11.02.2018  DKB Handball-Bundesliga

Ausrutschen verboten! Lübbecke empfängt Stuttgart zum Schlüsselspiel

Bereits am 20. Spieltag kommt es in der DKB Handball-Bundesliga zu einem echten Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Ein Punkt trennt den TuS N-Lübbecke vom TVB Stuttgart. Beide Mannschaften brauchen dringend die zwei Punkte, um mit einem Erfolgserlebnis in den zweiten Teil der Saison zu starten. Druck ist also auf beiden Kesseln ausreichend da. Die Frage ist, wer nach dem Spiel etwas Druck aus seinem Kessel lassen kann.

„Für beide Teams ist das ein Schlüsselspiel, ein gewisser Druck hier wie dort“, führt Aaron Ziercke weiter aus, der mit seinen Jungs und dem Betreuerstab gute Erinnerungen mit Stuttgart verbindet. Denn in der Vorrunde gelang dem TuS der erste Saisonsieg auswärts in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, zweifellos ein gutes Omen für diesen Sonntag. Allerdings habe jener 29:28-Erfolg bei der Vorbereitung auf diesmal nur noch eine kleinere Rolle gespielt. Aber auch beim Videoschauen des Duells vom vergangenen November „gab es das ein oder andere, was wir diesmal noch besser machen möchten“. Natürlich wolle man die Punkte am Wiehen behalten, „aber die Stuttgarter wissen sehr gut mit dem Kampf um den Klassenerhalt umzugehen“. Zudem drückten sie oft gefährlich aufs Tempo, verfügten über tolle Einzelspieler. Außerdem rechne man damit, „dass Jogi Bitter beim TVB wieder zwischen den Pfosten steht“.

Was die personelle Situation bei den Lübbeckern betrifft, alles an Bord sein. Nicht zuletzt einschließlich des Neuzugangs im rechten Rückraum, dem estnischen Handballer Dener Jaanimaa, der in der Bundesliga-Pause aus Melsungen nach Nettelstedt verpflichtet worden ist. „Wir freuen uns sehr über diese Bereicherung unseres Kaders“, brachte TuS-Teammanager Zlatko Feric bei der Pressekonferenz am Donnerstagmittag in der Geschäftsstelle zum Ausdruck.

Für den Lübbecker Linksaußen Jens Bechtloff geht es gegen seinen Stammverein, denn das Kürzel TVB vor dem Namen Stuttgart steht für TV Bittenfeld. Der Sieg im Hinspiel mit Nettelstedt in der Heimat habe ihm und allen „riesig gut getan“. Nach der vor jenem 26. November weniger erfreulichen Phase für den TuS „hatten uns ja sicher viele keinen Erfolg dort zugetraut“. Umso schöner, wie der Sonntagmittag damals gelaufen sei. Auch diesmal wolle man das bessere Ende unbedingt für sich. Schwer genug könne es dennoch werden und zu viel Druck aufzubauen, bringe ihm und seinen Mannschaftskameraden eher nichts. Dass Bitter bei den Gästen wieder zwischen den Pfosten stehen könnte, kontert Jens Bechtloff mit der Bemerkung, „wir haben selbst zwei starke Torhüter!“

Er – Bechtloff – sei doch oft genug schon so etwas „wie ein emotional leader für den TuS in der laufenden Saison“ gewesen, oder? So lautete eine Journalisten-Frage. Das hält Jens Bechtloff für übertrieben – vermerkte dieser lobenswert bescheiden. „Richtig ist, dass ich mich gern mal über Emotionen einbringe. So finde ich auch oft besser in eine Partie hinein. Wenn ich uns allen damit vielleicht ein wenig helfen kann, freut es mich natürlich“.

Bild: Potthoff

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