12.10.2017  DKB Handball-Bundesliga

6er-Pack DKB HBL am Donnerstagabend: die Highlights

Der perfekte Saisonstart in Berlin - 16:0 Punkte! Außerdem: Spannung - das versprach das Aufeinandertreffen zwischen einigen Teams am heutigen Abend, allen voran aber im Duell THW Kiel gegen FRISCH AUF! Göppingen, hatten die Schwaben die vergangenen zwölf Spiele in Kiel zwar nicht gewinnen können, standen ihnen aber am heutigen Abend Zebras gegenüber, die mehr als unglücklich in die aktuelle Saison gestartet sind.

THW Kiel : FRISCH AUF! Göppingen 28:23

Die "Zebras" begannen stark und gingen durch Treffer von Steffen Weinhold und Nikola Bilyk schnell mit 2:0 in Führung (2.). Doch Göppingen konterte ebenso schnell und glich wieder aus (4.). Nach zwölf Minuten gingen die Gäste erstmals in Führung (6:5) und Kiel zeigte Nerven: Niclas Ekberg verwarf einen Siebenmeter (15.), und selbst in fast zweiminütiger doppelter Überzahl gelang es dem THW nicht, einen Treffer zu erzielen. Aber Keeper Niklas Landin baute die "Zebras" mit seinen Paraden auf: Plötzlich lief es bei den Hausherren, die auf vier Tore davonziehen konnten (27./12:8).

Der Vier-Tore-Vorsprung hatte im zweiten Durchgang nicht lange Bestand, Göppingen kam bis auf einen Treffer heran (37./15:16). Aber die Kieler hielten dagegen und konnten wieder ein kleines Polster herauswerfen - (42./19:16). Dann setzte THW-Keeper Andreas Wolff entscheidende Signale mit einem gehaltenen Siebenmeter und einer weiteren Parade, die Rene Toft Hansen mit dem 21:17 für Kiel krönte (46.). Kurz darauf erhöhte Patrick Wiencek auf 22:17 (49.) - die Vorentscheidung? Ja, weil Wolff im THW-Tor eine gute Leistung zeigte und mehrere Chancen der Göppinger vereitelte. (Quelle: NDR)

Füchse Berlin : HC Erlangen 31:25

Die Handballer der Füchse Berlin bleiben in der Bundesliga ungeschlagen. Das 31:25 (14:13) am Donnerstag über den HC Erlangen war für die Berliner der achte Sieg im achten Spiel und machen ihren Saisonstart perfekt. In der ersten Halbzeit spielten die Franken sehr gut mit, führten in der 25. Minute mit 13:10. Berlin holte aber auf und ging durch den Treffer von Spielmacher Petar Nenadic kurz vor der Pause erstmals in Führung. "Wenn wir uns nicht fokussieren, sind wir eine Mittelfeldmannschaft", sagte Füchse-Manager Bob Hanning zur Halbzeit im TV-Sender Sky. Im zweiten Abschnitt stimmte dann der Fokus. Die Füchse kamen zu einem ungefährdeten Sieg. (Quelle: Augsburger Allg.)

SG Flensburg-Handewitt : TVB 1898 Stuttgart 28:17

Die Flensburger starteten ebenfalls furios in die Partie: Nach 36 Sekunden eröffnete Holger Glandorf den Torreigen, nach vier Minuten traf Hampus Wanne bereits zum 4:1 für die Schleswig-Holsteiner. Die SG hielt den Druck hoch, Glandorf und Wanne versäumten es aber, die Führung weiter auszubauen. Stattdessen kam Stuttgart wieder ran (7:6/15.). Kurios ging es weiter: Erst zogen die Flensburger auf fünf Treffer davon (20./11:6), dann brachten sie den TVB erneut durch eigene Fehlwürfe - unter anderem vergab Lauge einen Siebenmeter - wieder ins Spiel zurück (25./11:10). Mit einem viel zu knappen 12:10 für Flensburg ging es in die Halbzeitpause.

