11.02.2018  DKB Handball-Bundesliga

Der Sonntag im Überblick - Melsungen gewinnt Topspiel

Die MT Melsungen gewinnt das Topspiel am Sonntag gegen den von Verletzungen geplagten SC DHfK Leipzig überraschend deutlich mit 28:20 und hält damit den Anschluss an die internationalen Plätze. In den weiteren Partien des Tages hat der THW Kiel wenig Mühe mit dem TV Hüttenberg - der TuS N-Lübbecke gewinnt den Abstiegskracher gegen den TVB 1898 Stuttgart.

MT Melsungen vs. SC DHfK Leipzig: 28:20 (14:10)

Beide Mannschaften hatten bereits vor der Partie mit großen Personalsorgen zu kämpfen. So fehlte in den ersten Minuten das ein oder andere Mal merklich die Abstimmung im Angriff - die Zuschauer sahen zu Beginn eine torarme Partie. Nach zehn gespielten Minuten führten die Hausherren mit 3:2. Gestützt auf den treffsicheren Julius Kühn und Lasse Mikkelsen, der als Vetretung von Timm Schneider zunächst einen guten Job machte, setzte sich die MT in der Folge auf 8:4 ab - Michael Biegler nahm eine Auszeit. Die Ansprache zeigte Wirkung, die Leipziger hatten fünf Minuten später zum 8:7 aufgeschlossen (19.). Bis zur Pause hatten die Melsunger allerdings wieder den beruhigenden 4-Tore-Vorsprung wieder hergestellt.

Am Anfang der zweiten Hälfte konnten sich die Leipziger bei ihrem Torhüter Milos Putera bedanken, dass sich die MT nicht frühzeitig entscheidend absetzen konnte. Der Leipziger Torhüter hielt drei Mal in Folge glänzend gegen jeweils sträflich freistehende Melsunger - es blieb bei dem 4-Tore-Rückstand aus Sicht der Grün-Weißen (13:17, 39.). Ohne die verletzten Pieczkowski, Rojewski und Semper fanden die Leipziger allerdings im Angriff keine Mittel gegen eine massiv stehende Defensive der MT Melsungen. So gewannen die Hausherren am Ende doch überraschend deutlich mit 28:20. Der alles überragende Mann an diesem Abend war der ganz stark aufspielende Julius Kühn, der mit 10 Treffern bei 11 Versuchen zugleich bester Werfer der Partie war.

TV 05/07 Hüttenberg vs. THW Kiel: 25:37 (13:19)

Im Spiel gegen den zuletzt wieder gewohnt souverän auftretenden Rekordmeister THW Kiel war klar, dass der TV 05/07 Hüttenberg als klarer Außenseiter nur gewinnen konnte. Dennoch hoffte man im ausverkauften Sportzentrum Hüttenberg natürlich auf ein kleines Wunder. Knapp zweieinhalb Minuten waren gespielt, da lief der TV allerdings bereits einem 0:3-Rückstand hinterher. Doch die Hüttenberger ließen sich nicht beeindrucken - in der 8. Spielminute hatten die Hausherren zum 4:4 ausgeglichen. Bis zur 17. Minute konnten die Hüttenberger das Tempo des THW mitgehen - in der Folge setzten sich die Favoriten aus dem Norden aber Stück für Stück ab. Zur Pause führte der THW mit 19:13.

Mit diesem beruhigenden Vorsprung spielten die Kieler in der zweiten Halbzeit souverän weiter. Die Hüttenberger versuchten viel, konnten den Rückstand aber letztlich nicht wirklich verkürzen 16:24 (40.). So plätscherte die Partie am Ende etwas vor sich hin, der THW Kiel gewann letztlich klar gegen einen TV 05/07 Hüttenberg, dem heute einige Grenzen aufgezeigt wurden. Bester Werfer der Partie war der Kieler Niclas Ekberg mit 10 Treffern.

TuS N-Lübbecke vs. TVB 1898 Stuttgart: 24:21 (8:8)

Beide Mannschaften begannen die Partie nervös, die Bedeutung des Abstiegskrachers war den Teams natürlich bewusst. Die Abwehrreihen dominierten die jeweilige Angriffsreihe, sodass es nach 10 Minuten erst 1:1 stand. Auch in der Folge ließen die Spieler reihenweise Chancen liegen oder nahmen sich schwierige Würfe. So schraubten Jonas Maier auf der Stuttgarter Seite (50%) sowie auf der anderen Seite Peter Tatai (70%!) ihre Fangquote zwischenzeitlich auf traumhafte Werte. Zur Pause stand so ein leistungsgerechtes 8:8 auf der Anzeigetafel.

Der Start in die zweite Hälfte war kein Vergleich zu den ersten Minuten dieses Spiels. Der Ball lief flüssiger und die Teams verursachten weniger technische Fehler. Vor allem die Hausherren spielten befreiter auf, setzten sich auf 12:9 (38.) ab und verteidigten diesen Vorsprung in der Folge. Doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen, Bobby Schagen verkürzte kurz vor Spielende auf 21:22 aus Sicht seines TVB 1898 Stuttgart. Die Lübbecker machten dennoch den Deckel drauf und feier sozwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

 

Weitere, ausführliche Informationen folgen in Kürze.

Foto: Kaesler

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