03.12.2017  DKB Handball-Bundesliga

Highlights am Sonntag - Vier Partien am 1. Advent

Die Füchse Berlin werden am heutigen 1. Advent mit großen Augen den Ausgang der vier Sonntagspartien beäugt haben, denn das Verfolgertrio aus Flensburg, Mannheim und Burgdorf ging auf Punktejagt. Die wöchentliche Sonntagskonferenz begleitete ab 12:30 Uhr die Partien GWD Minden gegen SG Flensburg-Handewitt, die HSG Wetzlar gegen den TVB Stuttgart und der VfL Gummersbach zu Gast bei den "Recken" aus Hannover-Burgdorf. Die Rhein-Neckar Löwen empfingen zum Topspiel um 15 Uhr den HC Erlangen.

Die Konferenz am 1. Advent

GWD Minden vs. SG Flensburg-Handewitt 30:34

Die SG Flensburg-Handewitt ist wieder an der Spitze der DKB Handball-Bundesliga. Sie gewann am Sonntagmittag bei GWD Minden mit 34:30 (18:13).

Rasmus Lauge stand erstmals seit seiner krankheitsbedingten Pause wieder in der Startaufstellung und übernahm sofort viel Verantwortung. Die ersten drei Treffer gingen auf die Kappe des Dänen. Holger Glandorf steckte durch auf Kreisläufer Anders Zachariassen, der zum 2:5 traf. Die Mindener hatten etwas Wurfpech, blieben aber mehrfach auch an der 6:0-Deckung der SG hängen. Lasse Svan sorgte für das erste Vier-Tore-Polster, während die Grün-Weißen bereits nach acht Minuten ihr erstes Team-Timeout nahmen.
An der Dominanz der SG änderte sich nichts. Sie markierte in reger Folge ihre Tore. Hampus Wanne erhöhte aus dem linken Flügel zum 6:11. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste jeden Angriff erfolgreich abgeschlossen. „Super Flensburg, super Flensburg-Handewitt!“, sangen die trotz Schneefalls in Niedersachsen zahlreich angereisten Fans. Dann sahen sie einen ersten Fehlpass ihrer Mannschaft. Auch erste Fehlwürfe schlichen sich ein. Die Mindener verkürzten bis auf 13:16. Dann intervenierte Maik Machulla mit seiner grünen Karte. Anders Zachariassen und Rasmus Lauge brachten die SG bis zur Halbzeit wieder deutlicher in Führung.
Nach Wiederbeginn sah es zunächst so aus, als ob die SG ihr souveränes Spiel fortsetzen könnte. Rasmus Lauge schloss aus der zweiten Reihe zum 14:20 ab. Doch Handball kann so schnell sein: Einige Unaufmerksamkeiten kamen der SG teuer zu stehen. Sie kassierte sechs Gegentreffer in fünf Minuten. Plötzlich hieß es 19:20. Die SG wankte nun, die anvisierte Tabellenführung drohte in die Weser zu kippen. Die Kampa-Halle war aus dem Häuschen, als die Hausherren gar den 24:24-Ausgleich erzielten.
Dann scheiterte Lasse Svan an Kim Sonne, die Mindener schienen nun endgültig auf die Überholspur zu wechseln. Zum Glück war Mattias Andersson in dieser Phase ein ganz wichtiger Rückhalt. Nach einem Gegenstoß über Hampus Wanne lag der Favorit wieder vorn. Holger Glandorf, Rasmus Lauge und Simon Jeppsson bildeten nun die Rückraumachse. Die SG bekam wieder die Kontrolle, zog auf drei Treffer davon. Die Gastgeber versuchten es mit einer vorgezogenen Abwehrspitze gegen Rasmus Lauge. Doch die Nordlichter ließen sich nun nicht mehr aus dem Tritt bringen. Anders Zachariassen verwandelte einen Gegenstoß zum 27:32. Eine Ecke der Halle prägten SG Fahnen: Die Schlachtenbummler hatten allen Grund zum Feiern. (SG Flensburg-Handewitt)

GWD Minden: Christensen ( Paraden), Sonne ( Paraden) – Doder (), Rambo (), Sjöstrand (), Svitlica (), Gullerud (), Suedmeier (), Michalczik (), Pusica (), Cederholm (), Mansson ()

SG Flensburg-Handewitt: Andersson ( Paraden), Møller ( Paraden) – Karlsson, Glandorf (), Mogensen (), Svan (), Wanne (), Jeppsson (), Steinhauser (), Heinl, Zachariassen (), Toft Hansen (), Lauge (), Mahé (), Klein

 

HSG Wetzlar vs. TVB Stuttgart 29:23

Bundesligist HSG Wetzlar hat die Niederlage gegen Berlin gut verdaut und am Sonntag wieder einen Sieg gefeiert. Gegen Stuttgart drehten die Mittelhessen in der ersten Halbzeit richtig auf und entschieden das Spiel frühzeitig.

