08.04.2017  REWE Final Four

REWE Final Four: Flensburg fordert Kiel im Final-Klassiker!

Im Finale des REWE Final Four 2017 kommt es zu einem echten Handball-Klassiker. Nach 2011, 2012 und 2013 ist es das vierte Finale zwischen den beiden Nordklubs innerhalb von nur sechs Jahren. Flensburg bietet sich somit die große Chance für die drei schmerzhaften Finalniederlagen Revanche zu nehmen. Im siebten Finale in Folge soll au gerechnet gegen den Nordrivalen der zweite Titel nach 2015 folgen. Der Rekordpokalsieger aus Kiel hingegen will seine Titelsammlung auf zehn Pokal-Triumphe ausbauen.

Ausblick

Der THW Kiel gegen die SG Flensburg-Handewitt - das Finale des REWE Final Four verspricht eines der am heißesten umkämpften Spiele in ganz Handballdeutschland. Es gibt kaum eine größere Rivalität zwischen zwei Vereine als die zwischen den zwei Nordklubs.

Die ewigen Kontrahenten bewegen sich seit Jahren auf Augenhöhe und haben Titel um Titel gewonnen. im vergangenen Jahr geriet die Titeljagd jedoch bei beiden Teams ins stocken. Im Finale des REWE Final Four 2017 wollen sowohl die Zebras alls auch die SG diese Durststrecke beenden. Auch im Rennen um die Deutsche Meisterschaft duellieren sich die Nordrivalen. Aktuell steht die SG Flensburg-Handewitt auf dem ersten Platz der DKB Handball-Bundesliga. Der THW Kiel sitzt dem Tabellenführer jedoch dicht im Nacken und hat die Meisterschaft noch nicht aufgegeben. Für das große Pokalfinale bedeutet dies aber nichts, denn dier Pokal schreibt seine eigenen Gesetze. 

Während der THW Kiel sich in einem hart umkämpften Halbfinale gegen den SC DHfK Leipzig am Ende knapp mit 35:32 durchsetzte, stürmte die SG Flensburg-Handewitt mit einem Kantersieg über die Rhein-Neckar Löwen ins Finale und bleibt dadurch auf nationaler Ebene im Jahr 2017 weiter ungeschlagen und strotzt momentan nur so vor Selbstvertrauen. Seit 14 Ligaspielen ist die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes ungeschlagen. Die letzte und bisher einzige Saisonniederlage in der DKB Handball-Bundesliga datiert vom 13. November 2016. Damals verlor Flensburg ausgerechnet beim Nordrivalen, dem THW Kiel mit 23:24. Seitdem marschiert die SG allerdings durch die Liga und will im Abschiedsjahr von Coach Vranjes nicht nur einen Titel feiern.

 

Im Fokus

92 Mal trafen die zwei Mannschaften bereits in der DKB Handball-Bundesliga aufeinander. Das Finale im REWE Final Four wird bereits das fünfte Nordduell in dieser Saison. In den bisherigen vier Vergleichen in Liga und Champions League siegte zweimal der THW, zweimal die SG. Im Pokalduell geht es also um ordentlich Prestige. Bei ihrer 15. Teilnahme am Final Four schafften die Kieler zum elften Mal den Einzug ins Finale. Mit bislang neun Pokalerfolgen sind die Schützlinge von Trainer Alfred Gislason Rekordsieger. Flensburg hat hier allerdings mächtig aufgeholt. 13 Teilnahmen, vier Pokalsiege und eine beeindruckende Serie von sieben Finalteilnahmen in Serie stehen auf dem Konto des Tabellenführers.

Stimmen zum Spiel

Maik Machulla (Co-Trainer, SG Flensburg-Handewitt):

... über das Nordderby: "Das Landesderby zwischen Kiel und der SG ist das Beste, was unsere Sportart zu bieten hat."

Ljubomir Vranjes (Trainer, SG Flensburg-Handewitt):

... über den Finaleinzug: "Kevin Moeller hat einen riesen Verdienst daran, dass wir im Finale stehen."

Niclas Ekberg (Spieler, THW Kiel):

... über das Halbfinale gegen Leipzig: "Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir sind froh, dass wir im Finale sind."

Zahlen, Daten, Statistiken

Kevin Moeller war auf Flensburger Seite der Garant für den Finaleinzug und hat eindeutig den Unterschied im Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen ausgemacht. 14 Paraden und eine sensationelle Quote von 52% machten Moeller zum Mann des Spiels. Zum Vergleich: Teamkollege Andersson sowie die beiden Löwen-Keeper kamen alle jeweils nicht über 17% hinaus. Der Matchwinner auf Seiten der Zebras war Niclas Ekberg. 12 Treffer aus 14 Versuchen - Ekberg war maßgeblich am Finaleinzug seines THW Kiels beteiligt. Der Schwede überzeugte auf der Rechtsaußen-Position und war auch vom Siebenmeterstrich fünf Mal erfolgreich. Im Finale wird also mitentscheidend sein, ob Moeller nach den  Mannheimtern auch Ekberg stoppen kann, oder ob der 28-Jährige an seine Glanzleitung anknüpfen kann.

Teamvergleich DHB-Pokal 2016/2017

THW Kiel:

Torverhältnis: 134:118
Wurfquote: 60,48%
Bester Torschütze: Niclas Ekberg (31)

SG Flensburg-Handewitt:

Torverhältnis: 156:118
Wurfquote: 68,77%
Bester Torschütze: Anders Eggert (19)

Road to Hamburg

THW Kiel:

THW Kiel : VfL Fredenbeck      

29:20 (11:13)

THW Kiel : ASV Hamm-Westfalen       35:25 (20:12)
SC Magdeburg : THW Kiel       21:22 (11:10)
TSG Lu-Friesenheim : THW Kiel       23:29 (14:14)
SC DHfK Leipzig : THW Kiel       32:35 (19:19)

SG Flensburg-Handewitt:

HC Elbflorenz Dresden : SG Flensburg-Handewitt      

20:35 (7:16)

SG Flensburg-Handewitt : HC Empor Rostock       38:17 (18:10)
SG Flensburg-Handewitt : Füchse Berlin       36:34 (14:16)
SG Flensburg-Handewitt : MT Melsungen       32:28 (17:18)
Rhein-Neckar Löwen : SG Flensburg-Handewitt       23:33 (16:18)

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