27.04.2018  REWE Final Four

Jannik Kohlbacher: "Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus"

Er kam aus der 2. Liga und wurde in Wetzlar zum Nationalspieler, Europameister und einem der besten Kreisläufer des Landes. Bevor es Jannik Kohlbacher im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen zieht, will er mit seiner HSG aber noch einmal einen „Großen“ schlagen und für Furore sorgen.

Die HSG Wetzlar ist seit 2001 erstmals wieder beim REWE Final Four dabei. Was hat das im Umfeld ausgelöst?

Jannik Kohlbacher: Absolute Vorfreude! Ob das nun im Verein selbst ist oder unter den Fans oder in der Mannschaft. Bei allen spürt man schon dieses gewisse Kribbeln. Ich habe mich vor dem Viertelfinale mit unserem Fanclub unterhalten und die meinten: Wir stehen zu 110 Prozent hinter euch und geben Gas. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Und jetzt begleiten sie uns hier nach Hamburg, das ist einfach fantastisch.

Wann war euch klar, dass es zum REWE Final Four reichen könnte?

Jannik Kohlbacher: So ab der 58. Minute im Viertelfinale (lacht). Bis dahin war es ein ganz enges und spannendes Ding. Es war schon während des Spiels unfassbar laut in der Halle, aber was dann in der letzten Minute und nach dem Spiel los war, war unglaublich. Danach haben wir dann natürlich eine kleine Feierei gestartet (lacht).

Was bedeutet der Einzug ins Final Four für die HSG Wetzlar?

Jannik Kohlbacher: Das hat eine riesengroße Bedeutung. Nach dem starken sechsten Platz konnten wir mit der Qualifikation für so ein Großereignis direkt das nächste Highlight nachlegen. Das REWE Final Four ist eine großartige Chance, sich auch als, ich sag mal „kleinerer“ Verein, zu zeigen und zu präsentieren. So wie vor zwei Jahren der BHC oder letztes Jahr der SC DHfK Leipzig. Die Halle bei unseren Heimspielen ist immer ausverkauft und wir wollen, dass das auch so bleibt. Da hilft so ein Highlight wie das REWE Final Four und gibt uns außerdem die Möglichkeit, den Fans etwas zurückzugeben.

Ihr trefft im Halbfinale auf Hannover. In Hannover habt ihr verloren, zu Hause gewonnen. Wie geht es auf neutralem Boden aus?

Jannik Kohlbacher: Hmm, unentschieden geht ja nicht (lacht). Aber genau das ist der Punkt. Ich habe mich darüber beim Nationalmannschaftslehrgang schon mit Kai Häfner unterhalten. Es ist ein ständiges hin und her. Mal sehen wie es in Hamburg ausgeht, aber ich hoffe natürlich, dass wir am Ende die Nase vorn haben.

Bei der HSG Wetzlar steht nach der Saison ein Umbruch an. Ist das eine besondere Motivation in der Mannschaft?

Jannik Kohlbacher: Auf jeden Fall. Für unseren Kapitän Nikolai Weber oder Evars Klesniks ist es wahrscheinlich die letzte Chance in Hamburg dabei zu sein. Für mich und Benjamin Buric quasi der große Abschluss mit Wetzlar vor unserem Wechsel. Da wollen wir als Mannschaft noch einmal alles aus uns herausholen und auch mal einen der „Großen“ schlagen. Und Pokal ist Pokal, an dem Wochenende kann alles passieren. Wir haben unser Ziel quasi schon erreicht und können befreit aufspielen. Alles, was jetzt noch kommt ist Bonus.

Foto: Vogler

Final4 in Hamburg!!! #nowordsneeded

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REWE Final Four 2018

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