05.10.2017  DKB Handball-Bundesliga

Die Highlights des Donnerstags - Füchse bleiben ungeschlagen

Sechs Spiele waren am Donnerstagabend in der DKB Handball-Bundesliga zu sehen. Die größte Überraschung des Tages bescherte die Mannschaft von FRISCH AUF! Göppingen, die der SG Flensburg-Handewitt einen Punkt abrang. Die Füchse Berlin bleiben mit einem Sieg nach einer dramatischen Schlussphase gegen den SC DHfK Leipzig weiter verlustpunktfrei.

Die Spiele des Donnerstags in Kürze

SC DHfK Leipzig vs. Füchse Berlin: 30:31 (12:14)

Im Topspiel des Abends lieferten sich der SC DHfK Leipzig und die Füchse aus Berlin einen echten Kampf. Nach einer Viertelstunde stand es 7:7, die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Vor allem Silvio Heinevetter entwickelte sich im Anschluss immer mehr zum Faktor. Nachdem sich die Leipziger dennoch wieder abgesetzt hatten, sorgte Paul Drux mit seinem ersten Tor für den Anschlusstreffer zum 9:10. In der Folge erspielten sich die Gäste leichte Vorteile und konnten mit dem beruhigenden Gefühl einer 2-Tore-Führung in die Pause gehen. 

Im zweiten Abschnitt legten die Füchse Berlin stets ein Tor vor, die Hausherren glichen aus. Erst in der 45. Minute gingen die Leipziger zum ersten Mal wieder in Führung, absetzen konnten allerdings auch sie sich nicht. Wenige Sekunden vor Schluss stand es somit 30:30, die Gäste hatten Ballbesitz. Es war letztlich Steffen Fäth, der herausragend zum 31:30 für seine Füchse einnetzte - der Jubel der Hauptstädter kannte keine Grenzen mehr.

FRISCH AUF! Göppingen vs. SG Flensburg-Handewitt: 28:28 (13:13)

Die SG Flensburg-Handewitt zeigte schnell, wer als Favorit in die Partie ging. Allerdings schafften es die Gäste nicht, sich von den Göppingern deutlicher abzusetzen, FRISCH AUF! blieb immer in Schlagdistanz. Zwei schnelle Tore kurz vor der Pause sorgten so für den 13:13 Ausgleich, die Göppinger gingen mit ordentlich Rückenwind in die Kabinen.

Diesen Rückenwind nahmen sie in der zweiten Halbzeit direkt mit auf das Parkett. Ein furioser 4:0-Lauf trieb erste, echte Sorgenfalten auf die Stirn des SG-Coaches Maik Machulla. Doch seine Mannschaft kämpfte sich zurück und hatte schnell den Anschluss wieder hergestellt. Es folgte eine Zitterpartie, die nach einer hektischen Schlussphase mit einem 28:28 endete - ein Ergebnis, mit dem FRISCH AUF! Göppingen sicher besser leben kann als die SG Flensburg-Handewitt.

HC Erlangen vs. THW Kiel: 20:31 (10:14)

Der angeschlagene THW Kiel startete stark, Anzeichen von Nervosität waren nicht zu bemerken. Zwar kämpfte der HC Erlangen um jeden Ball und gab sich zu keiner Minute auf, doch die höhere individuelle Klasse der Kieler war in den ersten dreißig Minuten deutlich sichtbar. Bis zur Pause erspielten sich die Gäste eine beruhigende 4-Tores-Führung.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt, denn auch nach der Pause zeigte sich der THW äußerst souverän. Der HC Erlangen hatte zu keiner Zeit des Spiels echte Chancen, eine Wende einzuleiten. So endete ein einseitiges Spiel am Ende klar mit 20:31.

Rhein-Neckar Löwen vs. TV 05/07 Hüttenberg: 31:21 (15:12)

Der amtierende Deutsche Meister spielt zuhause gegen einen Aufsteiger - klare Sache könnte man meinen. Nicht wenige dürften sich deshalb verwundert die Augen gerieben haben, als der glasklare Außenseiter nach knapp einer Viertelstunde mit 8:6 in Führung lag. Grund hierfür war ein in allen Belangen leidenschaftlicher Auftritt und ein überragender Matthias Ritschel im Tor des TVH, der den Löwen ein ums andere Mal aussichtsreiche Würfe wegnahm. Bis zur Pause schafften es die Gastgeber allerdings, ihre spielerische Überlegenheit in eine 15:12-Führung umzumünzen.

Die Rhein-Neckar Löwen waren zu Beginn der zweiten Halbzeit sichtlich darum bemüht, das Spiel so schnell wie möglich zu entscheiden. Kompromisslos erhöhten die Hausherren die Schlagzahl und führten nach 41 gespielten Minuten mit 21:13 - das Spiel war entschieden. Am Ende fahren die Löwen einen letztlich souveränen Sieg gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden TV Hüttenberg ein.

MT Melsungen vs. TSV Hannover-Burgdorf: 31:29 (15:15)

Beide Mannschaften tasteten sich zu Beginn der Partie zunächst ab, ehe sich die Recken aus Hannover etwas absetzen konnten. Nach der 8:5-Führung durch den Hannoveraner Evgeni Pevnov ging allerdings ein Ruck durch die Mannschaft aus Melsungen. Ein 8:0-Lauf (!) drehte den 3-Tore-Rückstand in eine 13:8-Führung (22.). Allen voran Julius Kühn und Dener Janimaa bekamen die Recken nicht in den Griff. Doch auch die TSV Hannover-Burgdorf zeigte sich ob des Rückstands trotzig - bis zur Pause hatten sie den Spielstand bereits wieder ausgeglichen.

Die Recken erspielten sich nach Wiederanpfiff ähnlich der ersten Hälfte zunächst eine beruhigende 4-Tore-Führung. Doch auch auf diesen Rückschlag hatten die Melsunger die passende Antwort und drehten die Partie in wenigen Minuten (23:22, 45.). Diese Führung gaben die Hausherren, frenetisch angefeuert von den heimischen Fans, nicht mehr aus der Hand.

Die Eulen Ludwigshafen vs. TSV GWD Minden: 21:21 (10:11)

Zwischen den Eulen Ludwigshafen und GWD Minden entwickelte sich von Anfang an eine kämpferisch betonte Partie, die vor allem von zwei starken Defensiv-Reihen dominiert wurde. Zwar legten die Gäste meist vor, doch Ludwigshafen zog direkt wieder nach. Beim knappen 10:11-Halbzeit-Rückstand der Hausherren war die Partie selbstredend völlig offen.

Auch in der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle zwei Teams, die sich keinen Meter des Hallenbodens schenkten. In der spielerisch nicht hochklassigen, dafür aber umso spannenderen Partie schafften es die Eulen kurz vor Schluss doch noch, sich eine Führung zu erspielen. Mit der Schluss-Sirene erzielte der Mindener Anton Mansson allerdings den Treffer zum alles in allem gerechten Unentschieden.

Weitere, ausführlichere Informationen folgen in Kürze.

Foto: Lächler

Socialstream

Fanshop