07.12.2017  DKB Handball-Bundesliga

Minden will gegen Hannover überraschen

Das erste Dezember-Spiel ging verloren, aber zwei Möglichkeiten, gegen eines der Top-Drei-Teams etwas Zählbares einzufahren, gibt es für Handball-Bundesligist GWD Minden noch. Die erste Chance bietet sich am heutigen Donnerstagabend vor heimischer Kulisse gegen die Recken aus Hannover.

Es wird nicht wesentlich einfacher für die Carstens-Sieben. War am Sonntag das absolute Spitzenteam aus Flensburg in der KAMPA-Halle zu Gast, geht es nur vier Tage später gegen den Dritten Hannover-Burgdorf erneut um wichtige Punkte. Die Recken sind im Vergleich zum letzten Gastspiel in der KAMPA-Halle kaum  wieder zu erkennen. Zwar blieb das Team um Europameister Kai Häfner nahezu unverändert, „aber das Trainerteam mit Iker Romero und Carlos Ortega hat klare Vorstellungen und diese werden perfekt umgesetzt“, weiß Frank Carstens. Dass die Niedersachsen in der vorherigen Rückserie keine einzige Partie gewannen und jetzt dank einer bestechenden Form bereits 23 Punkte haben, wundere ihn aus diesem Grund nicht unbedingt. „Sie sind in der Defensive wesentlich effektiver als zuvor und allein mit ihrer Größe sind sie mehr als präsent“, weiß der 46-Jährige. Der besondere Mix aus Individualisten und einer kompakten Einheit mache die TSV aktuell so unberechenbar.

Durch diesen angesprochenen Abwehrverbund müssen die Grün-Weißen durch, wenn sie etwas Zählbares erringen möchten. Dass Minden durch die konstanten Leistungen immer ernster genommen wird, ist auf der einen Seite ein schöner Effekt, andererseits werden so Ausrutscher der „Großen“ unwahrscheinlicher. „Jede Mannschaft hat hier schon einmal verloren und in dieser Saison haben wir Zuhause auch noch keine hohe Niederlage kassiert. Unsere Gegner sind schon erleichtert, wenn sie in der KAMPA-Halle gewonnen haben“, sagt Carstens.

Sichtlich erleichtert zeigte sich auch die SG Flensburg-Handewitt um Trainer Maik Machulla, denen die Dankerser am Sonntag beinahe einen Punkt abgenommen hätten. Einen Grund, warum dies am Ende nicht gelang, machte Carstens in der schwachen Anfangsphase aus. „Da müssen wir präsenter sein. Das hat uns am Sonntag möglicherweise ein besseres Ergebnis gekostet“, ärgerte er sich in der üblichen Presserunde vor dem Spiel gegen Hannover. Dass diese Unkonzentriertheit zumeist nur in Spielen gegen Favoriten auftrete und nicht, wenn GWD als selbiger in eine Partie geht, musste Carstens anerkennen. „Ich kann leider nicht in die Köpfe der Spieler schauen. Ich sehe aber Flensburg, Hannover und Kiel auf einem Level“, forderte er eine Abstellung der schwächeren Anfangsphasen.

Foto: Metge

Quelle: TSV GWD Minden

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