13.01.2018  Handball Europameisterschaft

32:19 - Deutschland brilliert zum EM-Auftakt

Der deutschen Nationalmannschaft ist zum Auftakt der Europameisterschaft in Kroatien eine Gala gelungen. Die Bad Boys wurden im Spiel gegen Montenegro ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen deutlich mit 32:19. Bester Werfer der deutschen Mannschaft war Uwe Gensheimer mit neun Treffern.

Das Spiel in Kürze

Der Auftakt in die Europameisterschaft in Kroatien ist für die deutsche Nationalmannschaft geglückt. Die Bad Boys, die zum Auftakt gegen Montenegro gefordert waren, fuhren einen sicheren 32:19-Sieg ein.

Allerdings tat sich die deutsche Mannschaft in der Anfangsphase schwer. Zwar stand die Abwehr mit Torhüter Andreas Wolff - lediglich drei Tore in den ersten zehn Minuten können sich sehen lassen -  im Angriff hatte der Europameister jedoch Probleme. Montenegro agierte im Abwehrverbund sehr variabel und offensiv, sodass Deutschland kaum zur Entfaltung kamen. Christian Prokop reagierte und brachte konsequent den siebten Feldspieler. Mit Erfolg - von 4:3 setzten sich die Bad Boys mit einem 9:0-Lauf auf 13:3 ab. Bis zur Pause verwaltete Deutschland das Spiel und ging mit einer bequemen 17:9-Führung in die Kabine.

Auch nach der Halbzeitpause kamen zu keinem Zeitpunkt mehr Zweifel am deutlichen deutschen Sieg auf. Ganz cool und abgezockt spielte das DHB-Team und konnte ihren Vorsprung nochmals ausbauen. Neben Kapitän Uwe Gensheimer, der mit neun Toren bester Werfer seiner Mannschaft war, konnte vor allem Andreas Wolff überzeugen. Der Torhüter zeigte zwischen den Pfosten eine enorm starke Leistung und war Garant für die starke Defensive der Bad Boys.

Die Highlights

3. Spielminute - Weinhold bricht den Bann

Im zweiten Angriff das erste deutsche Tor. Der Kieler Steffen Weinhold tankt sich durch die offensive 4:2-Deckung durch und trifft zum 1:0.

11. Spielminute - Das hat er sich bestimmt ganz anders vorgestellt

Au Backe! Nach gerade einmal elf Minuten bekommt EM-Debütant Maximilian Janke bereits seine zweite Zwei-Minuten-Strafe. Das hat er sich bestimmt ganz anders vorgestellt. Mal sehen, ob Christian Prokop ihn so schnell noch einmal bringt.

16. Spielminute - What a catch!

Philipp Weber knallt den Ball an den Pfosten, dieser fliegt in hohem Bogen zurück ins Feld. Patrick Wiencek macht sich ganz lang, pflückt den Ball mit einer Hand im Stile eines Wide-Receivers beim American Football vom Himmel und verwandelt zum 8:3 für Deutschland. 

22. Spielminute - Da ist die erste Zehn-Tore-Führung

Holla, die Waldfee! Die anfängliche Nervosität scheint abgelegt zu sein. Ein 9:0-Lauf bedeutet nach gerade einmal 22 Minuten die erste Zehn-Tore-Führung. Kann so weiter gehen!

33. Spielminute - Vielleicht ist das gar nicht Manuel Neuer, sondern Patrick Groetzki

Die deutsche Mannschaft nimmt in Unterzahl Andreas Wolff raus, das Tor ist somit leer. Nach einem Ballverlust im Angriff versucht es der montenegrinische Torwart mit dem langen Wurf aufs leere Tor. Doch er hat die Rechnung ohne Patrick Groetzki gemacht. Der Rechtsaußen hat die Gefahr sofort erkannt, sprintet zurück, hechtet in den Torraum und verändert die Flugbahn des Balles mit den Fingerspitzen so, dass er am Tor vorbei fliegt. Das ist Einsatz!

50. Spielminute - Weltklasse-Leistung

Andreas Wolff befindet sich pünktlich zur EM in bestechender Form. Bis zu seiner Auswechslung hielt der Torhüter 46 % der Bälle, die auf sein Tor kamen.

60. Spielminute - Bangen um Wolff?

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagt Christian Prokop, dass Andreas Wolff verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, gibt im nächsten Atemzug jedoch etwas Entwarnung: "Andi hat nach dem Spiel gesagt, dass es nicht so schlimm sein wird." Wir bleiben dran!

Spieler der Partie

Zwölf Paraden, 46 Prozent! Andreas Wolff vernagelte das deutsche Tor bis zu seiner Auswechslung in der Mitte der zweiten Halbzeit. Bereits am ersten Spieltag zeigte sich der Torhüter des THW Kiel in Weltklasse-Form und war von Montenegro kaum zu überwinden.

Stimmen zum Spiel

Christian Prokop (Trainer, Deutschland):

... zum Auftaktsieg: "Wir sind froh, dass wir gut ins Turnier gekommen sind. Unsere Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg."

Dragan Djukic (Trainer, Montenegro):

... über Deutschland: "Deutschland hat heute wie ein kommender Europameister gespielt."

Zahlen, Daten, Fakten

Für Jannik Kohlbacher war das Spiel gegen Montenegro sein 30. Länderspiel bei einem internationalen Turnier. Bei seinem Jubiläum gelangen dem Kreisläufer drei Treffer.

Ein 9:0-Lauf mitte der ersten Halbzeit ebnete den Weg für die deutsche Mannschaft. Von dem Rückstand konnte sich Montenegro nicht mehr erholen.

Das W steht für wirksam. Steffen Weinhold und Philipp Weber waren in der Anfangsphase die Säulen des DHB-Teams. Die zwei Spieler, die das W im Nachnamen tragen, verzeichneten die ersten fünf Treffer im Spiel für Deutschland.

Deutschland: Heinevetter, Wolff (beide im Tor), Gensheimer (9/5), Wiencek (2), Reichmann (1), Pekeler, Weinhold (3), Roscheck, Weber (3), Fäth (1), Groetzki, Häfner (2), Janke, Kühn (3), Kohlbacher (3), Drux (5)

Montenegro: Mijatovic, Mijuskovic (beide im Tor), Cavor, Lazovic, Pejovic, Markovic (1), Vujovic (1), Radojevic, Simovic (1), Vujovic, S. (1), Sevaljevic (1), Bozovic (4), Lasica (1), Anjelic (2), Grbovic, Lipovina (7)

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