08.10.2017  DKB Handball-Bundesliga

Wahnsinn am Sonntag - die Schlusslichter punkten

Vier Spiele am Sonntag - mindestens zwei Ergebnisse, die so nicht zu erwarten waren. Während die Füchse Berlin den TBV Lemgo regelrecht aus der Halle fegten, behielt der SC Magdeburg gegen die HSG Wetzlar die Oberhand. Allen voran die Aufsteiger beeindruckten allerdings besonders: Der VfL Gummersbach gewann souverän beim TVB 1898 Stuttgart und der TuS N-Lübbecke holte einen Punkt in Leipzig.

SC DHfK Leipzig vs. TuS N-Lübbecke: 26:26 (10:16)

Es war eine denkwürdige Partie zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem TuS N-Lübbecke. Vor der Partie als Pflichtaufgabe abgestempelt, fanden die Leipziger in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel. Grund dafür, war ein bärenstarker TuS N-Lübbecke, der den haushoch favorisierten Leipzigern rotzfrech die Stirn bot. Sogar mehr als das - in der ersten Halbzeit führten die bis dato punktlosen Aufsteiger die Hausherren regelrecht vor. So war es in der Arena Leipzig zur Pause ungewohnt ruhig.

Nach der Pause sah man allerdings eine wie ausgewechselt auftretende Leipziger Mannschaft, die auf einem ganz anderen Level spielte. Doch die Gäste gaben nicht klein bei - fünf Minuten vor Schluss führten die Lübbecker noch immer 26:22. Eine unfassbare Aufholjagd der Hausherren endete mit der tatsächlichen Chance, das Spiel noch zu gewinnen. Philipp Weber scheiterte allerdings mit einem 7-Meter an dem an diesem Tag alles überragenden Peter Tatai im Lübbecker Tor.

Füchse Berlin vs. TBV Lemgo: 36:23 (17:8)

Egal was sich der TBV Lemgo vor dem Spiel bei den Füchsen vorgenommen hatte - es half nicht wirklich. Keine acht Minuten waren gespielt, da hatten sich die noch verlustpunktfreien Füchse aus Berlin auf 6:1 abgesetzt. Lemgo hatte dem Berliner Angriffswirbel nichts entgegenzusetzen und im Angriff fehlten dem TBV die geeigneten Mittel, die sehr starke Abwehrreihe der Füchse zu knacken. Zur Pause war das Spiel bereits entschieden. Doch auch in der zweiten Hälfte nahmen die Füchse den Fuß nicht wirklich vom Gas, sodass der TBV Lemgo sich sicher gefreut haben dürfte, als endlich der Schlusspfiff ertönte.

SC Magdeburg vs. HSG Wetzlar: 31:29 (16:16)

Die Tabellennachbarn der DKB Handball-Bundesliga starteten mit offenem Visier, von einem anfänglich zögerlichen Abtasten war keine Spur zu sehen. Auf Wetzlarer Seite hielt zu Beginn allen voran Alexander Hermann sein Team im Spiel, beim SC Magdeburg verteilte sich die Last auf mehreren Schultern. Bis zur Pause schaffte es kein Team sich abzusetzen - Matthias Musche erzielte mit der Halbzeit-Sirene den Ausgleich. 

Aufbauend auf den stärker werdenden Green, der am Ende der Partie sehr starke 15 Paraden aufwies, nahmen die Hausherren in der zweiten Hälfte das Spiel fest in die Hand und diktierten den Gästen das Tempo. Knapp fünf Minuten vor Schluss erspielten sie sich eine Führung von zwei Toren, welche die Gäste aus Wetzlar nicht mehr einholen konnten.

TVB 1898 Stuttgart vs. VfL Gummersbach: 22:26 (9:13)

Die beiden Teams begegneten sich zu Beginn auf Augenhöhe. Im Angriff hakte es noch gewaltig, einzig die Abwehrreihen waren auf Betriebstemperatur. So stand es nach 13 Minuten erst 3:3. Kurz vor der Pause sorgte der VfL Gummersbach mit einem 3er-Lauf für eine überraschende, wenn auch nicht ungerechtfertigte 13:9-Führung zur Pause. 

Die zweite Halbzeit war geprägt vom kämpferischen Einsatz beider Teams. Die Gäste aus Gummersbach präsentierten sich am heutigen Tage allerdings keineswegs wie ein Abstiegskandidat und brachten die Halbzeit-Führung letztlich souverän nach Hause.

Weitere, ausführlichere Informationen folgen in Kürze.

Foto: Ising

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