Die HSG Wetzlar hat am Sonntag einen eindrucksvollen Heimsieg eingefahren. Die Mittelhessen ließen beim 29:23 den Gästen aus Stuttgart nicht den Hauch einer Chance. Das Spiel war im Prinzip schon zur Halbzeit gelaufen.  

In den ersten 30 Minuten hatten sich die Hausherren nämlich schon eine Sieben-Tore-Führung erspielt (16:9). Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider erlaubte sich Mitte der zweiten Hälfte zwar eine kleine Auszeit, lief aber nie mehr wirklich Gefahr, die Partie noch aus der Hand zu geben. Bester Torschütze der Wetzlarer war Kristian Björnsen mit acht Toren. (hessenschau)

 

Hannover-Burgdorf vs. VfL Gummersbach 28:22

Weitaus spannender gestaltete sich das Duell der TSV Hannover-Burgdorf mit Altmeister VfL Gummersbach, das die Niedersachsen mit 28:22 (12:12) gewannen. Die nach dem Trainerwechsel von Dirk Beuchler zu Denis Bahtijarevic wiedererstarkten Bergischen, die zuletzt unter anderem Kiel bezwangen, verlangten den "Recken" von Beginn an alles ab. In einer von beiden Seiten sehr intensiv geführten Begegnung brachte Gäste-Schlussmann Carsten Lichtlein die TSV-Schützen im ersten Durchgang nahezu zum Verzweifeln. Einen Tag vor seinem 37. Geburtstag entschärfte der Europameister von 2004 und 2016 in den ersten 30 Minuten acht Würfe und hatte so großen Anteil am Remis der abstiegsbedrohten Gummersbacher zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel wusste sich Hannover insbesondere im Positionsangriff erheblich zu steigern, während der VfL sein Niveau aus dem ersten Durchgang nicht halten konnte. Die Hausherren konnten sich schnell auf 19:13 absetzen (41.) und so den Grundstein für den elften Saisonsieg legen. Hernach konnten die Gäste das Duell zwar wieder ausgeglichen gestalten. Weil die "Recken" aber bis zum Schluss konzentriert deckten, geriet ihr Erfolg nicht mehr in Gefahr. (NDR)

TSV Hannover-Burgdorf: Mortensen 7/3, Patrail 7, Karason 5, Olsen 4, K. Häfner 2, Pevnov 2, Kastening 1

VfL Gummersbach: Köpp 5, Sommer 5, von Gruchalla 4/2, Pujol 3, Zhukuv 2, Lichtlein 1, Matic 1, Preuss 1

 

Social Highlights am Sonntag

Topspiel! Rhein-Neckar Löwen vs. HC Erlangen 33:22

Mannheim – Mit einem klaren Heimsieg gegen den HC Erlangen haben sich die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag den Frust von der Seele geworfen. 

Nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg dürfen sich die Fans der Rhein-Neckar Löwen mal wieder über zwei Punkte freuen. Am Sonntag schlagen die Gelbhemden in der SAP Arena den HC Erlangen mit 33:22 (16:12).

Dass die Löwen nach dem Negativ-Lauf der letzten Spiele nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen, wird in der Anfangsphase deutlich. Erlangen macht viele einfache Tore und kann phasenweise mit drei Treffern davonziehen. Beim Stand von 4:7 nimmt Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen die erste Auszeit.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kommt der zweifache Meister ins Rollen und führt zur Pause dann doch relativ komfortabel mit 16:12.

Im zweiten Abschnitt lassen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und spielen sich in einen wahren Rausch. Die Gäste aus Erlangen beißen sich an der nun besser organisierten Löwen-Abwehr die Zähne aus und können nicht an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Bester Werfer der Partie ist Gudjon Valur Sigurdsson mit elf Toren. (mannheim24)

 

Ausführliche Spielberichte und Hintergrundinfos folgen in Kürze.

Bild: Binder

Kretzschmar - der Handballtalk vom 03.12.2017

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