12.04.2018  DKB Handball-Bundesliga

Marian Michalczik: „Habe mir über die Jahre Respekt erarbeitet“

Bei der Nationalmannschaft durfte er als Jüngster die Bälle schleppen, bei GWD Minden aber zählt Marian Michalczik mit nur 21 Jahren bereits zu den absoluten Leistungsträgern. Im Interview spricht der Rückraumlinke über seine Eindrücke vom Lehrgang der Nationalmannschaft, die Heim-WM 2019 und den Titel als Unentschieden-Könige der Liga.

Marian, wie hast du den Lehrgang mit der Nationalmannschaft und die Spiele gegen Serbien erlebt?

Marian Michalczik: Ich habe versucht mich in den Trainingseinheiten anzubieten und habe dann auch viel Spielzeit bekommen. Es war noch nicht alles perfekt, aber ich kann auf jeden Fall zufrieden sein. Jetzt will ich das, was ich bei der Nationalmannschaft aufgesaugt habe auch mit in den Bundesliga-Alltag übertragen.

Du warst mit 21 Jahren der Jüngste beim Lehrgang. Bedeutet das auch bei der Nationalmannschaft die eine oder andere Spezialaufgabe?

Marian Michalczik: Klar (lacht). Ich darf zum Beispiel den Physiotherapeuten unter die Arme greifen. Und natürlich darf ich auch den Ballsack mit Harz bereithalten und zum Training tragen.

Die Spiele gegen Serbien galten so ein bisschen als Startschuss Richtung Heim-WM 2019. Ist das auch für dich schon Thema?

Marian Michalczik: Mein Ziel ist es erst einmal mit GWD Minden weiter Gas zu geben. Ich will gute Leistungen für meinen Verein zeigen, um für weitere Nominierungen in Frage zu kommen. Das entscheiden dann aber Andere. Ich setze mich da nicht unter Druck, sondern konzentriere mich auf das Wesentliche und das ist GWD. 

Du bist zwar auch bei Minden einer der jungen Spieler, aber schon jetzt einer der treffsichersten Torjäger. Wie siehst du deine Rolle im Verein?

Marian Michalczik: Das stimmt schon, ich bin einerseits einer der Jungen, habe mir über die Jahre aber auch schon Respekt erarbeitet und bekomme viel Spielzeit. Dadurch konnte ich meinen Teil zu dem beitragen, was wir in dieser Saison bisher erreicht haben, was mich sehr freut. Ich fühle mich im Team und mit meiner Rolle sehr wohl.

Und wie wohl fühlt ihr euch auf eurem zwölften Tabellenplatz?

Marian Michalczik: Ich glaube, im Großen und Ganzen können wir mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Wir sind zwar sowas wie die Unentschieden-Könige der Liga (lacht), haben aber auch kein Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten aus der unteren Tabellenregion verloren. Um ein oder zwei Plätze höher zu stehen, müssten wir auch mal gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen. Dazu haben wir ja zum Glück noch ein paar Chancen in der restlichen Saison. 

Zum Beispiel schon am kommenden Sonntag, wenn es für euch nach Leipzig geht.

Marian Michalczik: Das wird aber eine sehr schwere Aufgabe für uns, da Leipzig zu Hause sehr unangenehm zu spielen ist. Der SC DHfK spielt eine sehr aggressive und offensive Abwehr und hat mit Philipp Weber einen dominanten Spieler im Angriff. Da müssen wir unsere guten Leistungen bestätigen und Vollgas geben, um am Ende auch zu punkten.  

Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: A. Metge

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