23.01.2018  Handball Europameisterschaft

EM-Tag 12: Tschechien schlägt Mazedonien - Bad Boys haben ihr Endspiel gegen Spanien

In Gruppe 2 in der Hauptrunde trafen die Slowenen auf Spanien und Mazedonien auf das Überraschungsteam aus Tschechien. Eines steht nach diesem Spieltag fest: Die EHF Euro 2018 ist mindestens genauso verrückt und spannend wie die DKB Handball-Bundesliga Saison 2017/2018.

Mazedonien vs. Tschechien

Etwas überraschend führte der nach seiner Oberschenkelverletzung wiedergenesene Kiril Lazarov Mazedonien auf die Platte und zu einer frühen 6:2-Führung (12. Minute). Doch Tschechien steckte nicht auf und zeigte, warum sie als das Überraschungsteam der EHF Euro 2018 gelten. Bis zur Halbzeit verkürzten sie den Rückstand auf zwei Tore (11:13). Die zweite Hälfte begann wie die erste, Mazedonien drehte auf und setzte sich bis auf 19:14 ab (41.) Doch die Tschechen stemmten sich gegen die Niederlage schafften in der 54. Minute tatsächlich den 22:22-Ausgleich. Drei Minuten später war es dann soweit: Angeführt von Pavel Horak (MVP des Spiels) gingen sie erstmals in Führung und verteidigte diese bis in die Schlussekunden. Dann aber bekam Mazedonien per Videobeweis nach dem Schlusspfiff doch noch einen Siebenmeter. Dejan Manaskov trat an, scheiterte jedoch am bärenstarken Tomas Mrkva, der sagenhafte 54,4% gehaltener Bälle nach dem Spiel aufweisen konnte. Erfreulicher Nebeneffekt der mazedonischen Niederlage aus deutscher Sicht: Die Bad Boys haben in ihrem ketzten Hauptrundenspiel gegen Spanien den Halbfinaleinzug wieder in der eigenen Hand!

Slowenien vs. Spanien

In der Varadzin Arena empfingen die Slowenen die spanische Auswahl, die mit vier Pluspunkten als klarer Favorit in die Partie ging. Die slowenische Mannschaft hingegen konnte vor der Partie nur mit einem Pluspunkt aufwarten, da sie das erste Hauptrundenspiel mit 28:31 gegen starke Dänen verloren. Dementsprechend motiviert gingen die Mannen um Trainer Veselin Vujovic in die Partie, die sie bis zur 12. Minute und dem Ausgleich der Spanier durch de Argila zum 6:6 dominierten. Nun nahm das spanische Team das Heft in die Hand, konnte die Führung jedoch nur bis zur 25. Minute (10:10) halten. In den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte konnte das Team und den Rhein-Neckar Löwen Gedeón Guardiola zwar immer wieder in Führung gehen, die Slowenen ließen sich aber nicht abschütteln. Kurz vor der Halbzeit war es dann Borut Mackovsek, der seine Slowenen mit dem Treffer zum 13:12 mit einer Führung in die Kabine schickte. Nach der Halbzeit rieben sich die Zuschauer verwundert die Augen, denn Slowenien dreht nun richtig auf und enteilte innerhalb von nur sechs Minuten bis auf 20:15. Spanien bäumte sich zwar noch einmal auf, kam aber nicht mehr in Schlagdistantz und musste sich am Ende mit 31:26 geschlagen geben.

Foto: Klahn

Die Bad Boys plaudern aus dem Nähkästchen

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