03.12.2017  DKB Handball-Bundesliga

GWD in Lauerstellung gegen Flensburg

Die Vorweihnachtszeit gehört für die meisten Menschen zu den schönsten und besinnlichsten Wochen des Jahres. Doch für GWD Minden kommt es knüppeldick. Denn eine besinnliche Terminplanung sieht anders aus, geht es doch in den nächsten Wochen gegen die Crème de la Crème der Liga. Den Auftakt des Hammer-Dezembers macht am Sonntag (Anwurf 12:30 Uhr) die SG Flensburg-Handewitt.

Die Bilanz der SG kann sich sehen lassen: Neun Pflichtspielsiege in Folge und der zwischenzeitliche Sprung auf Platz eins der DKB Handball-Bundesliga. Doch dann gab es am Mittwochabend die 30:33-Niederlage in der Champions League. Und das ausgerechnet im Derby gegen den THW Kiel. Doch einen wirklichen Vorwurf konnte man den Flensburgern nicht machen, denn ein zu starker Andreas Wolff im Kieler Tor avancierte zum Matchwinner. Dementsprechend rechnet GWD-Trainer Frank Carstens am Sonntag mit einem Kontrahenten, der die Derby-Pleite schnellstmöglich vergessen machen möchte, sich allerdings erst einmal für den vermeintlich kleinen Gegner Minden neu motivieren müsse. „Aber bisher sind sie gegen jedes tiefer stehende Team souverän aufgetreten und haben gewonnen“, geht er von einem konzentrierten Gast in der KAMPA-Halle aus.

Mit einem doppelten Punkterfolg in Ostwestfalen würden sich die Schleswig-Holsteiner die Tabellenführung zurückerobern. Ob sie bei dieser Mission mit Lasse Svan anreisen werden, ist noch ungewiss. Der Däne erlitt im Champions League-Spiel einen Pferdekuss. Aber dass Flensburg den Ausfall einzelner Spieler bestens kompensieren kann, beweisen die konstant starken Saisonleistungen. „Es gibt nicht den einen Superstar. Sie sind im Kollektiv sehr stark und haben einen herausragenden Angriff“, weiß Carstens, dem gerade das Wechselspiel zwischen Abwehr und Sturm imponiert. Nur die Defensive betrachtet, gibt es allerdings durchaus Möglichkeiten, dieses Kollektiv zu durchbrechen. „Ich kenne meinen Kollegen Maik Machulla und weiß, dass er seine Gegner immer genauestens analysiert. Wir haben uns deshalb die ein oder andere Überraschung einfallen lassen“, verspricht Carstens.

Dass zwar gegen den haushohen Favoriten alles in die Waagschale geworfen wird, mit den Punkten aber im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen ist, ist allen Dankerser Verantwortlichen bewusst. Deshalb ist Frank  Carstens besonders froh, dass bereits 13 Zähler auf der Habenseite sind und sein Team damit die beste Halbzeitbilanz seit Jahren aufweisen kann. „Wir haben uns Vorräte geschaffen, von denen wir zehren können. Aber wenn die Chance auch gegen die starken Mannschaften da ist, werden wir lauern und sie nutzen!“

Quelle: GWD Minden

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