Das schien sich kurz nach Wiederbeginn zu rächen, als Tobias Schimmelbauer für die Stuttgarter auf 11:12 verkürzte (32.). Aber mit einem 5:0-Lauf baute die SG die Führung erstmals auf sechs Tore aus (40./17:11). Diesmal verspielten die Gastgeber den Vorsprung nicht, im Gegenteil: Kentin Mahé erhöhte auf neun (50./23:14) - die Partie war gelaufen. SG-Coach Maik Machulla gönnte seinem Keeper Mattias Andersson eine Pause und verhalf dem 34-jährigen Rasmus Schmidt Lind zu ein paar Einsatzminuten (53.). Der Däne bekam allerdings kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen. (Quelle: NDR)

 

TuS N-Lübbecke : MT Melsungen 19:22

Die MT Melsungen löste die knifflige Auswärtsaufgabe in Ostwestfalen und gewann am Donnerstag beim TuS N-Lübbecke nach einer 12:11-Halbzeitführung mit 22:19. Die Vorentscheidung fiel bereits sieben Minuten vor Schluss, als Tobias Reichmann per Gegenstoß seine Rotweissen mit 21:15 nach vorn brachte. Die Show des Abends allerding lieferte Dener Jaanimaa. Dem Halbrechten gelang vor 1.348 Zuschauern in der Merkur Arena fast alles, mit 9 Toren war er der beste Schütze des Spiels. Auf Seiten der Gastgeber traf Marko Bagaric (5) am häufigsten. Für die Nordhessen war dies übrigens erst der zweite Erfolg am Fuße des Wiehengebirges in den letzten zehn Jahren. (Quelle: MT Melsungen)

TV 05/07 Hüttenberg : Die Eulen Ludwigshafen 28:27

Es ist vollbracht: Bundesliga-Aufsteiger TV Hüttenberg hat seinen ersten Heimsieg eingefahren. Gegen die Eulen Ludwigshafen siegte das Team von Adalsteinn Eyolfsson nach erneut dramatischem Spielverlauf mit 28:27. Die Hüttenberger lagen in dem engen Spiel gegen den Mitaufsteiger lange vorne, verspielten aber immer wieder die Führung. So hieß es zur Halbzeit trotz zwischenzeitlicher 3-Tore-Führung nur 15:15, und auch der Topstart in Halbzeit zwei inklusive 4:0-Lauf konnte die Partie der Blau-Roten nicht beruhigen. Ludwigshafen blieb trotz toller Paraden von TVH-Keeper Fabian Schomburg dran und hatte Sekunden vor Schluss die Chance zur Führung. Doch Schmidt verlor den Ball bei der Kreuzung, und so durfte Hüttenberg drei Sekunden vor der Schlusssirene den Ball von Außen doch noch einmal ins Eulen-Nest legen - erster Heimsieg und Riesenjubel in der Gießener Osthalle! (Quelle: Gelnhäuser Tagesblatt)

VfL Gummersbach : TBV Lemgo 30:27

Der TBV Lemgo holt am 9. Spieltag einen deutlichen 37:30-Auswärtssieg beim VfL Gummersbach. Zur Halbzeit hatte man bereits mit drei Treffern vorne gelegen. Damit hat der TBV aktuell zehn Punkte auf der Habenseite. 

Florian Kehrmann: Wir haben eine tolle Auswärtsleistung gezeigt. Oft stellt man sich ja darauf ein, dass die Deckungsreihen dominieren, aber heute war es so, dass wir einen überragenden Angriff gespielt haben. Wir haben ganz viele Dinge auf den Punkt gespielt und hatten so eine hohe Angriffsquote. So konnten wir von Anfang an das Spiel bestimmen. Auch in der 45. Minute, wo Gummersbach dann mit dem siebten Feldspieler agiert, haben wir nur ein, zwei Angriffe gebraucht, um uns darauf einzustellen. Wir haben gegen jede Deckungsvariante immer Lösungen gefunden und mit einer tollen Mannschaftsleistung auch in der Höhe verdient die Punkte mitgenommen. Jetzt müssen wir regenerieren und den Fokus voll auf das Pokalspiel legen. Das ist vielleicht das Spiel des Jahres, wir wollen Stuttgart schlagen und unbedingt eine Runde weiterkommen!

TBV Lemgo: Wyszomirski, Johannesson (2); Kogut (3), Guardiola (8), Ebner, van Olphen (3), Theuerkauf (3), Hornke (6), Hübscher, Suton (3), Lemke, Bartók (1), Valiullin, Klimek (1), Zieker (7). (Quelle: TBV Lemgo)

 

Weitere Infos und Spielberichte folgen in Kürze.

 

Foto: Lächler

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