03.12.2017  DKB Handball-Bundesliga

Verletzungsgebeutelte Schwaben zu Gast bei der HSG

Die Mittelhessen der HSG empfangen verletzungsgebeutelte Schwaben am Sonntag um 12.30 Uhr in der Rittal Arena. Trainer Kai Wandschneider warnt bereits vor dem Spiel eindringlich vor einer Unterschätzung der Stuttgarter. Im Gegensatz zum TVB, bei dem mit Mimi Kraus und Jogi Bitter zwei echte Leistungsträger verletzungsbedingt ausfallen, kann Wetzlar auf den wieder genesenen Nationalspieler Jannik Kohlbacher zurückgreifen. Mit dem Anpfiff um 12:30 Uhr wird sich zeigen wie die Stuttgarter diese Situation meistern werden.

„Angeschlagene Boxer sind gefährlich“, weiß Kai Wandschneider nur allzu gut aus seiner langen Trainerkarriere. Der Coach des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar empfängt mit seinem Team am Sonntag den Ligakonkurrenten TVB 1898 Stuttgart (Anwurf: 12.30 Uhr, Rittal Arena Wetzlar), das sich annähernd seit Saisonbeginn mit extremem Verletzungspech herumschlagen muss und auch am Wochenende stark ersatzgeschwächt nach Mittelhessen reisen muss. „Dass Jogi Bitter und Mimi Kraus jetzt auch noch oder wieder ausfallen, ist natürlich ein Nackenschlag für Stuttgart“, so Wandschneider. „Es kann aber auch dazu führen, dass der Rest der Mannschaft noch enger zusammenrückt und eine Jetzt-erst-Recht-Stimmung entsteht. Deshalb tun wir gut daran, das alles wegzulassen und einfach auf uns und unser Spiel zu schauen!“ 

Rund 4.000 Zuschauer werden am Sonntagmittag in der Rittal Arena erwartet. Diese wollen ihr Team, beim Vorhaben den dritten Liga-Heimsieg in Folge einzufahren, lautstark unterstützen. „Unsere Fans haben ein gutes Gespür für Situationen und sie wissen, um die Wichtigkeit dieses Spiels für uns“, verrät Geschäftsführer Björn Seipp. „Gerade mit Erfolgen in solchen Big-Point-Spielen können wir wichtige Zähler sammeln, um am Jahresende die letzten beiden Tabellenränge weit hinter uns zu lassen. Deshalb wird am Sonntag in der Halle wieder die Post abgehen!“

Personaltechnisch können die Wetzlarer Verantwortlichen seit gestern aufatmen. Nationalspieler Jannik Kohlbacher ist nach einer im Auswärtsspiel in Berlin erlittenen Zerrung wieder ins Training eingestiegen. „Es sieht so aus, dass er spielen kann und auch Kasper Kvists Leistenbeschwerden nehmen nach und nach ab“, freut sich Kai Wandschneider, der vor dem Gast aus Stuttgart einigen Respekt hat. „Grundsätzlich ist die Mannschaft sehr, sehr gut besetzt – allerdings konnten sie in dieser Saison, schätze ich zumindest, noch nie komplett antreten und so das volle Leistungsvermögen abrufen. Mein Kollege Markus Baur tut wirklich alles, was in seiner Macht steht, um erfolgreich zu sein, variiert taktisch viel und lässt sich immer wieder neue Dinge einfallen, um der Mannschaft zu helfen. Deshalb wäre es der erste und größte Fehler, zu denken, dass das Spiel, nur weil unter anderem Jogi Bitter und wahrscheinlich auch Mimi Kraus fehlen, ein Selbstläufer wird. Ganz im Gegenteil: Stuttgart spielt in dieser Saison meiner Meinung nach auswärts besser als zu Hause. Zudem steht da zum Beispiel mit Manuel Späth, Bobby Schagen, Dominik Weiß oder Michael Schweikhardt noch jede Menge Erfahrung und Qualität auf dem Spielfeld, gepaart mit tollen Talenten wie Marian Orlowski oder Stefan Salger.“

Deshalb hat der 58-jährige in den vergangenen Tagen wieder nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben in Berlin über 40 Minuten auf Augenhöhe gespielt und zum Schluss hin Kraft und Konzentration verloren. Dazu leichtfertige Fehler gemacht, die nicht passieren dürfen. All das haben wir diese Woche angesprochen und taktisch einiges auf- und ausgearbeitet. Allen voran, was unser Angriffsspiel und die notwendige Variabilität betrifft“, erklärt der Coach. „Die Jungs haben bislang gut trainiert und sind heiß auf das Spiel! Hinter dem Einsatz von Stefan Cavor steht wegen Knieproblemen noch ein kleines Fragezeichen. Da denke ich aber, dass es gehen wird.“ Geleitet wird die Partie von den erfahrenen Unparteiischen Sascha Wild und Fabian Baumgart, die für den Deutschen Handballbund auch auf internationalem Parkett pfeifen. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.   

Quelle: HSG Wetzlar

Foto: Richter

Spielplan

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