14.04.2018  DKB Handball-Bundesliga

Löwen empfangen unberechenbare HSG Wetzlar

Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Samstagabend mit der HSG Wetzlar das Team der Liga, das vielleicht die größten Leistungsschwankungen während der laufenden Saison vorzuweisen hat. Die Löwen gehen dabei in eigener Halle als klarer Favorit in die Partie - und sind dennoch gewarnt vor den Mittelhessen, die an guten Tagen jeder Mannschaft der Liga gefährlich werden können.

Ausblick

Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Samstag um 20:30 die HSG Wetzlar. Die Hausherren sind selbstredend Favorit und sollten sich im Meisterschaftskampf keinen Ausrutscher mehr erlauben. So kann die HSG Wetzlar befreit und ohne jeglichen Druck aufspielen. Allerdings wissen die Löwen, dass sie die Gäste auf keinen Fall unterschätzen dürfen und warnen vor "den zwei Gesichtern" der HSG Wetzlar. Denn an guten Tagen können die Mittelhessen jedem Gegner der DKB Handball-Bundesliga gefährlich werden - und das ist nicht erst seit dem 26:25-Sieg beim THW Kiel klar. Ihr Spiel stützt die HSG Wetzlar auf eine starke Abwehr, die zu den besten Defensivreihen der Liga zählt und mit Benjamin Buric steht ein Torwart im Wetzlarer Tor, der Spiele im Alleingang entscheiden kann. Allerdings haben sogar da die Rhein-Neckar Löwen die Nase vorn - denn mit durchschnittlich nur 24,3 Gegentoren pro Spiel verteidigt kein Team der "stärksten Liga der Welt" besser, im Tor steht mit Mikael Appelgren und Andreas Palicka das derzeit beste Torhüter-Duo.

Personell sieht es bei den Rhein-Neckar Löwen gut aus: Bis auf die Langzeitverletzten und Kristian Bliznac sind alle Löwen an Bord und unverletzt von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt. Auf Seiten der HSG Wetzlar bangt man vor dem Duell mit dem amtierenden Meister um Stefan Kneer, Jannik Kohlbacher ist geht angeschlagen in die Partie. Mut gibt allerdings das Comeback des lange verletzten Rückraum-Shooter Alexander Hermann.

Im Fokus

Welches der "zwei Gesichter" der HSG Wetzlar werden die Zuschauer am Samstagabend wohl sehen? Die Leistungsschwankungen der Mittelhessen in der laufenden Saison sind enorm. Gerade gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller hat es die HSG in dieser Saison oft unerwartet schwer - während gegen die Spitzenteams der Liga immer öfter aufgetrumpft und damit bereits für die ein oder andere Überraschung gesorgt wurde. Da stehen beispielsweise zwei Unentschieden gegen den TV Hüttenberg oder eine Niederlage bei den Eulen Ludwigshafen auf der einen Seite, während auf der anderen Seite bereits zwei Mal sensationell gegen den THW Kiel gewonnen wurde. Auch die Recken mussten sich gegen die HSG Wetzlar geschlagen geben. So ist klar: Das Spiel am Samstagabend wird für die Rhein-Neckar Löwen kaum ein Selbstläufer - denn der HSG ist an guten Tagen definitiv auch ein Coup gegen den amtierenden Deutschen Meister zuzutrauen.

Zahlen, Daten, Statistiken

Auch ein Blick in die Vergangenheit bestätigt die klare Favoritenrolle der Rhein-Neckar Löwen. Bei insgesamt 27 Aufeinandertreffen mit der HSG Wetzlar feierten die Löwen 21 Mal einen Sieg, lediglich fünf Mal ging die HSG als Gewinner vom Parkett. Ein einziges Mal teilten sich die beiden Teams die Punkte. Doch chancenlos sind die Gäste aus Wetzlar keineswegs: Von den letzten sechs Begegnungen sorgten sie gleich zwei Mal für die faustdicke Überraschung und siegten klar gegen die Favoriten aus Mannheim - einmal mit 31:27 und im Rückspiel der vergangenen Saison sogar mit 30:24.

Teamvergleich

  Rhein-Neckar Löwen HSG Wetzlar
Punkte 44:08 25:29
Torverhältnis 816:632 709:693
Trefferquote 65,20% 62,25%
Quote gehaltener Bälle 35,73% 27,43%
Bester Werfer Andy Schmid (147 Tore) Kristian Björnsen (130 Tore)

(Zum Statistikcenter)

Stimmen zum Spiel

Nicolaj Jacobsen (Trainer, Rhein-Neckar Löwen):

... über den Spielstil der HSG Wetzlar: "Sie spielen nicht wirklich schnell und lassen kaum leichte Gegentore zu."

... über die Gefährlichkeit der Gäste: "Das ist eine unberechenbare Mannschaft. Wenn du in Kiel gewinnen kannst, kannst du überall gewinnen."

Kai Wandschneider (Trainer, HSG Wetzlar): 

... über den eigenen Fokus: „Wir müssen zu allererst auf uns gucken und fokussiert und vor allem diszipliniert unser Spiel abrufen.“

... über das Training während der Nationalmannschaftspause: "Wir waren ein Häufchen der Zurückgebliebenen. Allerdings ist Alexander Hermann wieder fit und einsatzbereit."

TV-Tipp

Das Spiel wird um 20:30 Uhr angepfiffen und LIVE auf Sky übertragen. Die Vorberichterstattung startet bereits um 20:00 Uhr.

Foto: Binder

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