27.04.2018  REWE Final Four

RECKEN-Kapitän Kai Häfner: "Die Karten werden neu gemischt"

Kai Häfner hat in den letzten Jahren einen Aufstieg hingelegt, von dem viele Spieler in der DKB Handball-Bundesliga träumen. Der Kapitän der TSV Hannover-Burgdorf ist nicht nur Europameister und Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio, Häfner zählt auch zu den torgefährlichsten Spielern der Liga im rechten Rückraum. Zudem spielt er mit den Recken die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Kai, welche Schlagzeile würdest du gerne am Ende der Saison über dich und die RECKEN lesen?

Kai Häfner: “DIE RECKEN spielen eine historische Saison und qualifizieren sich für Europa.“

Historisches habt ihr ja bereits mit der Teilnahme am REWE Final Four geleistet. Spürst du, dass es etwas Besonderes für den Verein ist?

Kai Häfner: Sehr sogar. Direkt nach dem Spiel im Viertelfinale gegen Göppingen hat sich eine riesige Euphorie in der Stadt, rund um den Verein aber auch bei uns Spielern und dem Team hinter dem Team breit gemacht.

Nicht nur im DHB-Pokal, auch in der Liga läuft es hervorragend für euch. Habt ihr euch schon an die oberen Tabellenregionen gewöhnt?

Kai Häfner: Nein, daran gewöhnt auf keinen Fall. Wir wissen, dass die Luft dort oben sehr dünn ist und dass man Woche für Woche performen und Ergebnisse abliefern muss. Es ist bekanntlich viel schwieriger oben zu bleiben, als nach oben zu kommen.

Das letzte Mal warst du 2011 mit FRISCH AUF! Göppingen in Hamburg dabei. Was waren deine Gedanken, als der Halbfinaleinzug feststand?

Kai Häfner: Ein Gefühl der Freude, aber auch eine gewisse Erleichterung, es endlich mit den RECKEN geschafft zu haben. Natürlich auch eine Vorfreude auf dieses geile Wochenende. Ich bin gespannt, was sich seit 2011 verändert hat und hoffe darauf, dass ich dieses Mal mit einem besseren Ergebnis abschneiden werde.

Im Halbfinale wartet nun die HSG Wetzlar auf euch. Der letzte Vergleich ging mit 29:26 an Wetzlar. Gelingt euch nun die Revanche? Welche Schlüsse habt ihr aus der Niederlage gezogen?

Kai Häfner: Wir sind uns bewusst, dass da ein harter Brocken auf uns zukommt. Das Spiel in der Liga ist denke ich kein Faktor, denn die Karten werden neu gemischt. Es ist ein Duell auf Augenhöhe, aber wir werden alles tun, um unsere bestmögliche Leistung zu zeigen und das Spiel zu gewinnen.

Seit dem Pokaltriumph des TBV Lemgo im Jahr 2002 hat kein deutscher Spieler mehr als Kapitän die Trophäe in den Hamburger Himmel gehoben. Ein zusätzlicher Ansporn für dich, das zu ändern?

Kai Häfner: Das ist eine interessante Statistik, die mir so noch nicht bekannt war. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn es so käme (lacht). Es geht allerdings nicht um mich, sondern um uns als Mannschaft. Es ist unsere erste Teilnahme, bei der wir mit Sicherheit nicht favorisiert sind. Ich kann unseren Anhängern aber versprechen, dass wir alles geben werden.

Foto: Hartung

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