04.06.2018  DKB Handball-Bundesliga

Füchse verteilen keine Geschenke - Hüttenberg steigt ab

Das letzte Heimspiel der Füchse Berlin war ein Wechselbad der Gefühle. Sportlich taten sich die verletzungsbedingt stark dezimierten Füchse lange Zeit schwer, gewannen aber letztlich souverän mit 28:23 (15:12) gegen den TV Hüttenberg. Zwischen den Pfosten stand Petr Stochl in seinem letzten Spiel, war einmal mehr ein starker Rückhalt und parierte unter anderem zwei Strafwürfe. Bester Torschütze war Oliver Milde mit fünf Treffern.

Für die Füchse Berlin ging es im letzten Saisonspiel darum eine fantastische Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen und Petr Stochl in den handballerischen Ruhestand zu verabschieden. Trainer Velimir Petkovic konnte dabei nur noch auf einen Rumpfkader zurückgreifen, eine komplette Besetzung fehlte ihm. Stipe Mandalinic, Paul Drux, Marko Kopljar, Ignacio Plaza Jimenez und Steffen Fäth, Erik Schmidt meldete sich kurzfristig zurück und Mattias Zachrisson ist weiterhin gehandicapt. Dafür rückten mit Rolando Urios, Cyrill Akakpo und Kuno Schauer gleich drei Jugendspieler in den Kader nach. 

Erwartungsgemäß begann Petr Stochl zwischen den Pfosten, es sollte sein letzes Spiel für die Füchse sein, er wird nur noch ein Spiel für die Nationalmannschaft und das Abschiedsspiel von Filip Jicha bestreiten. Für den TV Hüttenberg ging es dagegen noch um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt, entsprechend motiviert und engagiert gingen die Hessen in die Partie. Früh wurde der Berliner Angriff gestört und den Füchsen fiel es schwer sich Torchancen zu erarbeiten.

Dennoch setzten sich die Füchse langsam ab, im Rückraum agierten Drago Vukovic, Fabian Wiede und Oliver Milde. Beim 9:6 wurde dann aber die Fehlerzahl etwas zu hoch, die Gäste bestraften schnell und kamen wieder auf 9:8 heran. Torhüter-Legende Petr Stochl hatte letztlich großen Anteil, dass es mit 15:12 in die Halbzeitpause ging. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs trumpfte Milde auf, erhöhte mit einem Doppelschlag auf 17:12. 

Die Füchse waren jetzt die spielbestimmende Mannschaft und obwohl Hüttenberg immer wieder etwas herankam, ernsthaft gefährden konnten sie nicht. Beim 21:16 waren es erstmals fünf Tore und spätestens als Bjarki Mar Elisson mit einem Kempatrick auf 26:20 erhöhte, war der Sieg fünf Minuten vor Schluss sicher. Mit einer letzten Auszeit beorderte Trainer Velimir Petkovic nun auch noch den Nachwuchs aufs Feld, am Ende stand ein souveräner 28:23-Sieg auf der Anzeigetafel.

Emotional wurde es dann nach Abpfiff. Mit Ignacio Plaza Jimenez, Oliver Milde, Steffen Fäth und Drago Vukovic wurden vier Spieler verabschiedet, die viel für die Füchse geleistet haben und den Verein nun mit neuen Zielen verlassen. Die eine oder andere Träne floß dann aber vor allem beim Abschied von Petr Stochl, der mit 42 Jahren seine aktive Karriere beendet, von der er 12 Jahre in Berlin verbrachte und vom Aufstieg über alle Titelgewinne der letzten Jahre viel erlebte. Ihm zu Ehren waren unter anderem sein Freund Filip Jicha und sein früherer Mitspieler Markus Richwien nach Berlin gekommen, Conny Wilczynski und Iker Romero grüßten per Video-Botschaft.

Statistiken zum Spiel

Aufstellung Berlin: Heinevetter, Stochl; Wiede (4), Elisson (2), Milde (6), Vukovic (3), Struck (1), Gojun, Schauer, Akakpo, Lindberg (3/2), Zachrisson (5), Urios Gonzales (1), Schmidt (1), Reissky, Koch (2)

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenák, Wörner, Lambrecht (1), Wernig (4/2), Rompf (2), Zörb (1), Fernandes, Jóhannsson (5), Klein (1), Roth, Mappes (3), Hofmann, Hahn (2/1), Lauer

Zeitstrafen: 6:4 Min.

Siebenmeter:3/3:2/4

Zuschauer: 8871

Schiedsrichter: Ronald Klein, Christoph Immel

Quelle: Füchse Berlin

Foto: Füchse Berlin