05.04.2017  REWE Final Four

Anders Eggert: „Um den Pokaltitel haben wir jahrelang ganz besonders hart gekämpft“

Nach dieser Saison endet eine Ära bei der SG Flensburg-Handewitt: Anders Eggert befindet sich auf Abschiedstour und wird im Sommer in seine dänische Heimat wechseln. Bereits seit 2006 läuft die „Nummer 7“ für die SG auf, gewann unter anderem 2012 den Europapokal der Pokalsieger und 2014 die Champions League. eine ganz besondere Bedeutung hat für ihn aber der Triumph im DHB-Pokal 2015.

Klar, dass er bei seiner letzten Endrunden- Teilnahme auch im siebten Jahr in Folge in das Finale des REWE Final Four einziehen möchte.

Anders, du hast es mit der SG Flensburg-Handewitt in den vergangenen sechs Jahren immer in das Endspiel um den DHB-Pokal geschafft. Zuletzt habt ihr drei Mal nacheinander im Halbfinale die Rhein-Neckar Löwen aus dem Weg geräumt. Da ist das Finale doch praktisch schon vorprogrammiert, oder?

Anders Eggert: Haha, nein. Der Ausgang des Halbfinals ist nie vorprogrammiert. Wir sind alle sehr gespannt, wie das Halbfinale wohl dieses Jahr ausgehen wird. Ich freue mich riesig darauf und hoffe, dass wir auch beim vierten Mal wieder ins Finale einziehen werden.

2015 habt ihr die Rhein-Neckar Löwen mit einem Tor Vorsprung geschlagen, 2016 sogar erst in der Verlängerung. Müssen wir uns dieses Jahr etwa auf ein Siebenmeterwerfen einstellen?

Anders Eggert: Auf jeden Fall wird es wieder ein richtig enges Spiel, das glaube ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Mannschaft deutlich
absetzen kann. Ich glaube, dass es ganz am Ende wieder durch Kleinigkeiten und vielleicht auch das Quäntchen Glück entschieden wird.

Mit Siebenmeterwerfen habt ihr ja eigentlich gute Erfahrungen gemacht. 2015 habt ihr so gegen den SC Magdeburg den Titel geholt. Was bedeutet dir dieser Titel?

Anders Eggert: Dieser Titel war ein riesiger Erfolg für uns als Mannschaft und als Verein. Wir hatten zwar ein Jahr zuvor die Champions League gewonnen, aber um diesen Pokaltitel haben wir jahrelang ganz besonders hart gekämpft. Wir waren so oft so dicht dran und hatten so viele Chancen. Das Gefühl ist mit einem Wort zu beschreiben: ENDLICH!

Apropos Siebenmeter: Im letzten Jahr hast du die SG mit einem eiskalten Heber in allerletzter Sekunde gegen die Löwen in die Verlängerung gerettet. War das eine spontane Eingebung oder hast du dir das schon auf dem Weg zur Siebenmeterlinie überlegt?

Anders Eggert: Auf dem Weg zur Linie überlegt man immer, welcher Torwart vor einem steht, wie der wohl reagiert usw. Aber dann kommt es zur ersten Reaktion und dann entscheide ich mich irgendwann intuitiv. Vorher treffe ich keine Entscheidung.

 

Du spielst dieses Jahr deine letzte Pokal-Endrunde in Deutschland, nach der Saison wechselst du nach zehn Jahren zurück nach Dänemark. Wirst du das REWE Final Four vermissen?

Anders Eggert: Ja, ich werde das REWE Final Four und auch die DKB Handball-Bundesliga sehr vermissen. Es ist ein großartiges Event mit so vielen
Zuschauern und einer ganz speziellen Atmosphäre. Ich finde die vier farblich erkennbaren Fanblöcke jedes Jahr wieder überragend und alle Zuschauer, die man trifft haben so gute Laune. Es wird im kommenden Jahr ein sehr komisches Gefühl sein nicht mehr aktiv daran teilnehmen zu können.

Du hast unzählige Pokal-Endrunden erlebt, an was denkst du besonders gern zurück?

Anders Eggert: An unseren Titel! Was soll ich sagen. Es gab so viele tolle Momente hier in Hamburg in dieser großartigen Arena. Aber dieser Titel 2015 ist für mich etwas ganz Besonderes gewesen und wird es immer sein. Ich habe zusammen mit meinen Freunden diesen Titel gewonnen, konnte den Pokal in die Höhe stemmen und mit meiner Familie, Freunden und so vielen Fans bei unserer Ankunft in Flensburg feiern. Das war ein überragendes Wochenende, das ich nie mehr vergessen werde.

 

Foto: Metge

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