31.08.2017  DKB Handball-Bundesliga

Oliver Lücke: „Sehnsucht der Menschen nach sauberem, fairem und authentischem Sport“

Im deutschen Handball ist die Stimmung gut. Die Sportart hat die letzten Jahre genutzt, um sich fit für die Zukunft zu machen. Deutschland wird Gastgeber der Handball-Weltmeisterschaften 2017 (Frauen) und 2019 (Männer) sein, die Clubs der DKB Handball-Bundesliga sind gut gerüstet, national und international wettbewerbsfähig und erfolgreich. Die junge deutsche Nationalmannschaft der Männer ist amtierender Europameister und will spätestens bei Olympia 2020 ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Der neue Medienvertrag mit Sky, der Sender hat sich mit ARD und ZDF die Rechte an der Bundesliga gesichert, liefert zusätzliche Reichweite, deutlich mehr Produktionsqualität und eine bisher einmalige mediale Präsenz. Hinzu kommt eine bundesweite Image-Kampagne, mit der der Handball Aufmerksamkeit gewinnen will. Auch „Handball – Es lebe der Sport“ startet in die neue Saison. Im Interview erzählt Oliver Lücke, Leiter Unternehmenskommunikation der DKB HBL, was es mit der Kampagne auf sich hat und wie es weiter geht.

Die DKB Handball-Bundesliga gilt als stärkste Liga der Welt, die junge deutsche Nationalmannschaft ist amtierender Europameister und will spätestens bei Olympia 2020 wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen. Hilft dabei eine PR-Kampagne?          

Oliver Lücke: Die Basis ist immer die Geschichte, die der Sportler mit seiner Leistung schreibt. PR erzählt diese faszinierenden Geschichten. Nach dem spektakulären EM-Sieg der deutschen Handball-Nationalmannschaft im Jahr 2016 haben wir uns entschlossen, mit einer Image-Kampagne eine Kommunikationsoffensive für den Handball zu starten. So wollen wir den Stellenwert unserer Sportart in Deutschland nachhaltig erhöhen und seine Position als Ballsportart Nummer zwei hinter Fußball festigen. Dazu haben sich DHB, die Nationalteams, die Landesverbände und die Bundesligen der Männer und Frauen die Image-Kampagne aus der Taufe gehoben. Die Kampagne wird auch von vielen unserer Profis und ehemaligen Spielerpersönlichkeiten unterstützt.    

Welche Botschaft schreibt sich der Handballsport mit der Kampagne auf die Fahne? Tut sie sich mit der Kritik am Fußball wirklich einen Gefallen?           

Oliver Lücke: Die Grundidee unserer Kampagne ist es, Handball so darzustellen, wie er ist. Authentisch, athletisch und körperbetont. Aber eben auch familiär, kameradschaftlich, fan-nah und bodenständig. Eine echte Alternative für Fans und Sponsoren zum überhitzten Fußballgeschäft, aber auch zu allzu elitären Sportarten. Der Fußball gibt uns Steilvorlagen, so entstehen eben Schlagzeilen wie „Sport mit Gehalt statt absurder Gehälter". Mit der aktuellen Headline „Bodychecks statt Millionenschecks“ spielen wir auf den Neymar-Transfer und seine Folgen an. Jede Headline kombinieren wir mit starken Bildern. So entsteht eine überraschende Bild-Wort-Ästhetik, die in den Köpfen hängenbleibt. Wichtig ist uns, dass wir kreativ und frech sind, nicht unter die Gürtellinie gehen und uns selbst nicht zu ernst nehmen. Wir sind keine Moralapostel, sondern betonen unsere Stärken und zeigen Handball als authentische Sportart mit sympathischen, erfolgreichen Athleten, die nah an den Fans und Vorbilder sind.                   

 

Wie erreichen Sie ihre Fans?

Oliver Lücke: Über Emotionen. Die transportieren wir dorthin, wo unsere Zielgruppe ist. Wir setzen auf digitale Kanäle und Out of Home-Maßnahmen. Dies insbesondere an den Bundesligastandorten. Aber auch in Städten, in denen Handball-Highlights stattfinden. Wir aktivieren in den Spielstätten durch Face to Face-Kommunikation sowie durch Bandenwerbung und Anzeigen in Vereinspublikationen und anderen Printmedien. Im Onlinebereich wird die Kampagne durch kurze Virals visualisiert. Dem Internet und dem Social Web kommt eine besondere Bedeutung bei. Auch unser neuer Partnersender Sky, der gemeinsam mit ARD und ZDF die Rechte an unserer Bundesliga erworben hat, ist von großer Bedeutung für eine Non Profit-Kampagne, die eine Laufzeit bis zur Heim-WM 2019 hat. Denn am Ende des Tages wird die Kampagne auch an ihrer Reichweite gemessen.  

Wo kann sich der Fan informieren?

Oliver Lücke: Herzstück der Kampagne ist die Landingpage www.es-lebe-der-sport.de. Sie bietet einen guten Überblick auf alle Bestandteile.  Sämtliche Anzeigenmotive, die provokante Slogans mit Action-Szenen prominenter National- und Klubspieler kombinieren, können von dort ebenso kostenfrei heruntergeladen und verwendet werden, wie alle Spots.  Unsere Kampagne soll ausdrücklich zum Mitmachen animieren. Jeder kann sein eigenes Motiv bekommen. Ganz egal, ob jemand auf der Tribüne sitzt oder auf dem Spielfeld unterwegs ist. Außerdem haben wir eine kleine Erlebniswelt, die durch Deutschland tourt, in der man sich informieren kann.          

Hat die Kampagne eine Bedeutung, die über den Handball hinaus reicht?

Oliver Lücke: Wir inszenieren Handball unverkrampft und echt. Dafür sind unsere Spots und unsere Anzeigenmotive gute Beispiele. Im Verlauf der Kampagne wollen wir Markenstärkung auch mit gesellschaftlicher Relevanz verbinden. Wir wollen ein Zeichen für Vielfalt und gegen Monokultur im Sport setzen. Im Idealfall nehmen andere Verbände den Ball unserer Kampagne auf und machen mit. Die Chancen sind nicht so schlecht, denn wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Initiative die Sehnsucht der Menschen nach sauberem, fairem und authentischem Sport aufgreifen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Medienkontakt „Handball-Es lebe der Sport“
Oliver Lücke, Leiter Unternehmenskommunikation
Handball-Bundesliga GmbH
Email: luecke@dkb-handball-bundesliga.de

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