena nicht durften: Tore erzielen zum Beispiel. 3:0 für die Badener nach vier Spielminuten. „Wir hatten eigentlich den Start, den wir uns gewünscht hatten“, sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen.

Doch nach dem guten Auftakt klappte nicht mehr viel im Spiel des Deutschen Meister. Im Offensivspiel fehlte das Tempo, zudem unterliefen den Spielern der Gelbhemden viel zu viele Fehlwürfe – einiges erinnerte in den Offensivbemühungen an den Auftritt am vergangenen Donnerstag in der VELUX EHF Champions League gegen MOL Pick Szeged. Nach 30 Spielminuten standen gerade einmal neun Treffern der Gastgeber auf der Anzeigetafel – bei elf Fehlwürfen. Das war natürlich eine miserable Quote und viel zu viel, um ein Bundesligaspiel zu dominieren. „Wir haben uns Chancen herausgespielt, sind aber zu oft an Gerrie Eiljers gescheitert“, sagte Patrick Groetzki. „Wir hatten nicht die Qualität in den Würfen aus dem Rückraum gehabt, haben zu oft neben das Tor geworfen oder den Torhüter angeworfen“, monierte Jacobsen. Der Übungsleiter versuchte vieles. Nach einer Viertelstunde nahm er eine Auszeit und brachte im Rückraum Filip Taleski zu seinem ersten Einsatz im Löwen-Trikot und Mads Mensah für Harald Reinkind und Kim Ekdahl du Rietz, in der Schlussphase des ersten Durchgangs im Angriff sogar den siebten Feldspieler. Doch wirklich viel besserte sich durch diese Maßnahmen jeweils nicht.

Positives, wie etwa den ersten Treffer in der SAP-Arena von Winterneuzugang Filip Taleski und eine gute Trefferquote von Gudjon Valur Sigurdsson (fünf Treffer bei fünf Versuchen, darunter zwei Siebenmeter, insgesamt elf Treffer), gab es hingegen wenig zu sehen in dieser ersten Hälfte. Allerdings war da ja noch die Abwehr der Badener. Die stand wenigstens sicher, auch wenn mit den Mindenern jetzt auch nicht die angriffsstärkste Mannschaft der Bundesliga in der SAP Arena zu Gast war.Zu Beginn der zweiten Halbzeit gerieten die Löwen sogar erstmals in der Partie beim 9:12 mit drei Treffern in Rückstand. Dann aber ging ein Ruck durch das Rudel. Plötzlich wurden in der Abwehr die Bälle erobert, Mikael Appelgren zeigte vier Paraden innerhalb kürzester Zeit (Groetzki: „Wir hatten einen sehr guten Torhüter“) und die Ballgewinne nutzten die Badener zu schnellen Toren. Mit einem 4:0-Lauf drehten die Gastgeber die Partie (13:12/37.), führten anschließend beim 15:13 erstmals mit zwei Treffern Differenz, kurz darauf waren es drei. Knapp zehn Minuten hatten den Badener also gereicht, um aus einem Drei-Tore-Rückstand einen Drei-Tore-Vorsprung zu machen. „Wichtig war, dass wir dann gekämpft haben“, sagte Patrick Groetzki. „Wir haben in der Offensive nun variantenreicher agiert“, sagte Jacobsen.

Doch wer gedacht hatte, die Löwen würden die Mindener nun überrennen, hatte sich getäuscht. Die Badener führten nun zwar durchgängig, doch weiter absetzen als auf vier Treffer konnten sie sich erst einmal nicht, das gelang erst in der Schlussminute. Aber immerhin streuten die Löwen schöne Treffer wie etwa das von Sigurdsson zum 18:15 per Kempa-Trick nach Groetzki-Anspiel ein. Solche Treffer zu bejubeln, ließ dann sicherlich auch den einen oder anderen Zuschauer über die weniger gute erste Hälfte hinwegsehen. Der Jubel nach dem Schlusspfiff in der SAP Arena war jedenfalls groß. „Die Zuschauer haben uns super unterstützt, als es in der zweiten Hälfte nötig war“, lobte Jacobsen.

Quelle: Rhein-Neckar Löwen

Bild: Binder

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Tabelle

PL Team Spiele Pkt
1 SG Flensburg-HandewittSG Flensburg-Handewitt 24 44:4
2 THW KielTHW Kiel 24 40:8
3 Rhein-Neckar LöwenRhein-Neckar Löwen 22 39:5
4 Füchse BerlinFüchse Berlin 25 39:11
5 SC MagdeburgSC Magdeburg 25 35:15
6 SC DHfK LeipzigSC DHfK Leipzig 24 28:20
7 HSG WetzlarHSG Wetzlar 24 26:22
8 MT MelsungenMT Melsungen 25 23:27
9 HC ErlangenHC Erlangen 24 22:26
10 TSV Hannover-BurgdorfTSV Hannover-Burgdorf 25 22:28
11 FRISCH AUF! GöppingenFRISCH AUF! Göppingen 24 21:27
12 TSV GWD MindenTSV GWD Minden 24 19:29
13 VfL GummersbachVfL Gummersbach 24 15:33
14 TVB 1898 StuttgartTVB 1898 Stuttgart 22 14:30
15 HBW Balingen-WeilstettenHBW Balingen-Weilstetten 25 14:36
16 TBV LemgoTBV Lemgo 24 13:35
17 Bergischer HCBergischer HC 24 11:37
18 HSC 2000 CoburgHSC 2000 Coburg 25 9:41
Gesamte Tabelle anzeigen

Spielplan

Uhrzeit Heim Erg. Gast
26.12.
15:00
SC MagdeburgSCM 35:32 Rhein-Neckar LöwenRNL
15.02.
20:15
TSV Hannover-BurgdorfHAN 26:30 Rhein-Neckar LöwenRNL
05.03.
15:00
Füchse BerlinFUX 30:30 Rhein-Neckar LöwenRNL
11.03.
19:00
Rhein-Neckar LöwenRNL 26:20 TSV GWD MindenGWD
25.03.
19:00
TBV LemgoLEM 28:33 Rhein-Neckar LöwenRNL
01.04.
19:00
Rhein-Neckar LöwenRNL - : - SC DHfK LeipzigLEI
12.04.
19:00
Rhein-Neckar LöwenRNL - : - VfL GummersbachGUM
15.04.
20:15
FRISCH AUF! GöppingenFAG - : - Rhein-Neckar LöwenRNL
22.04.
19:00
Rhein-Neckar LöwenRNL - : - HSC 2000 CoburgHSC
30.04.
15:00
HC ErlangenERL - : - Rhein-Neckar LöwenRNL