12.11.2017  DKB Handball-Bundesliga

Viel Spektakel am Sonntag in der DKB HBL!

Der Sonntag in der DKB Handball-Bundesliga hatte einiges an Spannung und Spektakel zu bieten. Nach zwei dramatischen Unentschieden im Ostwestfalenderby und im Abstiegskampf der DKB HBL, spitzte sich die Dramatik im Klassiker zwischen FRISCH AUF! Göppingen und dem SC Magdeburg nochmals zu.

TBV Lemgo vs. GWD Minden

Den Hausherren gebührte der erste Angriff des Tages, doch Guardiola vergab aus der zweiten Reihe. Glücklicherweise tat es ihm sein Mindener Pendant in der zweiten Welle gleich. Wie erwartet agierten beide Teams mit einer kompakten 6-0-Abwehr, mit der sich der TBV vorne in den ersten Minuten schwertat. Das erste Lemgoer Tor fiel erst in der fünften Spielminute durch Suton, der auch den nächsten Treffer zum 2:1 markierte.  Noch zehn Minuten vor Ende stand es Unentschieden, 22:22, und die Partie schien noch zu einem echten OWL-Krimi zu geraten. Minden versuchte jetzt eine offensivere Deckungsvariante mit einem Vorgezogenen, aber weder Bartók noch Zieker konnten die Kugel versenken. Auch Wyszomirski brachte nicht die gewünschten Impulse, sodass Johannesson zurückkehrte. Jetzt begann die Crunchtime und GWD lag mit zwei Treffern vorne, drei Minuten vor Schluss nahm Kehrmann seine letzte Auszeit und beorderte den siebten Feldspieler auf die Platte – mit Erfolg: Zieker konnte über Außen zum Anschluss abräumen. Hinten parierte Johannesson, doch vorne vertändelten die Lemgoer den Ball bei einem Tor Rückstand. Mit Zieker und Ebner als Vorgezogene ging es in die letzten 40 Sekunden. Minden kam zwar frei zum Abschluss, doch Johannesson parierte, van Olphen schnappte sich den Abpraller und wagte den Versuch ins leere GWD-Tor. Der Ball ging rein und der OWL-Gipfel endete nach 60 packenden Minuten 26:26 Unentschieden!

Text: TBV Lemgo

HC Erlangen vs. TuS N-Lübbecke

Der fränkische Bundesligist aus Erlangen hatte sich viel vorgenommen und die Anspannung war vor der Partie gegen den TuS aus Lübbecke deutlich zu spüren. HCE-Trainer Eyjolfsson, der auf der Mittelposition mit Michael Haaß begann, hatte im Vorfeld des Duells viel über eine stärkere Offensive gesprochen und gerade Haaß zeigte in den Anfangsminuten seine Wurfkraft. Die Gäste aus Ostwestfalen konterten die starke Anfangsphase der Erlanger ihrerseits aus dem Rückraum immer wieder für einfache Tore sorgten. Mitte der ersten Halbzeit glich Lübbecke die Partie aus (6:6). In der Folgezeit schlichen sich immer wieder einfache Fehler in das Aufbauspiel der Franken, die Lübbecke zu seinen Gunsten nutzte. Mit einem 9:11-Rückstand ging der HC aus Erlangen dann in die Kabine. Der Gast kam deutlich besser aus der Kabine und konnte innerhalb weniger Minuten einen Vorsprung von zwei auf vier Tore ausbauen. Eyjolfsson brachte nun Martin Stranovsky auf der Mitte und der Slowake brachte mit seiner Übersicht und seiner Schnelligkeit den HC Erlangen wieder ins Spiel. Zehn Minuten vor dem Ende glich der HC Erlangen unter dem Jubel, der nun kochenden Arena, aus und ging sogar am TuS vorbei. In einer hochdramatischen Schlussphase hatte der HC Erlangen die Möglichkeiten das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden, konnte die Chancen aber nicht verwerten. Am Ende trennen sich der HC Erlangen und der TuS N-Lübbecke 22:22 unentschieden.

Text: HC Erlangen

FRISCH AUF! Göppingen vs. SC Magdeburg

Nach zwei Niederlagen in Folge hat der SC Magdeburg in die Erfolgsspur zurückgefunden: Vor 4400 Zuschauern markierte Michael Damgaard mit der Schlusssirene den 32:31 (15:17)-Erfolg bei FRISCH AUF!. Damgaard und Robert Weber waren die besten Werfer der Grün-Roten mit jeweils sieben Toren. "Es war ein absolut glücklicher Moment für uns, hier zwei Punkte zu holen, ist nicht selbstverständlich", sagte Trainer Bennet Wiegert bei Sky.

In der ersten Halbzeit erarbeitete sich der SCM bis zur zwölften Minuten eine 9:5-Führung. Die Magdeburger durchbrachen erfolgreich die 6-0-Deckung der Gastgeber und standen in der eigenen Abwehr stabil. Das änderte sich mit einer Umstellung der Göppinger Defensive, sowohl personell als auch taktisch. FAG-Coach Rolf Brack stellte den Verbund offensiver ein (14:11/24.). So hielten die Hausherren den Gegner außerhalb des Neun-Meter-Raumes, erzwangen Fehlpässe und liefen erfolgreich insgesamt sechs Konter. Erst bei einer doppelten Überzahl arbeiteten die Grün-Roten sich wieder heran auf 14:13 (26.). Gleb Kalarash markierte letztlich den Treffer zum 17:15-Pausenstand.

Und dann ging es fix: Nach dem 18. Treffer der Göppinger schafften Matthias Musche und Robert Weber mit zwei Kontertoren das 18:18 (34.). Aber so blieb es nicht. Der SCM fuhr in seiner Achterbahn weiter bis zur Schlusssirene. Wieder häuften sich die technischen Fehler, was Göppingen zur 26:23-Führung (46.) nutzte. Aber Magdeburg kam zurück - trotz der Roten Karte an Musche (49.) nach einem Foul gegen Tim Kneule. Christian O'Sullivan (26:26) und Michael Damgaard (27:27) schaffen immer wieder den Ausgleich. Nur in Führung kamen die Gäste nie - bis zum Schluss. Aus der Distanz - und nach Vorgabe von Trainer Bennet Wiegert in der letzten Auszeit - erzielte Damgaard den Siegteffer.

Text: Volksstimme.de

Bild: Sportfoto Zink

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