05.05.2018  REWE Final Four

REWE Final Four - Recken nach Machtdemonstration im Finale

Die TSV Hannover-Burgdorf steht nach einer ganz starken Partie gegen die HSG Wetzlar im Finale des REWE Final Four 2018. Die Recken aus Hannover spielen die HSG in der ersten Hälfte regelrecht an die Wand und sorgen bereits früh für die Vorentscheidung. Im Finale trifft die Mannschaft von Tainer Carlos Ortega nun auf die Rhein-Neckar Löwen.

Beide Teams schenkten sich in den ersten Minuten nichts. Angetrieben von zwei lautstarken Fanlagern verteidigten beide Mannschaften leidenschaftlich und kämpften um jeden Zentimeter des Hallenbodens. Im Angriff hingegen fehlte des Öfteren die Präzision, weswegen es in der 6. Minute erst 2:0 aus Sicht der Recken stand. Auch in der Folge blieb es ein vom Kampf geprägtes Spiel, indem die Abwehrreihen vor den zwei starken Torhütern Buric und Ziemer dominierten. Dank der individuellen Klasse von Kai Häfner und Morten Olsen, setzten sich die Recken bis zur Mitte der ersten Hälfte allerdings langsam ab, beim Stand von 5:1 sah sich HSG-Coach Kai Wandschneider gezwungen, sein Team in einer Auszeit neu einzustellen.

Doch auch die kurze Pause half nicht viel, die Wetzlarer fanden weiter keine Mittel gegen die sehr starke Deckung der Recken - und verschafften sich die Mittelhessen doch einmal eine gute Wurfposition, war Martin Ziemer im Tor zur Stelle. Der Hannoveraner Torhüter hatte sich mittlerweile in den Köpfen der HSG Wetzlar festgesetzt und konnte bereits in der ersten Hälfte 10 (!) Paraden verbuchen. Die Recken auf der anderen Seite spielten hingegen befreit auf und hatten sichtlich Spaß an der Partie gefunden. Ein 5:0-Lauf bescherte den Hannoveranern so eine 13:3-Führung (27.), ein Kempa von Morten Olsen kurz vor der Pause ließ die Recken-Anhänger bereits vom Finale träumen. Der Halbzeitstand von 15:4 war eine echte Ohrfeige für die HSG Wetzlar.

An der Leidenschaft der Jungs aus Wetzlar lag es an diesem Tag sicherlich nicht. Die HSG kämpfte weiter und gab sich nicht geschlagen. Doch gegen die bärenstarken Recken vor einem auch in der zweiten Hälfte sensationellen Martin Ziemer im Tor waren sie letztlich doch chancenlos. Denn die Hannoveraner strotzten trotz der Negativserie in der DKB Handball-Bundesliga nur so vor Selbstbewusstsein. Das 18:9 durch den treffsicheren Timo Kastening in der 41. Minute war zumindest eine kleine Vorentscheidung, die Wetzlarer Gegenwehr spätestens beim 23:15 (51.) gebrochen. Zu diesem Zeitpunkt schallten bereits "Martin! Martin!"-Sprechchöre durch die Barclaycard Arena - Ziemer blieb der Mann des Spiels.

Der Matchwinner

War es im ersten Halbfinale noch Mikael Appelgren, der den entscheidenden Faktor darstellte, war es im zweiten Halbfinale einmal mehr ein Torwart. Und Martin Ziemer toppte die Leistung seines schwedischen Kollegens aus dem Vorspiel. Bereits zur Pause hatte Ziemer 10 Paraden auf dem Konto, die HSG Wetzlar konnte ihn in der gesamten ersten Hälfte nur vier Mal überwinden. Das entspricht wiederum einer Quote gehaltener Bälle von genau 71,43%. Mehr Worte bedarf es da eigentlich dann auch gar nicht mehr. Aber auch in der zweiten Hälfte baute der Recke nicht ab und hielt und hielt und hielt. Sein Arbeitsnachweis nach dem Halbfinale: 17 Paraden und eine Quote von 47,22%! Dass die Fans aus Hannover ihren Torhüter bereits während des Spiels mit Sprechchören feierten, hatte dieser sich redlich verdient.

Das Spiel in Zahlen

  TSV Hannover-Burgdorf HSG Wetzlar
Tore: 24  19 
Trefferquote: 58,54%   47,50%
Quote gehaltener Bälle:  47,22% 30,23% 
Bester Werfer:  Kai Häfner (6) Jannik Kohlbacher (5) 

 

Foto: Sascha Klahn

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